Winterwunderland
- Lisa

- vor 24 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Wer hätte es gedacht, aber wir hatten tatsächlich eine Woche lang richtigen Winter. Mit Kälte, Eis und Schnee! So wie man sich weiße Weihnachten vorstellen würde, nur dass es nicht zu Weihnachten war, sondern Anfang Januar. Das ändert aber nichts daran, dass es super schön war. Die Welt sah bezaubernd aus. Alles war weiß, der Schnee war tief, statt Fahrrädern oder Kinderwagen standen Schlitten vorm Kindergarten und das Auto haben wir die meiste Zeit lieber stehen gelassen. Es war zwar kalt, aber die meiste Zeit nicht unangenehm feucht oder klirrend kalt, sondern angenehm klar und frisch. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es war wirklich schön! Deswegen hier ein paar Bilder 😉
Die ganze Welt hat innegehalten und auf einmal eine unfassbare Ruhe ausgestrahlt. Was vermutlich auch daran lag, dass unsere Welt sich für diese eine Woche meist auf den zu Fuß zu erreichenden Umkreis beschränkt hat. Man musste gezwungenermaßen zur Ruhe kommen und konnte viel mehr das „hier und jetzt“ genießen. Die Hektik des Alltags musste weichen. Genau wie der Schnee Geräusche dämpft, hat er Ruhe und Gelassenheit auf mein Herz gelegt. Auch jetzt, wenn ich nur daran zurückdenke, erfüllt es mich mit absoluter Dankbarkeit und Freude. Es war, als hätte Gott gesagt:
„Seid still und ruhig und erkennt, dass ich Gott bin.“ (nach Psalm 46,11)
„Wenn ihr umkehrt und still seid, werdet ihr gerettet. Wenn ihr Ruhe bewahrt und Vertrauen habt, seid ihr stark.“ (Jesaja 30,15)
Es hat mich wieder sehr daran erinnert, dass wir uns auf Gott verlassen und Zuflucht bei ihm suchen können.
„Bei Gott schweigt meine Seele still. Von ihm kommt die Hilfe, die ich nötig habe! Nur er ist mein Fels und meine Rettung – meine feste Burg, sodass ich nicht wanke.“ (Psalm 62,2-3)
Mit Freunden haben mein Mann und ich am Wochenende etwas in der Bibel gelesen. Wir haben uns den Anfang von Haggai angeschaut und ein Vers ist mir dabei besonders im Kopf geblieben:
„Und nun, so spricht der HERR der Heerscharen: Bedenkt eure Wege! Ihr habt reichlich gesät und wenig eingebracht, ihr habt zu essen und werdet nicht satt, zu trinken, und euren Durst könnt ihr nicht löschen, anzuziehen, und keinem wird warm. Und wer Lohn verdient, legt den Lohn in einen durchlöcherten Beutel. So spricht der HERR der Heerscharen: Bedenkt eure Wege!“ (Haggai 1,5-7)
Wir haben diskutiert, was das genau bedeuten könnte und unser bester Vergleich zur heutigen Zeit, war folgender: Wir suchen uns immer wieder Sachen, die uns kurzzeitig glücklich machen, sei es wie bei Haggai Essen oder Trinken, Filme oder noch kürzere Videos, für manche vielleicht Shoppen gehen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen, trifft aber den gleichen Kern. Wir sind kurz glücklich und es gibt uns einen „Kick“, aber langfristig hat es kaum eine Auswirkung, weil die Kurve des Kicks steil hoch geht, aber eben genauso steil auch wieder runter.
Bei allem, was Gott betrifft, ist das nicht so. Gottes Ruhe und Freude ist viel langfristiger. An das, was ich letzte Woche gegessen habe, kann ich mich kaum noch erinnern. An die Dankbarkeit Gott gegenüber und die Freude über seine Schöpfung denke ich immer und immer wieder zurück und es erfüllt mich wie im ersten Moment.
Meine Freundin hatte einen sehr interessanten Gedanken dazu: Von Gott können wir nicht süchtig/abhängig werden. Es steckt immer ein Stück Arbeit und Wollen von unserer Seite darin, Gott zu begegnen und ihm nah zu sein. Wir müssen uns bewusst dafür entscheiden. Und das finde ich ehrlich gesagt total wunderbar. Weil es Gott so besonders macht und wieder zeigt, dass er unser Wohl im Sinn hat. Er möchte uns nicht mit kurzen „Kicks“ glücklich machen, die langfristig nichts bringen. Er zeigt uns einen besseren Weg. Einen der Ruhe und Beständigkeit in unser Leben bringt.
„Mein Sohn, vergiss meine Weisung nicht! Und nimm dir meine Gebote zu Herzen! Denn sie sind dazu da, dass es dir gut geht und du ein langes und glückliches Leben führst. Liebe und Treue werden dir nicht fehlen. Binde meine Weisung und meine Gebote um deinen Hals! Schreib sie auf die Tafel, die du im Herzen trägst! Dann findest du Zustimmung und Anerkennung bei Gott und bei den Menschen. Vertraue dem Herrn von ganzem Herzen! Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand! Erkenne seinen Willen auf allen deinen Wegen, so wird er dir den Weg bahnen. Halte dich nicht selbst für klug! Begegne dem Herrn mit Ehrfurcht und meide das Böse! Das hält dich gesund und ist eine Arznei für deinen Körper.“ (Sprüche 3,1-8)
Manchmal neigen wir in der Hektik des Alltags dazu, das zu vergessen. Umso schöner, dass Gott immer wieder Wege findet, uns daran zu erinnern. Und dann ist es für uns nur noch ein Schritt, auf Gott zuzugehen.
Eure Lisa ♥

























Liebe Lisa, vielen Dank für deine schöne Einstimmung in die neue Woche und deinen Bericht über eure Winterwundererlebnisse und euer Bibelstudium zu Haggai. Zu Weihnachten erhielten wir eine Weihnachtskarte von einer Freundin, auf der Stand auf der Rückseite der Karte : " Man sollte nicht alles glauben, was man denkt ". Diese Freundin erzählte später ihre Geschichte dazu, und wie sie mal auf ihr eigenes Denken reingefallen war. Mich erinnern die Worte, wenn ich deinen Beitrag heute lese, an die Worte aus Sprüche 3, die du zitierst :
" Vetraue dem Herrn von ganzem Herzen ! Verlasse dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Erkenne seinen Willen auf all deinen Wegen ....."
Ich bin immer sehr dankbar für jeden Tag und…