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  • Zeiten des Wartens

    Ich möchte heute über etwas schreiben, was ein wenig an Daniels letzten Beitrag über Josef und Gottes Handeln in unserem Leben anschließt (https://www.leben-einfach-biblisch.de/post/alles-nur-einbildung), auch wenn es in eine etwas andere Richtung geht. Wie wir in Daniels Beitrag gelesen haben, konnte Josef am Ende seines Weges mit Sicherheit sagen, dass Gott ihn geführt hat und jeder Schritt, den er gegangen ist, Teil von Gottes Plan war. Ich glaube, wir kennen diese Momente auch. Wir blicken zurück auf Abschnitte in unserem Leben und erkennen, wie Gott uns durch sie hindurch getragen hat. Wir sehen, dass Gott uns genau an dieser oder jener Stelle eingesetzt hat, um dort für ihn wirken zu können. Häufig kommt diese Erkenntnis jedoch erst in der Retrospektive. Ein bisschen so, als würden wir erst hinter der Ziellinie einer Etappe erkennen, wo dieses Ziel eigentlich lag. Aber was passiert auf dem Weg dahin? Nicht das Vertrauen verlieren Immer wieder befinden wir uns in Zeiten des Wartens. Warten auf das nächste große Ereignis in unserem Glaubensleben. Warten auf das nächste Puzzleteil, welches uns ein Stück mehr von Gottes Plan für unser Leben erkennen lässt. Warten auf die nächste Tür, die Gott für uns öffnet. In diesen Zeiten fällt es uns besonders leicht, das Vertrauen darauf zu verlieren, dass Gott tatsächlich weiter in unserem Leben wirkt und mit uns arbeitet. Wer dafür Beweise sucht, muss nur einmal die Geschichten aus der Zeit des Exodus des Volkes Israel lesen. Immer wieder verloren die Israeliten das Vertrauen in Gott, obwohl er sie regelmäßig vor ihren Feinden rettete, sie jeden Tag versorgte und sie mehr Wunder sehen ließ als die meisten von uns je erleben werden. Doch selbst für die Israeliten wurden die Zeiten des Wartens oft zu einer Hürde, die viele von ihnen nicht überwanden. Sie wandten sich von Gott ab. So kommen wir zu der Erzählung über das goldene Kalb (2. Mose 32) und zu Geschichten darüber, wie sie sich gegeneinander auflehnten (z. B. 4. Mose 16) und sich ständig beschwerten (z. B. 4. Mose 14). Doch was können wir machen, damit wir nicht auch das Vertrauen in Gott verlieren, wenn wir uns gerade nicht in einer Situation befinden, in der uns sein Wirken in unserem Leben vollkommen klar ist? Als ich über dieses Thema nachgedacht habe, ist mir ein Spruch wieder eingefallen, den ich vor einigen Jahren zum ersten Mal gehört habe (wo weiß ich leider nicht mehr): „Until God opens the next door, praise Him in the hallway.” Also: Bis Gott die nächste Tür öffnet, preise ihn im Flur. Ich glaube, das ist ein ziemlich guter Rat. Grund genug Auch in den Zeiten, in denen wir uns „im Flur“ befinden, gibt es immer noch mehr als genug Gründe, Gott zu preisen und ihm zu vertrauen. Einer dieser Gründe können Erlebnisse sein, die wir schon mit Gott hatten. Oft vergessen wir diese viel zu schnell. Doch besonders in Zeiten des Wartens kann es hilfreich sein, sich an die Momente zu erinnern, in denen wir Gottes Handeln in unserem Leben erkannt haben, seine Stimme gehört haben oder seine führende Hand spüren konnten. Und warum sollte Gott auf einmal aufhören, in unserem Leben zu wirken? Er ist immer noch der gleiche Gott wie der Gott, mit dem wir schon in der Vergangenheit so vieles erlebt haben und er ist immer noch genauso aktiv. Selbst wenn wir uns in einer Zeit des Wartens befinden, bedeutet das keineswegs, dass auch Gott gerade Däumchen dreht. Denn Gottes Arbeitsweise sieht eher so aus: „Von dem Tag an, da eure Väter aus dem Land Ägypten auszogen, bis auf diesen Tag habe ich alle meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, täglich früh mich aufmachend und sendend.