Search this site
326 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Wie mein inneres Kind Heimat bei Gott findet
Keine Gebrauchsanweisung! Keine Nebenwirkungen! Zu Nutzen und Risiken frage Gott, Jesus und dein Leben! Oft wird das Leben mit einem Weg verglichen. Was ich auf meinem Weg in die „Heimat“ erlebe, versuche ich hier aufzuschreiben. Am Wegesrand fand ich vor einiger Zeit den Hinweis, es könnte etwas Wichtiges sein, sich mit meinem inneren Kind auseinanderzusetzen. Einige kennen die Herangehensweise sicherlich, ist sie doch gerade überall präsent. Unzählige Bücher, Podcasts und vieles mehr lassen sich kaufen, lesen, hören und erleben. Wie immer fühle ich mich von soviel geballter Wissensansammlung überwältigt, um nicht zu sagen überfordert. Den Zugang zu meinem inneren Kind habe ich ganz praktisch erleben dürfen, was es mir dann einfacher machte. Ein systemischer Coach half mir in einer wirklich für mich anstrengenden Zeit – ich stand vor vielen Veränderungen und wusste so gar nicht weiter – mit einer „Traumreise“ zu mir selbst. Die wichtigste Erkenntnis daraus: Das kleine traurige Mädchen, das sich allein und hilflos fühlt und sich vergräbt, kann ich als erwachsene Frau liebevoll in den Arm nehmen, trösten und wirklich sagen: „Du bist nicht allein, du wirst geliebt! Gemeinsam können wir´s angehen! Ich helfe dir.“ Auf Empfehlung las ich dann erstmal die durchaus tiefgründig, abgründigen Bücher aus der „Achtsam Morden“-Reihe. Da blieb das Schmunzeln über die skurrile Geschichte eines Rechtsanwaltes mit „Doppelleben“ so manches Mal im Halse stecken. Und eine Frage drängte sich mir förmlich auf: Zu was bin ich eigentlich fähig, wenn ich auf mein inneres Kind schaue? Die nächste Empfehlung, diesmal von meiner Tochter, „Das Kind in dir muss Heimat finden“ (Autorin: Stefanie Stahl) brachte die ersten eigenen Erkenntnisse. Ich malte mir mein eignes Bild von meinem „Schattenkind“ und von meinem „Sonnenkind“. Ich kann hinschauen, traurig sein und besser verstehen, wo meine „Lebensphilosophie“ ihren Ursprung hat und mich in so manchen Situationen hilflos zurücklässt. Ich habe mir ohne Groll angeschaut, was ich mir für „Leitplanken“ angeeignet habe. Und was ich gerne bin und sein will und was ich schon alles geschafft habe. Nur der Begriff „Heimat“ in diesem Zusammenhang blieb recht undeutlich. Heimat – für mich der reale Ort, an dem ich mich zuhause fühle, der Ort, wo es Menschen gibt, die mich sehen und die ich sehe, mit denen ich interaktiv lebe. Und auch der Ort der Kindheit und des Aufwachsens. Es fühlt sich gut und warm an. Heimat – je länger ich mich damit beschäftige auch eine innere Heimat. Eins sein, im Reinen sein mit mir selbst. Bewusst Sein – Ankommen. Irgendwas Entscheidendes fehlte in diesem Konstrukt für mich noch. Ja, es fehlte das Verbindende und der Gedanke daran zerreißt mich immer noch - gelegentlich: „ Was hat das ganze mit meinem Glauben zu tun?“ Das, was mich von Kindheit an immer begleitet, der treue Glaube an Gott und Jesus seinen Sohn, was hat das mit meinem inneren Kind zu tun? Wenn ich mir das Leitbild meines „Schattenkindes“ anschaue, dann führt das für mich zu folgender Betrachtung: Ein Beispiel: „Ich genüge nicht, ich kann das nicht.“ Also zögere ich, die „guten“ Gaben, die mir Gott anbietet, anzunehmen, weil ich mir einbilde ich bin es nicht wert? Wer bin ich, dass ich Gottes Werk in Frage stelle? Was wir jetzt sind, ist allein Gottes Werk. Er hat uns durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nun, was Gott schon im Voraus für uns vorbereitet hat. (Epheser 2,10) Weil ihr nun seine Kinder seid, schenkte euch Gott seinen Geist, denselben Geist, den auch der Sohn hat. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: »Abba, lieber Vater! (Galater 4,6) Ihr seid von Gott auserwählt und seine geliebten Kinder, die zu ihm gehören. Darum soll jetzt herzliches Mitgefühl euer Leben bestimmen, ebenso wie Güte, Bescheidenheit, Nachsicht und Geduld. (Kolosser 3,12) Noch ein Beispiel: „Ich bin hilflos, leise und werde nicht gesehen.“ Sehe ich nicht die immer wiederkehrenden Versprechen, lass ich sie nicht in mein Herz? - Ich werde dir beistehen -> Philipper 4,12-13 - Wo du auch hingehst, ich beschütze dich -> 1. Mose 28,15 - Ich kenne dich, bevor du dich erkennst -> 1.Korinther 13,12 - Ich werde dir aus meinem großen Reichtum alles geben, was du brauchst -> Philipper 4,19 - Nichts in der ganzen Schöpfung kann dich von meiner Liebe trennen -> Römer 8,38-39 Wenn ich mich damit immer wieder beschäftige, die wohlwollenden Verse lese, das Geschenk annehme, dann verblassen die „alten“ Leitsätze und neues Selbstbewusstsein, im wahrsten Sinne des Wortes, zieht bei mir ein. Das ist kein einmaliges „Super-Power-Erkenntnis“-Erlebnis, sondern vielmehr erinnert es mich an meinen Taufspruch, nämlich immer wieder bittend anzuklopfen: Bittet Gott, und er wird euch geben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, und euch wird die Tür geöffnet! Denn wer bittet, der bekommt. Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird geöffnet. (Matthäus 7,7-8) Triggert mich mal wieder ein „Schattenkind-Leitsatz“, kann ich hinsehen, bittend anklopfen und mir wird ganz sicher geholfen. Denn Gott weiß, was ich brauche, er kennt mich! Das macht meinen Lebensweg nicht weniger steinig und holprig und doch weiß ich, wo ich Hilfe bekomme! Als ich rief, kamst du mir ganz nahe und sprachst: »Fürchte dich nicht! (Klagelieder 3,57) Jetzt sehen wir nur ein undeutliches Bild wie in einem trüben Spiegel. Einmal aber werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles klar erkennen, so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt. Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Von diesen dreien aber ist die Liebe das Größte. (1.Korinther 13,12-13) Du zeigst mir den Weg, der zum Leben führt. Du beschenkst mich mit Freude, denn du bist bei mir. (Apostelgeschichte 2,28) Ich gehe mit Jesus - Da ist meine Heimat! Ich wünsche euch eine „heimelige“ Zeit! Eure Ulrike Bildquelle: privat Die Bibelzitate sind, wenn nicht anders vermerkt, der Übersetzung Hoffnung für alle ® entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica. Inc.® Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis-Verlag Basel.
- Kopf, Herz oder Bauch?