“ (Jeremia 7,25) Dieses „täglich früh mich aufmachend“ finden wir in Jeremia immer wieder und es ist eines meiner Lieblingsbilder, um Gottes Wirken zu beschreiben. Er hat keine schlechten Tage, an denen er es nur schwer aus dem Bett schafft oder keine Lust hat, sich mit uns auseinanderzusetzen. Nein, er steht jeden Tag aufs Neue früh auf, um seinen Plan ein Stück weiter voranzutreiben und ist sich dabei nie zu schade, den ersten Schritt auf uns zuzugehen. Daraus können wir das Vertrauen ziehen, dass Gott nie aufhört in unserem Leben zu wirken. Selbst wenn wir es gerade nicht bemerken oder es sehen, aber (noch) nicht verstehen. Wir können mit Sicherheit wissen, dass Gott immer noch aktiv ist. Und dabei hat er nichts Schlechtes, sondern nur Gutes für uns im Sinn. Um noch einmal eine Stelle aus Jeremia zu zitieren: „Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.“ ( Jeremia 29,11) All dies sind Gründe Gott zu loben. Und das sollten wir tun. Jeden Tag. Auch an den Tagen, an denen es uns vorkommt, als würde es gerade keinen konkreten Anlass für dieses Lob geben. Denn besonders in den Zeiten, in denen wir das Gefühl haben, dass gerade "nichts" passiert und uns das Ziel, auf das wir zusteuern, noch nicht klar ist, hilft uns die Erinnerung an all diese Gründe dabei, nicht das Vertrauen zu verlieren. Also lasst uns versuchen, es besser zu machen als die Israeliten und weiter darauf vertrauen, dass Gott in unserem Leben wirkt, auch wenn wir es vielleicht gerade nicht sehen. Lasst uns Gott im Flur preisen (und kein goldenes Kalb) bis die nächste Tür aufgeht. Gründe dafür haben wir mehr als genug. Bis zum nächsten Mal! Eure Lea

  • SEX

    Was für ein Thema Heute möchte ich mich an ein besonderes Thema herantrauen. Sex oder Sexualität. Laut meinem alten Lexikon von 1979 werden darunter alle Erscheinungen verstanden, die sich auf das Geschlechtsleben beziehen. Heute gibt es da unzählige Ausprägungen, glaube ich. Nicht zuletzt deshalb habe ich in letzter Zeit viel darüber nachgedacht und mich auch durch das Hören einer Podcast- Reihe informiert. Es gehört auf jeden Fall zum Leben dazu und deshalb findet es auch seinen Platz in diesem Blog. Was sagt die Bibel - oder besser gesagt, wie ist der Zugang der Christen? Ich habe den Eindruck, dass sich die Christen oft sehr schwer mit dem Thema Sex taten. Oder auf irgendeine Art auch sehr einfach. Ich habe es so verstanden, dass es für Christen nur eine Art der geschlechtlichen Beziehung gibt. Mann und Frau gehören zusammen und haben Sex zur Fortpflanzung. Das hat Gott so gewollt. Und wo das nicht so ist, wird Gottes Wille nicht verfolgt und dann ist das Handeln falsch. Mann und Frau sollen den Weg in Treue zusammen gehen und sich nicht scheiden lassen. Sex vor der Ehe ist auch tabu. Und wer sich das nicht zutraut, der bleibt besser allein und richtet sein Leben voll und ganz nach Christus aus und geht mit ihm. Eine sexuelle Beziehung zu einem Menschen soll dann nicht verfolgt werden. Fertig. Damit ist der Umgang mit Sex für einen Christen ausreichend beschrieben. Oder? Wie ist es heute? Wie vorhin schon gesagt gibt es unendlich viele Themen unter dem Begriff