Das Jahr 2025 geht bald zu Ende. Ein denkwürdiges Jahr, denn in diesem Jahr sollte unser gemeinsames Projekt „Gemeinde bauen“ hier in Braunschweig richtig starten. Ich habe darüber bereits hier in diesem Blog berichtet und auch im Bereich „Über uns“ hier auf dieser Website könnt ihr darüber lesen. Nun sind wir (meine Frau und ich) hier in Braunschweig. Wir haben hier eine schöne Wohnung gefunden. Die Nähe zu unseren Kindern und Enkelkindern genießen wir sehr. Ich kann hier meiner Leidenschaft, dem Billardsport, weiter nachgehen. Habe einen Billardclub gefunden, in dem ich mich engagiere und habe dort auch schnell neue Bekanntschaften geschlossen. Auch eine ehrenamtliche Tätigkeit im sozialen Bereich ist dazu gekommen, die mich sehr erfüllt. Meine Frau hat schnell Arbeit gefunden. Einen netten, führsorglichen Chef und neue Kollegen und Kolleginnen. Das Leben hier in Braunschweig gefällt uns richtig gut. Es ist eine schöne Mischung aus großstädtischen kulturellen, gastronomischen und Einkaufsangeboten und trotzdem so „handlich“, dass man das meiste mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erledigen kann. Kurzum – wir haben hier unser neues Zuhause gefunden! Doch eins fehlt: unser gemeinsames Projekt „Gemeinde bauen“ muss wohl als gescheitert betrachtet werden. Durch unseren Umzug sind wir nun viel weiter weg von den Geschwistern, die wir im Rheinland zurück gelassen haben und auch unsere Gruppe hier im „Norden“ ist weiterhin ein verstreuter Haufen. Nun – offensichtlich läuft das Leben eben nicht immer so wie gewollt. Das hat mich dazu bewogen, mich in der christlichen Gemeindelandschaft hier in Braunschweig etwas intensiver umzusehen. Auch darüber habe ich evtl. hier schon berichtet. Allein ca. 18 verschiedene Gemeinden, die der sog. Evangelischen Allianz angehören, gibt es hier und noch mehrere andere freikirchliche Gruppen, Baptisten, Methodisten, Mormonen, Adventisten, etc.. Den allermeisten gemeinsam ist das mehr oder weniger deutlich postulierte Dogma der Dreieinigkeit Gottes. Soweit mal die vorläufige Analyse des Vorhandenen. Was fange ich nun mit diesen Erkenntnissen an? Diese Frage führt mich zum Titel meines Beitrags. Ich finde im Nachdenken, Entscheiden und Handeln bei diesem Thema einfach keine Balance. Es zerreißt mich geradezu zwischen den verschiedenen Optionen. Fragt man Google nach den drei Begriffen Kopf, Herz und Bauch, so findet man unzählige Beiträge, aus denen man lernen kann, dass gute Entscheidungen und ein darauf basierendes zuversichtliches Handeln eine gute Balance zwischen diesen drei Bereichen braucht. Es ist wie bei einem runden Tisch oder einem Hocker, der am stabilsten auf drei Beinen steht. So fühlt sich allerdings mein Inneres gerade gar nicht an. Aber sollte nicht gerade in diesem Thema Glauben und Gemeinde der so wichtige Dreiklang gegeben sein, wie ihn auch Jesus auf die Frage nach dem größten Gebot aufzeigt (Hervorhebungen von mir): Und einer der Schriftgelehrten, der gehört hatte, wie sie miteinander stritten, trat hinzu, und da er wusste, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete ihm: Das erste ist: «Höre, Israel: Der Herr, unser Gott, ist Herr; und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft !» (Markus 12, 28-30) Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass dies kein Dreiklang, sondern ein Vierklang ist. Allerdings fehlt interessanterweise an der zitierten Stelle aus 5.Mose 6,4 das „aus deinem ganzen Verstand“. Mir als überwiegendem Kopfmenschen kommt Jesu Ergänzung sehr gelegen! Kopf, Herz und Bauch total aus dem Gleichgewicht. Das zeigt sich ungefähr so: Der Kopf sagt: Ich möchte einen Weg finden, uns hier in Braunschweig als Gemeinde sichtbar zu machen, so klein wir auch sind und so viele Gemeinden es auch sonst noch gibt. Denn schließlich wären wir die einzige nicht-trinitarische Alternative. Das wäre doch ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Mir fehlt allerdings dazu noch die zündende Idee. Und falls dann jemand zu uns käme, bekommt er fast ausschließlich die geballte Ladung Familie. Das wäre zwar eine gute Mischung aus Kopf, Herz und Bauch, aber eben auch aus Ehepartnern, Eltern und Kindern mit allem, was solche Beziehungen bieten. Das Herz hätte so gerne mehr Kontakt zu gläubigen Menschen. Endlich eine Gemeinde hier vor Ort, zu der wir einfach mal ohne weite Anreise hin könnten. Mit schnellen, nahen Kontakten auch außerhalb von Gottesdienst. Und da sind doch so viele Gemeinden mit gläubigen Menschen, die Jesus als ihren Erlöser angenommen haben. Das sollte doch als Gemeinsamkeit reichen, oder? Dazu habe ich einen interessanten Absatz gefunden in dem Dokument „Rechenschaft vom Glauben“ vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.: 7. Der eine Leib Christi und die getrennten Kirchen Die Gemeinschaft der Gemeinde erfährt der Christ vornehmlich in der örtlichen Versammlung der Glaubenden. In ihr wird die eine Taufe auf das Bekenntnis des Glaubens hin vollzogen und das eine Brot, von dem einen Herrn gestiftet, gebrochen und geteilt. Deshalb versteht sich die Ortsgemeinde als die Manifestation des einen Leibes Jesu Christi, durchdrungen von dem einen Geist und erfüllt mit der einen Hoffnung. Der eine Geist schenkt viele Gaben, die sich in den Ortsgemeinden, aber auch in den voneinander getrennten Kirchen in gegenseitig bereichernder Vielfalt auswirken können. Jesus Christus baut seine Gemeinde in den verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften. Doch kann es trotz der Verschiedenheiten und trotz Irrtum und Schuld auf allen Seiten nicht der Wille Gottes sein, dass konfessionelle Schranken die sichtbare Gemeinschaft aller Glaubenden und damit ihr glaubwürdiges Zeugnis vor aller Welt verhindern. Das klingt doch toll. Ja, darüber habe ich selbst schon mehr als einmal gepredigt (mit Herz und Kopf). Der Bauch spricht aber leider eine andere Sprache. Ich habe mich (zunächst alleine) auf den Weg gemacht und den Gottesdienst in zwei Gemeinden besucht. Bei zwei weiteren Gemeinden inzwischen mehrere Gottesdienste online verfolgt. Wer wie ich von Jugend an mit der Art und Weise aufgewachsen ist, wie bei christadelphischen Gemeinden die sonntäglichen Versammlungen ablaufen, findet selbstverständlich Unterschiede im Ablauf und Inhalt, die zum Teil etwas befremdlich wirken. Aber abgesehen davon, meldet sich mein Bauch jedes Mal mit einem vernehmlichen Grummeln und Unwohlsein, wenn wieder mal in Liedern, Gebeten und Predigten von dem in Christus Mensch gewordenen Gott gesprochen wird oder Jesus als dem Schöpfer gedankt wird, der gleichzeitig wahrer Mensch und wahrer Gott ist. Solche Aussagen kann ich dann doch nur schwer ertragen, was eine wirkliche Gemeinschaft sofort blockiert. Da stehe ich nun mit meinem Dreibein, das so gar nicht stabil stehen will. So soll aber dieser Blogpost nicht enden! Keine Sorge – ich habe mir schon mein Naturell bewahrt, das doch eher vom Machen lebt. Also werde ich wohl im Vertrauen auf die weitere Führung unseres himmlischen Vaters und vielleicht etwas mehr Geduld und weniger Kleingläubigkeit die nächsten Schritte wagen, … … denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen. (Philipper 2, 13) Wenn der Bauch nicht will, muss vielleicht doch der Kopf voran. Just DO it! Euer Peter Foto von Shubham Dhage auf unsplash
- Bedingungslos
Wie oft stehen wir vor allem im Alltag unter dem Druck, einfach funktionieren zu müssen? Ohne auf unsere Bedenken, Bedürfnisse oder uns selbst eingehen zu können? Wie oft sehnen wir uns nach einem Ort, an dem wir ganz wir selbst sein dürfen – ohne Aufgaben, ohne Fassade, ohne Maske. Ein Ort, an dem wir nichts tun, uns nicht verstellen müssen und ehrlich sein können: mit uns, mit unseren Gedanken, Fragen, Zweifeln, Ängsten und Sorgen. Das Lied „Ort der Wahrheit“ von „Johannes Hartl und Freunde“ ( https://open.spotify.com/intl-de/track/7FkmQ1OeNBLbgpa0rx1bGE?si=2995a9103b9c47e7 ) erinnert daran, dass Gott genau dieser Ort ist, den wir manchmal dringend brauchen. Kein physischer Raum, sondern eher eine Haltung: Die Gewissheit, dass wir bei Gott nichts schönreden müssen, nichts verbergen. Gott sieht uns und unsere Gedanken und Bedenken. Er lädt uns dazu ein, einfach zu ihm zu kommen. Wenn wir uns ihm öffnen, ist er immer für uns da und streckt die Arme nach uns aus. „Ich habe Pläne des Friedens und nicht des Unheils. Ich will euch Zukunft und Hoffnung schenken. Ihr werdet zu mir rufen. Ihr werdet kommen und zu mir beten, und ich werde euch erhören. Ihr werdet mich suchen, und ihr werdet mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, dann lasse ich mich von euch finden.“ (Jeremia 39,11-14; Basis Bibel) Außerdem kennt er uns besser als wir uns selbst vermutlich. Sehr schön wird das in einem doch recht bekannten Psalm wie folgt zusammengefasst (es ist ein etwas längerer Ausschnitt, aber ich finde, es lohnt sich 😊). „Herr, du hast mich erforscht und kennst mich genau. Ob ich sitze oder stehe: Du weißt es. Meine Absicht erkennst du von fern. Ob ich gehe oder ruhe: Du merkst es. Alle meine Wege sind dir bekannt. Noch liegt mir kein Wort auf der Zunge, schon weißt du, Herr, was ich sagen will. Von hinten und von vorn hast du mich umfasst und hast deine Hand auf mich gelegt. Zu wunderbar ist dieses Wissen für mich. Es ist mir zu hoch: Ich kann es nicht begreifen. Wohin könnte ich gehen vor deinem Geist, wohin fliehen vor deiner Gegenwart? Würde ich in den Himmel steigen: Du bist dort. Würde ich mich in der Unterwelt verstecken: Dort bist du auch. Würde ich hochfliegen, wo das Morgenrot leuchtet, mich niederlassen, wo die Sonne im Meer versinkt: Selbst dort nimmst du mich an die Hand und legst deinen starken Arm um mich. Da sagte ich: »Finsternis komme über mich! Nacht soll mich umhüllen wie sonst das Licht!« Doch für dich ist die Finsternis nicht finster, und die Nacht leuchtet so hell wie der Tag: Finsternis ist für dich wie das Licht.“ (Psalm 139,1-12; Basis Bibel) In Gottes Gegenwart dürfen wir alles ablegen: unsere Masken, unsere Ängste und Sorgen, ja sogar unsere Schuld. Er lädt uns ein, zu ihm zu kommen, so wie wir sind – müde, beladen, unvollkommen. Wir müssen nicht perfekt sein, nur ehrlich. Gott kennt uns eh besser, als wir uns selbst und er liebt uns trotzdem bedingungslos. Seht den Beitrag heute vielleicht als kleine Erinnerung, unseren Alltag etwas leichter werden zu lassen mit Gottes Hilfe. Wir könnten diese Woche zusammen versuchen, uns jeden Tag etwas Zeit zu nehmen, um den „Ort der Wahrheit“ aufzusuchen und Gott zu begegnen. Wir können ihn einladen, Teil unseres Alltags zu werden. Auch das muss kein perfektes Gebet sein. Es darf auch ein einziges Wort, ein Hilferuf, ein Seufzer, ein kurzes Innehalten oder ein Schweigen sein. Selbstverständlich auch ein Danke. Vielleicht auch nur das bewusste Hören eines Lobpreis-Liedes. Manchmal ist es wie bei einem Gespräch mit einem guten Freund oder einer guten Freundin: Es muss nicht jedes Wort sehr tiefgründig sein. Es reicht auch mal aus, einfach da zu sein und zu wissen, dass der/die andere da ist und man im übertragenen Sinne im selben Boot sitzt. Wenn euch danach ist, kann es natürlich auch tiefgehendes Bibelstudium sein. Wichtig ist, dass uns bewusst ist, dass wir bei Gott sein dürfen wie wir sind: Unperfekt, aber bedingungslos geliebt und willkommen. Eure Lisa ♥
- Eine Weihnachtsgeschichte
Viele von euch werfen wahrscheinlich beim Lesen des Titels einen Blick auf den Kalender und fragen sich: Weihnachten? Ist es denn schon wieder soweit? Aber allen von euch, denen Anfang November zu früh vorkommt, um in Weihnachtsstimmung zu kommen, kann ich dieses Jahr sagen: Das geht noch früher! Weihnachtsstimmung ist bei mir nämlich in diesem Jahr schon seit Juli fester Bestandteil meines Alltags. Das liegt daran, dass im Juli die Proben für eine Laien-Produktion des Musicals „A Christmas Carol“ begonnen haben, bei der ich mit auf der Bühne stehen werde. Nach etwas über vier Probenmonaten ist es nun in dieser Woche soweit und unsere Premiere steht an. Insgesamt bringen wir das Stück während der Vorweihnachtszeit dann zehn Mal auf die Bühne. Ich glaube, den Menschen in meinem Umfeld hängt das Thema mittlerweile schon aus den Ohren heraus, aber für mich hat dieses Musical die letzten Monate sehr stark geprägt. An vielen Tagen bestand mein Tagesablauf aus Arbeiten, Probe, Schlafen gehen und fast jedes Wochenende habe ich seit dem Sommer ebenfalls mit Proben verbracht. So gibt es natürlich wenig Spannendes zu erzählen, was nichts mit meinem Berufsalltag oder unserer Probenphase zu tun hat. Daher macht es für mich nur Sinn, in unserer Premierenwoche auch zu versuchen, für meinen Beitrag die nötige Inspiration im Kontext unseres Musicals zu finden. A Christmas Carol Zunächst eine Erklärung, worum es in dem Stück eigentlich geht: „A Christmas Carol“ ist eine Musicalfassung von „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens. Ich glaube, es gibt fast niemanden, der die Geschichte um den Geizhals Ebenezer Scrooge und die drei Geister, die ihn besuchen, um ihn auf den richtigen Weg zu führen, nicht kennt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Verfilmungen (u.a. auch eine Muppets- und eine Barbie-Variante) der Geschichte und eben auch eine Musical-Variante mit Musik von Alan Menken, den viele durch seine Disney-Songs kennen. Die Geschichte um Ebenezer Scrooge trifft für viele genau den Kern von Weihnachten: Es geht um Liebe. Ebenezer Scrooge wird mit seinen eigenen Fehlern konfrontiert und wird über Nacht ein besserer Mensch. Er lernt Mitgefühl, erkennt den Wert zwischenmenschlicher Beziehungen und lässt sein Dasein als grummelnder Geizkragen hinter sich. Das Fest der Liebe Zugegebenermaßen weiß ich nicht, wo die Idee von Weihnachten als „Fest der Liebe“ herkommt und doch verbinden viele die Weihnachtszeit mit einem liebevollen Umgang untereinander, Wohltätigkeit und Verbundenheit. Interessanterweise betrifft das auch viele Menschen, denen der eigentliche Anlass des Weihnachtsfestes – die Erinnerung an die Geburt Jesu – ziemlich egal ist. Auch ich habe in meinem Umkreis einige Weihnachtsfans, die mit dem christlichen Glauben nichts anfangen können, aber die Atmosphäre rund um Weihnachten sehr schätzen. Dabei liegt die Verbindung von Christentum und Liebe eigentlich so nah. Nächstenliebe sollte eigentlich das Erkennungszeichen von uns Christen sein. Doch stelle ich mir die Frage, ob das wirklich der Fall ist. Sind wir als Christen tatsächlich als Menschen bekannt, die Gottes Liebe mit der Welt teilen oder sind wir in vielen Köpfen nicht eher abgespeichert als „die mit den vielen Regeln“, „die mit den komischen Traditionen“, „die, die Menschen ausgrenzen“? Genauso wie die meisten Weihnachten mit Liebe in Verbindung bringen, sollte die gleiche Verbindung eigentlich auch zwischen Christen und Liebe bestehen. Hierzu hat uns Jesus persönlich aufgerufen: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Johannes 13,35) Berufen zur Liebe Werden wir dem gerecht? Sind wir tatsächlich bekannt dafür, Liebe zu haben? Ich denke, das ist eine Frage, die wir uns alle sinnvollerweise stellen können – sowohl bezogen auf uns selbst als auch auf unsere Gemeinden. Liebe zu verbreiten ist schließlich wesentlicher Teil unserer „Job-Beschreibung“. Wie schon Ingo in seinem Blogbeitrag aus der letzten Woche berichtet hat, hatten wir vor Kurzem ein Gemeindewochenende zum Thema Berufung. Wer hierzu etwas mehr wissen will, kann gerne noch einmal einen Blick in Ingos Beitrag werfen. Wir haben das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet und uns rege dazu ausgetauscht. Ich persönlich habe am Ende vor allem zwei Gedanken mitgenommen: Zum Einen, dass wir im Grunde alle dieselbe Berufung teilen: Wir sind dazu berufen, Kinder Gottes zu sein und die Liebe, die er uns entgegenbringt in die Welt weiterzutragen. Zum anderen, dass unsere Gaben unsere Werkzeuge dafür sind, dieser Berufung nachzukommen. Wir haben alle unsere individuellen Talente, die wir für andere einsetzen können. Somit ist gewissermaßen das „Wie“ unterschiedlich, aber das „Was“ – unsere Aufgabenstellung – ist die gleiche. Während ich also schon zu Anfang November regelmäßig Weihnachtslieder singe, komme ich nicht drumherum, darüber nachzudenken, dass die Nächstenliebe nicht nur Erkennungsmerkmal für die Weihnachtszeit sein sollte, sondern auch für mich persönlich – ganz unabhängig von der Jahreszeit. Das ist in dieser Woche auch mein Appell an euch: Lasst uns versuchen, den Blick unserer Mitmenschen auf das Christ-Sein mit unserem Handeln positiv zu beeinflussen. Damit in Verbindung mit Liebe nicht nur Weihnachten genannt wird, sondern auch euer Name fällt. Damit die Menschen an unserer Liebe erkennen, dass wir zu Christus gehören... und im besten Fall auch zu ihm gehören möchten. Bis zum nächsten Mal! Eure Lea
- Flaschenpost 2.0