Sex aufzuzählen. Wir leben in einer Zeit, wo diese auch sehr kontrovers gelebt werden. Ich habe den Eindruck, dass im Grunde alles möglich ist und alles ausprobiert werden kann. In der Wort-Wolke habe ich einmal einige Begriffe zusammengeführt. Natürlich nicht vollständig und auch nicht wertend zu verstehen. Was für eine Zeit in der wir leben. Es scheint als wäre alles möglich. Jeder kann sich in dieser Vielfältigkeit seinen Platz suchen, seine Bedürfnisse bestimmen und sich entscheiden, welche Art von Beziehungen er führen möchte und wie sein Geschlechtsleben geprägt ist. Alles ist individuell bestimmt und absolut frei. "Alles ist im Fluss", wie eine junge Frau in einem Podcast sagte und strahlte dabei in die Kamera. Mich persönlich hat das etwas abgestoßen. Es gibt ja gar keine Leitplanken mehr. Das Vorbild ist das nicht Bestimmte. Da sehe ich die Gefahr, dass viele heranwachsende Menschen keinen Halt finden und durch ihr Leben schwimmen. Wo ist der Boden unter ihren Füßen? Nochmal biblisch Jesus wurde einmal gefragt, mit wem eine Frau im Reich Gottes verheiratet sein wird. Diese Frau hatte in ihrem Leben mehrere unterschiedliche Männer. Er antwortete, dass die Menschen nach der Auferstehung nicht verheiratet sein werden. Sie seien wie Engel. Ich weiß nicht genau wie Engel sind. Vieleicht wollte er damit sagen, dass sich die Prägung des Geschlechtslebens bei seiner Auferstehung verwandelt. Mir fällt der Schöpfungsbericht am Anfang der Bibel ein. Dort heißt es: ... So schuf Gott den Menschen als sein Abbild, ja, als Gottes Ebenbild; und er schuf sie als Mann und Frau. 1.Mose 1,27 Es hat den Eindruck, dass die beiden Geschlechter wie selbstverständlich zusammengehören. Ja, der Mensch war sogar wie Gott geschaffen, männlich und weiblich. Das getrennte Geschlechterbild kam erst später als Folge des Ungehorsams. Ihr wisst schon, die Geschichte mit der verbotenen Frucht. Im kommenden Zeitalter, wo sowieso alles eins sein wird, werden wahrscheinlich auch die Geschlechter wieder vereint. Es wird wieder so sein, wie im Garten Eden. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich die Menschheit schon unbewusst auf diese Verwandlung zubewegt. Die immer wichtiger werdende Frage nach dem Geschlecht. Die Suche nach der Antwort darauf, wie das Geschlecht bestimmt wird. Gefühlt tritt die Unterscheidung des Geschlechts erst mal in den Vordergrund. Ich kann mir aber vorstellen, dass das der Weg ist, um das Geschlecht wirklich wertfrei anzusehen und somit wirklich Freiheit zu erlangen. Liebe Doch was ist bis dahin? Gott ist Liebe. Gott ist Beziehung. Und Gott hat den Menschen als Mann und Frau in diese Schöpfung gestellt. Daraus sind viele Menschen auf die Welt gekommen. Diese Menschen können sich in der Aufnahme von Beziehungen in Liebe üben. Sie am eigenen Leib erfahren und immer besser verstehen. Dazu gehört auch die sexuelle Beziehung. Auch sie gehört zu Gottes Schöpfung dazu. Und wenn ich sehe, wie bunt und vielfältig Gottes Schöpfung überall ist, wundert es mich nicht, dass auch Sex vielfältig und verschieden ist. In einem Podcast wurde ich daran erinnert, wie wichtig menschliche Berührung ist. Sie ist eine Kraftquelle, eine Anerkennung und sie generiert Selbstwert. Das wunderbare Gefühl ein Gegenüber zu haben, der dich begehrt, in dem Moment wo du ihn auch begehrst. In gewisser Weise funktioniert das sogar bei der Selbstliebe, der Selbstberührung. Auch hier wird das Belohnungszentrum angesprochen und die Glückshormone Dopamin und Oxytocin ausgeschüttet. Aber Vorsicht, die Menge macht das Gift. Hier hörte ich auch eine kurze Schilderung der sexuellen Geschichte der zweiten Hälfte des letzen Jahrhunderts. Sie begann mit der vorherrschenden Moral in den 40er Jahren. Heterobeziehungen und Monogamie waren verbreitet. Der Mann herrschte über die Frau. Scheidung gab es nicht. In den 60ern gab es die sexuelle Revolution. Die Pille gab Freiheit. In den 70er Jahren wurde Sex offener gelebt. Einen Dämpfer gab es in den 80er durch das HIV Virus. Aids machte vorsichtig. Die 90er wurden als neosexuelle Revolution eingeordnet. Es etablierte sich so etwas wie eine Verhandlungsmoral. Sexuelle Beziehungen und Praktiken konnten verhandelt werden. Wichtig ist es, einen Konsens zu finden. Einvernehmen muss hergestellt werden. So ist es auch heute noch. Ich habe verstanden, dass es auch beim Sex erst mal um Kommunikation geht. Die Bedürfnisse der Sexpartner müssen klargestellt werden. Heimlichkeiten haben keinen Raum. So können beide ihre Bedürfnisse erleben und vieles ist so möglich. Eine gnadenvolle, sich schenkende Liebe findet Raum. Im Hohelied, dem Lied der Liebe, wird auf wunderbare Weise eine solche Beziehung zwischen zwei Liebenden erzählt. In einem Dialog wird das Begehren und die Anziehungskraft der Partner beschrieben. Der Leser kann teilhaben an dem Wunsch nach Vereinigung und Hingabe. Und das Schönste ist, dass hier im übertragenden Sinn die Beziehung zwischen Christus und seiner Braut (der Nachfolger Christi) beschrieben wird. Was für ein Bild. Was für ein Gefühl. Was für eine Liebe. Lest es einfach Mal. Hier ein kleiner Ausschnitt: ... Er: Wie schön und bezaubernd du bist, meine Liebste! Du bist mein ganzes Glück. Deine Gestalt gleicht einer hohen Dattelpalme, und deine Brüste sind wie ihre Früchte. Ich sagte mir: Ich will auf die Palme steigen und nach ihren reifen Früchten greifen. Freuen will ich mich an deinen Brüsten, die den Trauben am Weinstock gleichen. Deinen Atem will ich trinken, der wie frische Äpfel duftet; deine Lippen will ich spüren, denn sie schmecken mir wie edler Wein. Sie: Ja, möge der Wein dich so erfreuen, dass du ihn im Schlaf noch auf den Lippen spürst. Ich gehöre meinem Liebsten, und sein Herz sehnt sich nach mir. Sie: Komm, wir gehn hinaus aufs Feld, mein Liebster, unter Hennasträuchern lass uns die Nacht verbringen! In der Frühe wollen wir zum Weinberg gehen und sehen, ob der Weinstock treibt, ob seine kleinen Blüten aufgegangen sind und der Granatapfelbaum schon die ersten Knospen hat. Dort will ich dir meine Liebe schenken! Die Liebesäpfel verströmen ihren Duft. Verlockende Früchte liegen vor unsrer Tür, frische Köstlichkeiten und solche, die ich für dich, mein Liebster, aufbewahrt habe. ... Das Hohelied 7, 7-14 In diesem Sinne ... Ingo Bei Fragen, ausführlichen Kommentaren oder wenn ihr Interesse an einem persönlichen Kontakt habt, meldet euch gern bei mir. Email an: ingo@einfach-biblisch.de Die Bibelzitate sind aus der Übersetzung Hoffnung für Alle® (HFA) Ingo Tauchert

  • Licht