Moin Erinnerst du dich noch an meine Flaschenpost-Geschichte vom letzten Mal? Wie dort beschrieben, hatten wir, meine Fau und ich, die zusätzliche Botschaft geschrieben und in die Flasche gesteckt. Seitdem wartete sie darauf, wieder ins Gewässer geworfen zu werden. Ehrlich gesagt hatte wir sie aus den Augen verloren und wirklich vergessen. Vorgestern bei der Vorbereitung zu meinem neuen Blog stieß ich auf meine „Flaschenpostgeschichte“. Beeindruckt und erfüllt von meinen Erlebnissen vom vorletzten Wochenende war mir sofort klar, die Sache muss erledigt werden. Es duldet keinen Aufschub. Die Flaschenpost muss in die Weser. Das Wochenende Wir, einige Geschwister in Christus, trafen uns, wie in jedem Jahr, in einer Herberge in Mönchengladbach um dort Gemeinschaft zu erleben. In fünf Workshopgruppen sprachen wir über „Berufung“. Wir beleuchteten das Thema von verschiedenen Seiten. Die Ergebnisse hielten wir auf vier Plakaten fest. Hier eine kleine Auswahl von Aussagen: „Ruf geht vor Berufen!“ „Liebe in die Welt bringen.“ „Gaben/Talente als Werkzeuge zum Ausüben der Berufung.“ „Teilhabe an Gottes Gnade und Herrlichkeit. (1. Petrus 5,10)“ Gott aber, von dem ihr so viel unverdiente Güte erfahrt, hat euch durch Christus dazu berufen, nach dieser kurzen Leidenszeit in seine ewige Herrlichkeit aufgenommen zu werden. Er wird euch ans Ziel bringen, euch Kraft und Stärke geben und dafür sorgen, dass ihr fest und sicher steht. (1.Petrus 5,10) „Einfach machen (Micha 6,8)“ Nein! Der HERR hat euch doch längst gesagt, was gut ist! Er fordert von euch Menschen nur eines: Haltet euch an das Recht, begegnet anderen mit Güte, und lebt in Ehrfurcht vor eurem Gott! (Micha 6,8)“ „Neues ausprobieren“ „Dinge nicht aufschieben“ Eine weitere Aufgabe des Tages war, auf ein Kärtchen zu notieren, wie wir die darauf notierte Person sehen. An Ende erhielt jeder eine positive Eigenschaften-Sammlung die ihn ausmacht. Das Zeugnis über mich liegt nun auf meinem Schreibtisch. Vielen Dank für diese wunderbare und treffende Einschätzung. Besonders beeindruckte mich das gemeinsame Malen und Gestalten an einem Bild. Jede Gruppe sollte einmal an diesem Tag an der Malstation ihren Beitrag leisten. Ich war in der Gruppe, die die weiße Leinwand vor sich hatte. Wir saßen lange davor und wussten nicht so recht, wie wir anfangen sollten. Etwas brachten wir schließlich doch zu Papier, hatten dabei aber so gar keine Idee für das Ergebnis. Am Ende des Tages war ein so ausdruckstarkes Bild entstanden, an dem jeder einzelne beigetragen hatte. Ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Am Sonntag setzte sich der Schlussgedanke in uns fest. „Wir gehen raus und verbreiten Liebe.“ Was für ein schönes Vorhaben und was für eine Berufung. Umsetzung An diesem Wochenende könnte ich meinem Nachbarn einen Wunsch erfüllen. Ich konnte für ihn eine Aufgabe erledigen, die ihm schwer fällt und mir relativ leicht von der Hand geht. So konnte ich ein kleines Talent verbunden mit etwas Zeit einsetzen. Auch das ist „Liebe“. Außerdem hatte ich viel Freude daran, an Halloween kleine süße Geschenke zu verteilen. Die vor meiner Tür bittenden Kinder waren glücklich. Irgendwie auch ein Ausdruck von Liebe, fremden Menschen ein Geschenk zu machen. So vorbereitet könnt ihr vielleicht jetzt verstehen, warum die Flaschenpost endlich auf den Weg gebracht werden musste. Ich erinnerte mich an den Aufruf „einfach machen“, „nicht aufschieben.“ Vielleicht sollte es ja sogar so sein. Motiviert fuhren wir mit unserem Enkel und unserer Tochter an die Weser. Sie hatten hautnah den Fund der Flaschenpost miterlebt und sollte nun auch beim Beginn der erneuten Reise dabei sein. An einem Wehr konnten wir die Flasche mitten in den Fluss werfen. Sie machte sich in der Strömung sofort auf den Weg in Richtung Nordsee. Gefüllt mit einem geistigen Schatz. Die „Liebe Gottes“. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass die Flaschenpost erneut gefunden wird. Aber warum nicht? So Gott will, Fortsetzung folgt. … In diesem Sinne verbreite Liebe. Ingo Anmerkungen und Fragen könnt ihr als Kommentar eintragen. Oder gern auch direkt an mich: ingo@einfach-biblisch.de Die Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für alle ® entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica. Inc.® Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis-Verlag Basel.
- Verkühlt
Ich gehe durch die Tür. Obwohl es innen sehr hell ist, fühlt sich die Atmosphäre dunkel an. Es ist kalt. Kühler als draußen. Ich friere trotz meiner Jacke, die ich mir erst im Gebäude anziehe. Die Wände sind hoch und werden immer höher. Ich gehe durch die Mitte. Der Boden ist gefliest. Es ist so leise, dass jeder Schritt durch den Raum hallt. Ich fühle mich klein. Noch kleiner als sonst. Alles wirkt auf den ersten Blick sehr steril und vergoldet. Die Holzbänke sind braun und hart. Ich setze mich und fühle mich direkt unwohl, wie auf dem Präsentierteller. Wenn ich jetzt sprechen würde, könnte man mich durch das ganze Gebäude hören. Hier würde man sogar einen leisen Pups hören. Unangenehm. Ich lasse den Raum weiter auf mich wirken. Architektonisch etwas besonderes, anders als andere "Gotteshäuser". Die Seitenwände sind wie Mauern, die nach vorne hin immer höher werden. Es gibt keine klassischen, bunten Kirchfenster oder Säulen, sondern nur eine Reihe kleiner Fenster am oberen Rand. Insgesamt ein sehr reizarmer Raum. Das Licht kommt von oben. Vorne Rechts sehe ich einen Ort um Kerzen anzuzünden. Ein paar brennen auch. Ich denke mal um an Verstorbene zu erinnern. Vorne über mir hängt ein riesiges Steinkreuz von der Decke und das wirkt ziemlich einschüchternd auf mich. Ich fühle mich irgendwie unwohl, fehl am Platz. Dieser Ort soll wahrscheinlich Gottes Heiligkeit und Macht demonstrieren. Gleichzeitig verstärkt sich aber mein Wunsch direkt wieder zu gehen, denn für mich wirkt Gott hier unnahbar. Ich habe mich selten an einem Ort so entfernt von ihm gefühlt. Als ob die Mauern alles abschirmen. Natürlich kann es für den einen oder anderen auch ein sicheren Ort bedeuten, aber ich fühle mich eingesperrt. Und ich denke nicht, dass es Gottes Wille ist, dass ich so empfinde. So möchte er ganz sicher nicht wirken, denn sonst hätte er uns nicht seinen Sohn Jesus als unseren Bruder und Freund zur Seite gestellt. Gerade nachdem ich mich frage, was Jesus wohl zu diesem Raum hier sagen würde, fängt der Chor an zu singen und ich bin erleichtert. Die Stimmen erklingen wundervoll. Eine tolle Akustik. Endlich kommt Leben in die "Bude". Die einzelnen Stimmfarben und die Klavierbegleitung harmonieren nahezu perfekt in dieser Kirche. Die Lieder berühren mich und mir wird endlich etwas warm ums Herz. In der Konzertpause gehe kurz nach draußen um mich wieder aufzuwärmen und komme an den Beichtkammern vorbei. Damit kann ich wirklich gar nichts anfangen. Ich denke auch nicht, dass Gott einen Mittler in Form von einem Pfarrer, Pastor oder Gemeindevorsteher braucht, denn wir haben Jesus als Fürsprecher und Erlöser. Ich allein bin die Tür. Wer durch mich zu meiner Herde kommt, der wird gerettet werden. Er kann durch diese Tür ein- und ausgehen, und er wird saftig grüne Weiden finden. (Johannes 10,9) Und als ich im Johanneskapitel 10 weiterlese bleibt bei mir ein weiterer Vers hängen: Niemand nimmt mir mein Leben, ich gebe es freiwillig. Ich habe die Macht und die Freiheit, es zu geben und zu nehmen. Das ist der Auftrag, den ich von meinem Vater bekommen habe. (Johannes 10,18) Jesus hat sich entschieden für uns zu sterben und wieder aufzuerstehen. Das zu lesen macht mich so demütig und überaus glücklich. Das ist unsere Erlösung. In der zweiten Hälfte des Konzerts überkommen mich teilweise negative Gedanken wie zum Beispiel, dass dieses riesengroße Steinkreuz auf den Chor fällt. Ich merke wie ich total demütig und vorsichtig werde und noch eine Angst überkommt mich: Hier etwas falsch zu machen. Irgendwie kommt mir hier jedes Verhalten fehl am Platz vor, außer das Stillsitzen, Zuhören und mich möglichst anzupassen oder gehorsam zu sein. Ich bemerke, dass ich versuche mich frei zu machen von diesen Gedanken und frage mich wieder ob Gott so ein Verhalten verlangt oder die Institution "Kirche"? Möchte Gott wirklich so eine Beziehung zu mir? Kalt, heilig, mächtig, von oben herab, unnahbar? Mit heilig und mächtig komme ich noch zurecht. Aber kann das nicht auch anders gehen? Jesus antwortete: »Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen. (Johannes 14,6) Ich würde sagen: Ja! Das Konzert endet und wieder einmal stelle ich für mich fest, dass eine Kirche für mich nur ein Gebäude ist. Und mir wird bewusst: Mein Glaube braucht kein hohes, steriles Gebäude, sondern andere Menschen und die Gemeinschaft, Verbundenheit und Liebe zu unserem Vater Gott und Jesus, seinem Sohn. Liebe Grüße, Freya Rise up and shine! Wer sich für die Kirche interessiert, kann sie sich hier anschauen. https://www.raphael-bremen.de/kirchen-und-einrichtungen/ein-gang-durch-die-kirche-st-hedwig/
- Spielt Gott eigentlich Schach?