    "Du, mein Gott, Du kennst mich gut. Du weißt, was ich allein nicht schaffen kann. Du mein Gott, Du kennst mich gut. Darum bietest du mir Hilfe an! Ich seh' Licht, Licht, Licht und die Sonne scheint. Da ist einer immer da, der es gut mit mir meint. Ich seh' Licht, Licht, Licht und die Sonne scheint. Da ist einer immer da für mich. Dunkle Wolken, Regenguss- Damit ist für immer Schluss." (Ich seh' Licht - Ilka)* Im Moment ist alles grau und nass. Ein ganz schreckliches Wetter, das mich total demotiviert und müde macht. Von diesem komischen grellen, wolkenverhangenen Himmel und den Temperaturschwankungen bekomme ich Kopfschmerzen. Ich verspüre wenig Lust mich für einen Spaziergang nach draußen zu begeben, obwohl es mir wahrscheinlich gut tun würde. Ich wünsche mir sehr, dass der Regen und Sturm bald aufhört und endlich wieder die Sonne scheint. Ja, ich freue mich sehr auf den Frühling, die ersten warmen Sonnenstrahlen, blühende Blumen, sowie auf die kleinen, grünen Blätter, die wieder an den Bäumen wachsen. Bis es soweit ist, würde ich mich aber auch mit Schnee zufrieden geben ;-). Wer auch Lust auf Schnee hat, kann auch gerne (nochmal) in den Blogbeitrag "Sch(n)ee" schauen (https://www.leben-einfach-biblisch.de/post/sch-n-ee). Aber warum ist das (Sonnen-)Licht eigentlich so besonders? In der Bibel steht das Licht für Leben und somit für Gott selbst. In ihm [Gott] war das Leben, und dieses Leben war das Licht für alle Menschen. Es leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können. (Johannes 1,4-5) Gott ist ein immerwährendes Licht, das stärker ist als die Dunkelheit. Das Licht, insbesondere das Sonnenlicht, schenkt mir ein Gefühl des Friedens und der Geborgenheit. Es gibt viele Momente in meinem Leben, in denen ich Gottes Frieden durch Licht spüre. Zum Beispiel habe ich schon oft beim Klavierspielen oder Singen (meistens schräg, aber mit Herz) Gottes Nähe gespürt. Wenn auf einmal die Sonnenstrahlen durch die Wolken brechen, bin ich ganz motiviert und zufrieden mit meiner Leistung. Es war nicht perfekt, aber Gott hat mir zugehört. Oft fühlen sich die Sonnenstrahlen für mich auch wie eine Zustimmung an: "So, wie du bist, bist du genau richtig. Mit all deinen Stärken und Schwächen." Vielleicht ist es sogar ein Zeichen von ihm, das er mir als Königskind schenkt, das mir zu verstehen gibt: "Du bist sicher und geborgen in meiner Hand. Ich bin bei dir und gebe dir Wärme, Kraft und Mut. Ich passe auf Dich auf." Ich darf dieses Licht in mir aufnehmen und so auch für meine Mitmenschen leuchten. Ganz im Sinne der Nächstenliebe. Zuhören, Hilfe anbieten, für- oder miteinander beten. Jesus ist dafür das perfekte Vorbild. Denn er hat mich dazu berufen, zu leuchten. Denn so wie sein Vater, ist auch er das Licht. [...]»Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Dunkelheit umherirren, sondern er hat das Licht, das ihn zum Leben führt.« (Johannes 8,12) Tatsächlich wurde ich schon einmal darauf angesprochen, warum ich denn meistens so gut gelaunt und fröhlich bin. Einfach gesagt: Weil ich von Gottes Liebe und Licht erfüllt bin (natürlich nicht immer, aber an guten Tagen). Vertraut euch dem Licht an, solange ihr es habt, dann werdet ihr im Licht leben.« [...] (Johannes 12,36) Wir alle können Kinder des Lichts sein und unser Leuchten weitergeben. Also lasst uns mehr Funken versprühen und einander etwas Gutes tun. Schaffen wir mehr Licht-Momente in dieser trüben Jahreszeit. Liebe Grüße an all die Fünkchen dort draußen (wie meine liebe Tante Jenni immer so schön sagt)! Eure Freya Rise up and shine! Steh auf, Jerusalem, und leuchte! Denn das Licht ist gekommen, das deine Finsternis erhellt. Die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir wie die Sonne. (Jesaja 60,1) *Ilka Mix 2010

  • Alles nur Einbildung?

    Wirkt Gott in eurem Leben? Wirkt er in meinem? Als gläubiger Mensch ist meine spontane Antwort darauf: Na klar! Aber kann ich es mit Bestimmtheit sagen? Über genau diese Frage musste ich neulich nachdenken, als ich im ersten Buch Mose die Geschichte von Josef gelesen habe. Die Geschichte, wie das Volk Israel nach Ägypten kam. Für alle, die mit dieser Geschichte nicht vertraut sind, hier ein kurzer Abriss (so kurz, wie es für meine Zwecke geht 😉): Alles beginnt in Kapitel 37 ein ganzes Stück entfernt von Ägypten, nämlich im Land Kanaan. Das liegt dort, wo auch heute wieder der Staat Israel ist. In diesem Land lebt Jakob, der Sohn Isaaks, welcher wiederum der Sohn Abrahams ist. Und auch Jakob hat Söhne, 12 an der Zahl, und einer von ihnen ist Josef. Josef ist so etwas wie Jakobs Lieblingskind, da er einer von nur zwei Söhnen ist, die ihm seine liebste Frau (das ist eine andere Geschichte …) geboren hat. Jakob behandelt Josef bevorzugt, zum Beispiel, indem er ihm das spätestens durch Andrew Lloyd Webber bekannte prächtige bunte Gewand schenkt oder einfach, indem er offenbar zu Hause bei seinem Vater bleiben darf, während seine Brüder in der Hitze des Tages Schafe weiden. Wie man sich denken kann, sind seine Brüder nicht gerade begeistert. Und ihre Laune bessert sich auch nicht, als Josef ihnen kurz hintereinander von zwei Träumen erzählt, die er hatte und in denen er jeweils in der Mitte seiner Familie (übrigens inklusive seines Vaters) steht, die sich vor ihm verbeugt und niederwirft, um ihm zu huldigen. Diese offenbare Unverschämtheit bringt das Fass zum überlaufen und Jakobs Brüder beschließen, ihn umzubringen. Eines Tages, als sie weit von zu Hause entfernt die Schafe weiden und Josef zu ihnen gesandt wird, um nach ihnen zu sehen, setzen sie ihren Plan in die Tat um. Weil es zwei seiner ältesten Brüder allerdings zu weit geht, ihn zu töten, beschließen sie mehrheitlich erst, ihn in einen trockenen Brunnen zu werfen und haben dann die Idee, ihn besser noch für ein bisschen Geld zu verkaufen. Genau so kommt es. Josef wird als Sklave an eine vorbeiziehende Karawane verkauft und nach Ägypten verschleppt. Seinem Vater erzählen die Brüder, dass ein wildes Tier ihn getötet hat und überbringen als Beweis sein buntes (in Tierblut getränktes) Gewand. Aber Gott hat einen Plan mit Josef. Deshalb sorgt er dafür, dass er als Sklave bei Potifar, einem ranghohen Ägypter (Chef der Leibwache) landet. Potifar ist sehr angetan von Josefs Arbeit und übergibt ihm letztendlich die Verantwortung für seinen ganzen Besitz. Leider ist auch Potifars Frau sehr angetan von Josef und will ihn verführen. Als dieser sich jedoch wehrt, erzählt sie, Josef habe versucht sie zu vergewaltigen – und Josef landet im Gefängnis. Im Gefängnis lernt er zwei weitere wichtige Personen Ägyptens kennen: den Mundschenk des Pharao und den ranghöchsten Bäcker des Landes. Beide waren beim Pharao in Ungnade gefallen. Als die beiden Josef von Träumen erzählen, die sie hatten, kann Josef diese mit Gottes Hilfe deuten. Einige Zeit später, nachdem der Mundschenk wieder freigelassen und der Bäcker gehängt worden ist, hat auch der Pharao Träume und sein Mundschenk erinnert sich daran, dass Josefs Traumdeutungen korrekt gewesen sind. Joseph soll darauf hin auch die Träume des Pharaos deuten, was er tut. Er erkennt, dass Gott nach sieben ertragreichen Jahren eine wiederum siebenjährige Dürre und Hungersnot über Ägypten und das ganze Umland bringen will. Josef schlägt dem Pharao vor deshalb in den nächsten Jahren Vorräte anzulegen, um die folgenden sieben schlimmen Jahre überstehen zu können. Und da der Pharao von Josef begeistert ist und das Anlegen der Vorräte eine ungeheure logistische Aufgabe darstellt, macht er ihn kurzerhand zum Projektleiter für dieses