Vielleicht fragt ihr euch, wie denn diese Frage wohl zustande gekommen ist ;) Alles hat damit angefangen, dass mein Mann über einen neuen Bekannten (und jetzt Freund) eine Gruppe kennengelernt hat, die sich jeden Donnerstagabend zum Schachspielen in einem kleinen Café trifft. Ein Café, das am Abend geöffnet hat? Ja, dieses Café ist kein gewöhnliches Café. Es wirbt damit, dass man dort nicht nur Kaffee, Kuchen und herzhafte Snacks erwerben, sondern auch Brettspiele aller Art ausleihen und vor Ort spielen kann. Das Café wird von Freiwilligen geführt und bietet neben zusammengewürfelten Möbeln, dezenter Beleuchtung und ruhiger Hintergrundmusik einen friedlichen Ort des Zusammenkommens. Im Café und auf ihrer Webseite heißt es, dass sie folgendes sein wollen: "a safe, welcoming and joyful space where everyone belongs." Also ein sicherer, einladender und fröhlicher Ort, an dem jeder dazugehört. Man bemerke: Nicht, wo sich jeder zugehörig fühlt, sondern wo jeder tatsächlich dazugehört! Dass ein solcher Ort gewollt ist, sieht man an der Anzahl von Menschen, die sich regelmäßig dort treffen. Viele haben ihren ganz eigenen, auffälligen Stil, viele gehören der LGBTQ+ Gemeinschaft an. Es ist wortwörtlich ein kunterbunter Haufen, zu dem ich, die ich meistens lieber gar nicht auffallen möchte, mich eigentlich so gar nicht dazu zählen würde. Und doch haben es der Ort und vor allem die Menschen, die ich jede Woche immer besser kennen lerne, geschafft, dass ich mich in dem Café sehr wohl und tatsächlich zugehörig fühle. Man muss es nur wollen, dann gehört man automatisch dazu. Ein weiterer Punkt, von dem ich gerne erzählen wollte, ist das Schachspiel selbst. Wenn man sich nicht viel damit beschäftigt, könnte man meinen, dass es ein sehr unsoziales Spiel ist, da jeder (manchmal für eine seeehr lange Zeit…) auf seine Figuren starrt, sich den nächsten Zug überlegt und ihn dann schließlich ausführt. Meistens wird dabei nicht gesprochen. Wie einsam und langweilig. Dachte ich. Denn tatsächlich folgt nach einem beendeten Spiel oft nicht nur eine tiefgehende Analyse außergewöhnlicher oder spannender Spielzüge. Was mich besonders beeindruckt hat, ist das Hervorheben und Anerkennen des Gegenübers und seines Könnens. Es ist ein überaus aufbauendes Gefühl, von Menschen, die man nicht besonders gut kennt, gelobt zu werden, in einer Welt, in der es eigentlich immer nur um das eigene Schneller, Höher und Weiter, und vor allem um das Gewinnen geht - so wie beim Schachspielen ja eigentlich auch. Ich denke, diese Positivität liegt auch gar nicht am Spiel selbst, sondern vielmehr an den Menschen, die wiederum alle unterschiedliche Interessen und Hintergründe haben, aber trotzdem eine Einheit bilden. Die Begeisterung für das Spiel ist das, was vereint. Dann kommen wir jetzt zu dem Punkt, an dem ich mich gefragt habe, ob Gott wohl möglicherweise auch Schach spielt. Der Gedanke fiel nicht einfach aus heiterem Himmel, sondern als wir vor ein paar Wochen eine besondere Variante des Schach gespielt haben. Denn tatsächlich gibt es ganz unterschiedliche Spielweisen: Es gibt das ganz normale Schachspiel, das endet, sobald einer der Könige schachmatt gesetzt wird, oder man an der Reihe ist, aber keinen legalen Zug durchführen kann, weil man sich sonst ins Schachmatt begeben würde. Dieses Spiel kann sehr lange dauern, da man unendlich viel Zeit hat, sich seinen nächsten Zug zu überlegen. Dann gibt es die Variante, auf Zeit zu spielen. Man braucht dazu eine Schachuhr, die gewöhnlich zwei Zeitanzeigen hat, für jeden Spieler eine. Diese sind so verbunden, dass nur jeweils eine der beiden Uhren die vorher ausgemachte Zeit (z.B. 10 Minuten) herunter zählt. Sobald ein Spieler seinen Zug beendet hat, stoppt er schnell seine Uhr und startet damit automatisch die seines Gegners. Derjenige, dessen Zeit zuerst abgelaufen ist, verliert das Spiel - unabhängig davon, ob er tatsächlich schlechter gespielt hat oder nicht. Eine weitere Spielvariante lautet “Hirn und Hand”. Dabei spielen zwei Personen gemeinsam als Team gegen ein anderes Team, ebenfalls bestehend aus zwei Personen. Jeweils einer aus dem Team übernimmt zunächst die Rolle des “Hirns”, das während des Spielverlaufes die Art der Spielfigur verkündet, die von der “Hand” des eigenen Teams als nächstes gezogen werden soll. Allerdings wird nicht gesagt, welche individuelle Figur ausgewählt werden soll. Denn abgesehen vom König und der Dame gibt es zumindest am Spielbeginn von jeder Figurenart mindestens zwei! Die Hand muss sich daraufhin überlegen, welche der möglichen Figuren sie tatsächlich bewegt, und wie. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es als Anfänger wesentlich angenehmer ist, die Hand zu sein, da man vom Hirn bereits eine kleine Eingrenzung bekommt, welcher Zug sinnvoll wäre. Allerdings kann auch diese Aufgabe ganz schön tricky sein, denn während das (in meinem Fall erfahrenere) Hirn höchstwahrscheinlich schon drei Schritte weiter denkt und einen Plan entwickelt hat, wie es am besten vorgeht, kann ich ja nicht in dessen Kopf schauen, und weiß nicht, welchen Zug es jetzt von mir haben möchte, um nach drei weiteren Zügen das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Wie oft saß ich, wie der Ochs vorm Berg, kopfschüttelnd vor dem Schachbrett und habe mich gefragt, was ich mit der Angabe “Bauer” jetzt genau machen soll. In meiner Verwirrung kann es sein, dass ich dann mal abgeschweift bin - und dabei ist mir der Gedanke vom Anfang dieses Beitrages gekommen: Spielt Gott eigentlich auch Schach? Denn so kann es sich anfühlen, wenn man ihn um Hilfe bei einer Lebensentscheidung bittet, aber man keine erhält, sondern nur da sitzt und sich fragt: Was will er denn jetzt genau von mir? Nachdem ich mich dann endlich für einen Spielzug entschieden habe, drehte ich mich oft nach meinem Hirn um, das hinter mir stand, um zu sehen, ob ich den gewünschten Zug gewählt habe - wenn ich dann ein verschmitztes Lächeln erhalten habe, wusste ich, dass ich ins Schwarze getroffen hatte - auch wenn es oft eher Zufall als Können war. Als ich dann etwas später an der Reihe war, die Rolle des Hirns zu spielen, spürte ich, wie groß die Verantwortung ist, die man in dieser Situation trägt (natürlich relativ gesehen, da es sich immer noch um ein Spiel handelt ;)), da man ganz alleine für das Team entscheidet. Doch auf der anderen Seite spürte ich auch eine Sicherheit: Selbst wenn ich ein nicht so schlaues Kommando gegeben haben sollte, besteht ja immer noch die Chance, dass mein Teamkollege die Situation doch noch rettet und eine Figur wählt, an die ich gar nicht gedacht habe, sodass unser Spiel doch noch ein gutes Ende finden kann. Ich bin mir sicher, dass Gott nicht darauf hoffen muss, dass wir das Richtige machen, da er im Gegensatz zu uns allwissend ist. Doch ich stelle mir trotzdem vor, dass er sich für uns freut, wenn wir die richtigen Entscheidungen treffen. Wie ihr seht, haben dieses Spiel und die daraus resultierenden Erkenntnisse etwas in mir bewegt. Und erst als ich angefangen habe, euch das Café und die Gruppe näher zu beschreiben, die aus so vielen unterschiedlichen Menschen besteht, die sich gegenseitig respektieren, umeinander sorgen und gegenseitig aufbauen, ist mir aufgefallen, dass genau so doch eine Glaubensgemeinde sein sollte, und jeder, der möchte, kann dazu gehören. Der Grund des gemeinsamen Treffens ist das Spiel, das aus bestimmten Regeln besteht. Genau so, wie Gott von uns möchte, dass wir einander in Liebe begegnen (Matthäus 22,37–40). Aber wie genau man die Figuren (oder sein Leben) vor diesem Hintergrund bewegt, ist jedem selbst überlassen. Manchmal scheint es eindeutig, da es nur eine Möglichkeit gibt. Aber in anderen Situationen stehen wir vor dem Spielbrett des Lebens und finden einfach keinerlei Hinweise, welchen Weg wir gehen sollen. Es ist ja schön, zu merken, dass Gott als unser “Hirn” uns einen freien Willen lässt. Aber manchmal, wenn das Leben einfach ein wirres Durcheinander von vielen unterschiedlichen Spielfiguren ist, die entweder im Weg stehen oder eine Gefahr darstellen, wünsche ich mir doch, dass jemand bitte einfach mal “Hirn” und “Hand” übernimmt, weil es einfach alles zu viel wird, und ich nicht weiß, was ich tun soll. Auch wenn die Bibel davon berichtet, dass wir uns Gott nur anvertrauen müssen, und er wird es schon fügen (Psalm 37,5), so ist es im Leben leider nicht immer so, dass man direkt eine Antwort auf seine Frage erhält. Manchmal erkennt man erst im Rückblick, dass da ja doch eine Antwort war. Doch zunächst ist man vielleicht erst einmal enttäuscht, weil man auch nach vielem Beten und Bibellesen noch immer keine Antwort gefunden hat. Bis man schließlich in die Welt hinausgeht, und durch eine völlig unerwartete Begegnung doch die ersehnte Hilfe für sein Problem bekommt. So wie ich, als ich mich dazu entschieden habe, während eines Schachspiels einfach laut zu überlegen, welche Optionen ich habe, und was wohl das beste in meiner Situation wäre. Meinem Gegner machte es nichts aus, es mit mir durchzusprechen, selbst wenn es bedeutet hat, dass ich dadurch einen Vorteil erhalten habe. Und so hatten wir am Ende beide Freude an einem spannenden Spiel (was sonst relativ schnell beendet worden wäre) und konnten so noch voneinander lernen. Mit diesem Bild auf eine Gemeinde, in der man so angenommen und respektiert werden sollte, wie man ist - mit jeder Besonderheit oder Ausgefallenheit - und in der man einander aufbaut und unterstützt, wünsche ich euch allen eine gesegnete Woche. Vielleicht hat ja der ein oder andere jetzt auch wieder Lust bekommen, das verstaubte Schachbrett vom Schrank zu holen und in die Welt der Könige, Damen, Springer, Türme, Läufer und Bauern einzutauchen :) Falls dem so ist, viel Spaß dabei! Eure Hannah-Mi Gelegentliche Gastbeitrag-Schreiberin, hat grundsätzlich eine positive Einstellung, mag tiefsinnige Gespräche, liebt es, zu lachen, fühlt sich Gott in der Natur am nächsten, teilt die Ansicht 'Gemeinschaft ist trotz Unterschiede möglich' und lebt mit Mann und 2 Katzen in Schottland.
- Mein, dein, unser Vater
An einem Donnerstag vor ein paar Wochen, als wir noch sommerliche Temperaturen hatten, war ich abends spazieren. Seit unserem Umzug ist das besonders schön, denn wir wohnen jetzt am Rand eines sehr dörflichen Stadtteils. In nur 2 Minuten ist man am Feld, hinter dem Feld ist direkt der Fluss, und drum herum ab und zu ein Radfahrer aber meist nur Blätterrauschen und Vogelgezwitscher. Ich kannte noch nicht viel von der Umgebung, also beschloss ich, eine größere Runde zu drehen. Ich ging am Fluss entlang bis zu einem kleinen Wehr, überquerte dort das Wasser und schlenderte wiederum zwischen Wasser, Feldern, Schaf- und Kuhweiden vorbei. Mein Weg führte mich durch wunderschöne Natur. Auf der anderen Seite der Weide konnte ich schon den benachbarten Stadtteil sehen, aber da ich die Stille genoss, folgte ich weiter dem erdigen Weg am Fluss und versuchte möglichst vom Ortsrand fernzubleiben. Als ich gerade ein paar heu-mampfende Pferde passierte, hörte ich auf einmal in der abendlichen Stille ein unerwartetes Geräusch – jemand sang. Ich ging ein paar Meter weiter, entlang einiger Grundstücke, die nur durch meinen kleinen Weg vom Fluss getrennt waren, als hinter einem Busch plötzlich eine kleine Kirche auftauchte. Das Singen war zwar noch dumpf, aber es wurde lauter. Und ich hörte, dass es nicht eine einzelne Person war, die dort sang – es war ein ganzer Chor. Ich blieb stehen und lauschte. Leider schien ich gerade das Ende eines Stückes erwischt zu haben, denn plötzlich wurde es wieder still und für die nächsten paar Minuten sang niemand mehr. Was ich gehört hatte, gefiel mir jedoch sehr gut und erinnerte mich an meine Zeit im Schulchor zurück – eine sehr schöne Erinnerung. Ich beschloss zu Hause mal zu schauen, was das für eine Gruppe gewesen sein mochte. Long story short – seit ca. 2 Monaten singe ich nun wieder in einem Chor! Immer donnerstags treffen wir uns zwischen 19:30 und 21:30 im Gemeindehaus der kleinen, idyllischen Kirche im Nachbarstadtteil, die ich durch Zufall gefunden hatte. Der Chor hat zwar keinen direkten Bezug zur Kirche, darf aber die hübschen Örtlichkeiten nutzen. Außerdem gibt es gewisse Schnittmenge zwischen den Mitgliedern meines Chors und des offiziellen Kirchenchors. 😉 Ich vermute Chor-Singen ist eine sehr spezielle Sache … entweder, man hat einen Bezug dazu oder aber man hat ihn so absolut gar nicht. Für mich ist es eine wunderbare Sache, begleitet von vielen schönen Erinnerungen: Ich lerne neue Menschen kennen, komme regelmäßig aus dem Haus und kann für 2 Stunden komplett vom Alltag abschalten – das Niveau dort ist ziemlich hoch und auch als erfahrener Chorsänger muss ich mich voll und ganz fokussieren, um mitzukommen! Ich kann (und muss) also alles, was sonst so in meinem Kopf schwirrt, komplett ausblenden und einfach nur im Moment und in der Musik sein – das ist einfach toll und gibt mir ein wohlig-warmes Gefühl in der Brust, das ich so schon lange nicht mehr gefühlt habe. Der Chor, die herzliche Aufnahme, die hübsche kleine Kirche nebenan, der Kirchgarten, der Fluss hinterm Kirchgarten … alles wirkt auf mich fast wie im Film. Und das scheint auch für die evangelische Gemeinde zu gelten, in deren Räumlichkeiten wird Proben. Eine Chor-Kollegin (und Mitwirkende im Kirchenvorstand) meinte schon am ersten Abend zu mir: „Wir sind hier die Insel der Glückseligen. Hier ist die Welt noch in Ordnung.“ Vermutlich war es das Zusammenspiel aus dieser Aussage und der herzlichen Atmosphäre, das mich neulich nach der Chorprobe zum schwarzen Brett im Gemeindehaus gezogen hat. Ich wollte schauen, ob ich irgendwie noch mehr Einblicke in diese „Insel der Glückseligen“ bekommen konnte, und so kam es, dass ich mich mit Lisa und den Kindern vor zwei Wochen sonntagmorgens aufs Rad geschwungen habe und wir zum Erntedank-Familien-Gottesdienst in der idyllischen evangelischen Kirche gefahren sind. Ich glaube ich war schon genau so lange nicht mehr in einem landeskirchlichen Gottesdienst, wie ich nicht mehr im Chor gesungen habe – nämlich seit dem Abitur. Daher war ich etwas aufgeregt, was uns erwarten würde. Ich erkannte aber schon bei unserer Ankunft mehrere Chor-Kolleginnen wieder, die offenbar auch in der Kirchengemeinde aktiv sind. Sie waren noch mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt und so setzten wir uns auf eine Bank in der Mitte der Kirche (nicht ganz hinten, aber vor allem auch nicht ganz vorne!) und warteten gespannt, was gleich passieren würde. Ich kürze an dieser Stelle ab: Es gab einige Lieder (mal mit der Orgel, überwiegend aber mit der Gitarre begleitet), einen kurzen Gedanken der Pastorin zum Thema Dankbarkeit, ein kleines Theaterstück darüber, wie unser Essen auf den Tisch kommt und wie Gott die Rahmenbedingungen für das Säen und Ernten ganz wunderbar geschaffen hat (vorgetragen von einigen Frauen aus der Gemeinde), und es wurden kleine selbstgemachte Snacks durch die Reihen gegeben, die das Thema Erntedank unterstreichen sollten. Mit vielem davon hatte ich nicht gerechnet und war positiv überrascht, wie viel Engagement der Gemeinde in diesen Gottesdienst gesteckt wurde. Die Pastorin war nur am Rand beteiligt. Einige Elemente der klassischen Liturgie gab es dann aber doch noch. Eins davon war das gemeinsam gesprochene (oder sollte ich sagen „gebrummte“?) „Vater unser“. Ich musste innerlich schmunzeln: Dass das immer noch (im wahrsten Sinne des Wortes) so runtergebetet wird … Ich fühlte mich direkt zurückversetzt in meine Schulzeit, in die Schulgottesdienste, und erinnerte mich an eine lebhafte Diskussion mit meiner damaligen Religionslehrerin über das „Für“ und „Wider“ dieser alten Tradition (immer friedlich und freundlich, wir mochten uns!). Ich hatte selbst schon einige Zeit nicht mehr über das Vater Unser, das vermutlich bekannteste Gebet der Welt, nachgedacht – dachte ich zumindest! Denn als ich es so mitsprach (was spricht generell dagegen? Es kommt ja direkt von Jesus) erinnerte ich mich an eine Podcast-Folge (Hossa Talk), die ich kürzlich gehört hatte. Dort ging es zufällig (?) um genau dasselbe Gebet und es wurden einige Interessante Gedanken dazu diskutiert. Da es mich noch eine Weile beschäftigt hat, möchte ich heute ein paar Gedanken zum Vater Unser mit euch teilen – genauer gesagt eigentlich nur zur ersten Zeile, die heute zum „Titel“ des Gebets geworden ist. Ich habe das Vater Unser schon oft gelesen oder gehört und nie ist mir dabei in den Sinn gekommen, dass bereits die ersten zwei Wörter sehr besonders sind: „Betet ihr nun so: Unser Vater, der ⟨du bist⟩ in den Himmeln, geheiligt werde dein Name;“ (Matthäus 6,9; Hervorhebung von mir) War euch bewusst, dass Jesus nur an dieser einen Stelle von „unserem“ Vater spricht? Mir nicht. Es gibt laut Aussage im Hossa Talk Podcast (Folge 265) und auch nach meinen eigenen Recherchen keine weitere Stelle, an der Jesus das Possessivpronomen „unser“ für seinen und unseren Vater (JAHWE) benutzt. Es gibt viele Stellen, in denen er von „mein Vater“ oder „euer Vater“ spricht, aber nur an dieser Stelle von „unser Vater“. Warum ist das so? Zugegeben, ich bin kein Freund von Überinterpretation. Vielleicht hat es einfach nichts zu sagen. Aber vielleicht ja auch doch. Und in diesem Fall habe ich zwei interessante mögliche Antworten gefunden, die ich gerne mit euch teilen möchte, weil sie beide auf ihre Art sehr schön sind. Die erste Antwort auf die Frage „Warum sagt Jesus nur an dieser einen Stelle ‚unser Vater‘?“ ist: Als Denkanstoß für die Nicht-Gläubigen. Je nachdem, ob man das Vater Unser in Matthäus oder Lukas liest, unterscheidet sich der Kontext, in dem Jesus es gesprochen hat. Laut Matthäus war es im Rahmen der Bergpredigt, laut Lukas haben die Jünger ihn eher privat gebeten, ihnen eine Vorlage für ein gutes Gebet zu nennen. Egal, in welchem Kontext es nun wirklich gesprochen wurde: Heute kennt es so gut wie jeder. Zumindest grob. Zumindest den „Titel“. Und in diesem „Titel“ steckt bereits eine kleine Provokation, denn wie grenzt sich „unser“ ab? Wer ist mit „unser“ gemeint? Wenn ich bete, dann spreche ich meist zu Gott als „meinem Vater“. Das wäre also auch eine Option für Jesu „Gebets-Template“ gewesen, denn es hätte für jeden einzelnen gut funktioniert. Jesus wählt aber ein anderes Wort, das viel weitreichender ist. „Unser“ kann in jeder Konstellation von Menschen andere Individuen einschließen – und damit hat es irgendwie auch gar keine Grenze. Wenn ich das Gebet mit Lisa sprechen würde, dann bedeutet „unser“ Vater mein und ihr Vater. Wenn ich laut in der Fußgängerzone sprechen würde, dann wäre „unser“ schon deutlich weniger klar. Und genau hier liegt der Punkt der ersten Antwort: Dadurch, dass Jesus vermeintlich bewusst „unser Vater“ gesagt hat, könnte man argumentieren, dass er auf etwas provokante Art hier einfach jeden Menschen einschließt – den Gläubigen genauso wie den Ungläubigen, der eventuell gerade vorbeigelaufen ist. Natürlich würde der Ungläubige selbst Gott nicht als seinen Vater bezeichnen, aber man könnte Jesus unterstellen, dass er mit dieser Wortwahl sagen möchte: Egal, ob du es glaubst oder nicht – Gott ist auch dein Vater. Gott ist der Vater allen Lebens. Denk mal drüber nach. Irgendwie finde ich, dieser Gedanke passt zu meinem Bild von Jesus – es ist eine direkte, leicht herausfordernde, aber trotzdem liebevolle Art, Menschen von Gott zu erzählen. Der Gedanke gefällt mir! Die zweite Antwort auf die Frage „Warum sagt Jesus nur an dieser einen Stelle ‚unser Vater‘?“ ist: Als Denkanstoß für die Gläubigen. Wie schon erwähnt: Wenn ich still für mich bete, dann würde ich normalerweise zu Gott als meinem Vater sprechen (auch wenn ich vermutlich nicht wörtlich die Worte „mein Vater“ benutzen würde). Jesus fordert mich hier aber heraus, indem er anbietet: Denk doch mal über Gott als „unseren“ statt als „deinen“ Vater nach. Sieh dich doch mal nicht als Individuum (wie es besonders in der heutigen Gesellschaft immer mehr Standard wird), sondern als Teil einer Gemeinschaft. Wenn ich im Gebet von „unserem“ statt von „meinem“ Vater spreche, dann werden meine Gedanken unwillkürlich auch auf meine Geschwister im Glauben und vielleicht sogar auf alle Menschen erweitert. Dann wird mir ein Stück mehr bewusst, dass Gott der Vater aller ist – derer, die ich mag, und auch derer, die ich vielleicht nicht so mag. Er ist der Vater aller! Er ist „unser Vater“, nicht nur „mein Vater“. Auch diesen Gedanken finde ich sehr schön, denn er macht demütig. Er ordnet mich ein als Teil einer Gemeinschaft, die nicht ich, sondern Gott bestimmt hat. Und er erweitert meine Gedanken über mich selbst hinaus auf die Wünsche, Bedürfnisse und Probleme anderer, die ich in mein Gebet miteinschließen kann. Hier ist daher meine kleine Challenge für diese Woche: Lasst uns doch mal versuchen, beim nächsten Gebet nach Jesus Vorbild zu „unserem Vater“ zu sprechen. Ich bin gespannt, ob es sich anders anfühlt und wenn ja, wie. In guter Social Media Manier würde ich sogar sagen: Schreibt’s mir doch mal in die Kommentare! 😉 Vielleicht führt es uns (mich und euch, wer auch immer ihr seid) ja auch ein Stück weiter zu einem Gefühl der Gemeinschaft auf einer „Insel der Glückseligen“ in der Welt und hilft ein kleines bisschen auf dem teilweise düsteren Weg, bis Jesus wiederkommt und aus der Insel eine Welt der Glückseligen macht. Gottes Segen und bis zum nächsten Mal! Euer Daniel
- „Why liv…why die“
Vor einer guten Woche stand ich mit Freunden in einem kleinen Veranstaltungsraum in Bremen und lauschte mit ungefähr 40 anderen Zuhörern gespannt den ersten Liedern eines Singer-Songwriters aus den USA. Angekündigt vom Künstler als „Rejected Songs“, die er mal eben alleine ohne Band vortrug. Songs, die vielleicht nie auf einem Tonträger, YouTube oder Spotify zu hören sein werden, weil sie aussortiert wurden. Mit einem Song hat er mich als Zuhörer dann doch berührt. Der war nicht für die „Tonne“. In zahlreichen Strophen, das Lied dauerte gefühlt 5 Minuten, sang er vom Sinn des Lebens und des Sterbens. Die Bedeutung der Strophen war unerheblich. Wurden sie auch sehr schnell in amerikanischem Slang vorgetragen und waren kaum zu verstehen. Nur die Frage dazwischen ließ immer wieder aufhorchen:„Why liv“, worauf viele Argumente folgten, warum das Leben lebenswert erscheint und „Why die“, was macht das Leben nicht lebenswert. Mich inspirierte dieser Song. Ich fing an mein eigenes Lied daraus zu machen. In der letzten Woche erlebte ich so manches auf das ich aus vollem Herzen, ja, deshalb lebe ich, sagen kann und, weil es einfach zum Leben dazugehört, gibt es die „Why die“- Momente eben auch. Dabei bemerkte ich, wie gut es tut, immer wieder mal dahin zu schauen. Auf die schönen, friedlichen, hoffnungsvollen Themen in meinem Leben und eben auch auf die traurigen, dunklen, immer wieder spannungsgeladenen Lebensmomente. Why liv… ich sitze windgeschützt in einem Strandkorb und die Sonne wärmt mich - mir geht es gut! – ich lebe in einem Land, dass mir vieles ermöglicht – in Frieden und Freiheit darf ich mein Leben gestalten – meinen Glauben darf ich ausleben Why die… Krieg und Gewalt wo ich hinschaue – Leid, Verlust, Tod – das will ich nicht erleben – wann bin ich dem Sterben näher als dem Leben? – wenn ich keine Hoffnung mehr habe, keinen Glauben – wenn meine Verbindung zu Gott und Jesus abbricht Why liv…why die… die Schöpfung ist fantastisch – ich sehe Gott darin – ich sehe auch die Misshandlung, Missachtung, das Sterben Why liv… weil nichts verloren ist – das Leben ein Geschenk ist - weil Gott der Schöpfer seine Schöpfung bewahrt – weil ich ein Teil davon bin – weil ich nur im und durch Leben meine persönliche Beziehung zu Gott und seinen Sohn Jesus aufbauen darf, kann und will Why die.. schnell kann alles, was Leben bedeutet zu Ende sein – eine Krankheit, ein Unfall, ein Herzinfarkt – Angst frisst die Seele auf Why liv… gesunde Kinder und Enkel sind mir geschenkt – ich denke an die vielen schönen Familienmomente – die Gaben, die ich immer wieder entdecken darf, helfen, zuhören, kreativ sein – meinen von Hoffnung und Zuversicht getragenen Glauben leben – davon erzählen Why die… Sterben gehört zum Leben – jedes Samenkorn, das gesät wird vergeht, damit neues Leben entsteht – Muscheln sterben, werden durch die Meereswellen zu Sand verrieben und bilden mit fein geschliffenem Gestein aus den Bergen den schönsten Sandstrand - ich sterbe, um im nächsten Moment im Reich Gottes auf Erden wieder aufzustehen und das Wunderbare mitzugestalten Vielleicht habe ich jetzt etwas in dir geweckt und den Anstoß für dein eigenes Lied gegeben. Es gibt unzählige Bibelstellen, die davon sprechen, dass das Leben ein Geschenk ist und wie Christus den Tod überwunden und mir damit einen Weg geebnet hat. Ganz gerne lese ich dazu Kapitel 8 aus dem Römerbrief, das wunderbar beschreibt, wo die Reise hingeht. Hier in Auszügen, die mir gerade wichtig sind: Wer nun mit Jesus Christus verbunden ist, wird von Gott nicht mehr verurteilt. Denn für ihn gilt nicht länger das Gesetz der Sünde und des Todes. Es ist durch ein neues Gesetz aufgehoben, nämlich durch das Gesetz des Geistes Gottes, der durch Jesus Christus das Leben bringt. (Römer 8,1-2) Alle, die sich von Gottes Geist regieren lassen, sind Kinder Gottes. (Römer 8,14) Gottes Geist selbst gibt uns die innere Gewissheit, dass wir Gottes Kinder sind. Als seine Kinder aber sind wir – gemeinsam mit Christus – auch seine Erben. Und leiden wir jetzt mit Christus, werden wir einmal auch seine Herrlichkeit mit ihm teilen. Ich bin ganz sicher, dass alles, was wir in dieser Welt erleiden, nichts ist verglichen mit der Herrlichkeit, die Gott uns einmal schenken wird. Darum wartet die ganze Schöpfung sehnsüchtig und voller Hoffnung auf den Tag, an dem Gott seine Kinder in diese Herrlichkeit aufnimmt. (Römer 8,16-19) Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten, weder Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt. (Römer 8,38-39) „Why liv…“ – deshalb „Why die…“ - darum Ich wünsche allen Lesern eine sinnvolle Woche! Eure Ulrike P.S.: Wer´s genauer wissen möchte: der Singer-Songwriter heißt Jeffrey Lewis und das Konzert war in der „Schule21“ in Bremen. Bildquelle: privat Die Bibelzitate sind, wenn nicht anders vermerkt, der Übersetzung Hoffnung für alle ® entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica. Inc.® Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis-Verlag Basel.
- nomen est omen
Es ist schon erstaunlich, wie oft in solchen Redensarten ein zutiefst wahrer Kern steckt. Das konnte ich vor einiger Zeit recht schmerzlich (und lehrreich!) am eigenen Leib – oder besser gesagt – am eigenen Namen erfahren. Wie es dazu kam? Nun dazu muss ich ein wenig ausholen. Damit ihr die richtige zeitliche und inhaltliche Einordnung bekommt, sollte ich wohl zuerst erwähnen, dass ich diesen Beitrag schon im letzten Monat, also während der Sommerpause, kurz nach unserem eigentlich wundervollen Griechenlandurlaub, am 11. August geschrieben habe. Diese Einordnung ist wichtig, um zu verstehen, wie unvermittelt und aufwühlend ein Teil der damaligen Tageslese mit einem kurzen Ereignis, dass sich ziemlich exakt eine Woche zuvor während unserer Schiffsreise ereignet hatte, zusammenstieß. Die Tageslese, um die es hier geht, kam aus dem Markusevangelium, Kapitel 8. In diesem Kapitel lernt man so einiges über die Persönlichkeit des Petrus. Er ist hier derjenige, der auf Jesu Frage, was denn die Menschen meinen, wer er sei, mit voller Inbrunst antwortet: Und Jesus und seine Jünger gingen hinaus in die Dörfer von Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Was sagen die Menschen, wer ich bin? Sie aber antworteten ihm und sagten: Johannes der Täufer; und andere: Elia; andere aber: einer der Propheten. Und er fragte sie: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus antwortet und spricht zu ihm: Du bist der Christus! (Markus 8, 27-29) Und mehr noch als nur diese herausragende Antwort, fühlt er sich auch noch kompetent genug, Jesus für das, was in Jerusalem geschehen soll, zu tadeln – weil er doch so viel offensivere Pläne mit Jesus hat. Dabei fällt einem (zumindest mir) doch umgehend seine spätere Verleugnung ein, diesen Jesus überhaupt zu kennen. Das ist so meilenweit voneinander entfernt. Dieser so unglaubliche Enthusiasmus für die Sache, gerne auch im Vorangehen, und dann diese Feigheit im entscheidenden Moment. Und doch steckt beides in diesem einen Menschen. Was für mich in den gleichen Zusammenhang gehört, sind Jesu Worte am Ende des Kapitels: Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. (Markus 8, 38) Soweit zu diesem Abschnitt der Tageslese, der mich sehr direkt zurückgeworfen hat zu dieser kleinen, aber sehr nachhaltig schmerzlichen Begebenheit auf unserer Reise. Auf unserer Segelkreuzfahrt zwischen den griechischen Inseln der Kykladen stand an einem Tag der Besuch der Insel Patmos auf dem Programm, wo sowohl das Johanneskloster aus dem 11. Jahrhundert als auch die nahe gelegene Höhle, in der nach der Überlieferung der Apostel Johannes die Apokalypse empfangen hat, zu besichtigen war. Wie üblich gab es am Vortag einen kurzen Vortrag zum Ablauf und Inhalt dieses Ausfluges, zu dem wir uns auch angemeldet hatten. Frau Dr. XY (der Name tut nichts zur Sache), Professorin für nachhaltigen Tourismus, die für die fachliche Begleitung an Bord war, stammelte etwas hilflos durch die biblischen Zusammenhänge und die Identifikation des richtigen Johannes. Und dann kam die Frage eines der wenigen Passagiere, die dieser Vortrag interessierte: "Könnten Sie bitte kurz erläutern, worum es eigentlich in der Apokalypse geht?" Frau Dr. konnte nicht wirklich … Da war er, DER Moment, der meine Chance hätte sein können, endlich mal zu tun, was mir doch so am Herzen liegt: verkündigen! Ja, er hätte es sein können. Aber da war nur Schweigen! Ich war anschließend schnell für mich selbst mit der Entschuldigung bei der Hand: Bei diesem erschreckenden Ausmaß an Unwissenheit wäre das doch eh „Perlen vor die Säue“ gewesen, oder? So habe ich dann diesen Augenblick auch schnell verdrängt, bis auf das ein oder andere Wiederaufkommen der Frage: Hätte ich nicht eigentlich doch …? In Gedanken malte ich mir auch aus, was ich da wohl gesagt hätte. Hatte mir nicht Gott das Talent der freien Rede geschenkt und die Gabe, komplexe Sachverhalte einfach und verständlich darzustellen? Hätte, wäre, wenn – zu spät! Ich denke, der Ein oder Andere von Euch kennt dieses niederschmetternde Gefühl, mal wieder eine gute Gelegenheit feige verpasst zu haben. Petrus‘ Versagen war ja noch dazu nur allzu gut nachvollziehbar. Schließlich hätte ihm ein „Outing“ als Anhänger Jesu wirklich äußerst gefährlich werden können. Aber warum mein Schweigen? Was mir erst jetzt beim Schreiben auffällt, wessen ich aber auf der Reise keine weitere Bedeutung beigemessen habe: am Tag des Ausfluges ging es mir körperlich so schlecht, dass ich den Ausflug nicht mitmachen konnte!? Keine zweite Chance! Über Petrus lesen wir nach seiner Verleugnung: Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich. (Lukas 22,62) So geht es mir heute, während ich diese Zeilen schreibe. Das hier zu berichten, hat mir zumindest geholfen, es los zu werden. Neue Zuversicht finde ich in den Worten, die Jesus im Lukasevangelium zu Petrus bereits vor seinem Versagen spricht: Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre. (Lukas 22,32) Vielleicht ist das mit dem Namen ja tatsächlich nicht ganz zufällig? Ich hoffe zumindest, dass es neue Gelegenheiten geben wird, die ich nicht wieder liegenlasse, damit ich irgendwann mal mit gleicher Überzeugung wie Paulus sagen kann: Ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden. (Römer 1,16) Bis dahin ... Euer Pet(rus)! Foto von David Pupaza auf unsplash