Unterfangen und damit zum mächtigsten Mann Ägyptens gleich nach dem Pharao selbst. Als die Hungersnot dann einsetzt, ist nicht nur das ganze Land Ägypten betroffen, sondern auch Josefs Familie in Kanaan, die daraufhin beschließt nach Ägypten zu ziehen, um dort Vorräte zu kaufen. Natürlich ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand, dass es Josef sein würde, der ihnen diese Vorräte verkaufen wird (und wegen dem es überhaupt Vorräte in Ägypten gibt!). Josef hingegen erkennt seine Brüder sofort, als er ihnen in Ägypten gegenübersteht. Aber da sein direkter Bruder Benjamin (der zweite Sohn seiner Mutter) und auch sein Vater Jakob nicht mit nach Ägypten gereist sind, erdenkt Josef einen ausgefuchsten Plan, wie er (zunächst ohne sich erkennen zu geben) seine ganze Familie nach Ägypten holen und an seinem Wohlstand teilhaben lassen kann. Es funktioniert und am Ende liegen sich alle in den Armen – die Brüder voller Reue und Josef voller Liebe für sie. So lebt die ganze Familie Jakobs für viele Jahre in Ägypten bis es irgendwann soweit ist, dass Jakob in hohem Alter stirbt. Eigentlich war schon alles gut, aber nun, da ihr Vater nicht mehr lebt, überkommt Josefs Brüder noch einmal die Angst, dass er sich für all ihre Verbrechen gegen ihn an ihnen rächen könnte. Josef aber antwortet ihnen folgendes: „Fürchtet euch nicht! Bin ich etwa an Gottes Stelle? Ihr zwar, ihr hattet Böses gegen mich beabsichtigt; Gott ⟨aber⟩ hatte beabsichtigt, es zum Guten ⟨zu wenden⟩, um zu tun, wie es an diesem Tag ist, ein großes Volk am Leben zu erhalten.“ (1. Mose 50,19-20) Warum habe ich hier so ausführlich Josefs Geschichte wiedergegeben? Weil mich dieser letzte Satz sehr nachdenklich gemacht hat. Und ich möchte euch anregen, auch einmal darüber nachzudenken. Josef sieht hier glasklar wie Gott in seinem Leben gehandelt hat. Für ihn steht fest, dass alles, was geschehen war, auf ein großes Ziel hingeführt hat – nämlich, dass Gott Jakob (der im Übrigen von Gott den Namen Israel bekommen hat) und seine Familie nach Ägypten führt, um sie nicht nur vor dem Tod zu retten, sondern auch aufblühen und unter besten Bedingungen zu einer großen Nation werden zu lassen. All das sind für Josef scheinbar nicht anzweifelbare Fakten. Und als Leser, die nun seit 13 Kapiteln die Geschichte mitverfolgt haben, ist auch für uns der klare rote Faden von Gottes Handeln erkennbar. Aber was wäre, wenn ich Josef gewesen wäre? Hätte ich genauso klar gesehen, dass Gott an mir gehandelt hat? Die Frage scheint vielleicht erst mal seltsam. Immerhin gab es ja zahlreiche mitunter spektakuläre Ereignisse und überaus glückliche „Zufälle“ auf Josefs weg! Aber gab es die in meinem Leben nicht auch schon? Und bin ich rückblickend genauso sicher wie Josef, dass Gott hinter allem gesteckt hat? Zugegeben, was ich hier anreiße ist ein großes und komplexes Thema und ich selbst habe auch noch jede Menge offene Fragen dazu, daher kratze ich nur an der Oberfläche. Aber im Grunde ist meine Frage (an euch und an mich): Erkennen wir Gottes Handeln in unserem Leben? Wenn ich mir vorstelle, dass ich an Josefs Stelle gewesen wäre, und wenn ich realistisch betrachte, was mir für gewöhnlich durch den Kopf geht, dann wäre das vielleicht so etwas gewesen: … Ich hatte zwei Träume, die auf unterschiedliche Weise eindrücklich gezeigt haben, wie meine ganze Familie sich vor mir verbeugt. Diese Träume haben sich irgendwie total besonders angefühlt! Aber … naja … es waren halt auch nur Träume. Jeder träumt ständig irgendwas … das muss ja nicht immer was heißen. Natürlich gibt es Situationen, in denen Gott zu Menschen in Träumen spricht oder ihnen sogar Visionen der Zukunft gibt … aber was sollte das bedeuten?! Also wahrscheinlich war es nichts. … Meine Brüder wollten mich umbringen?! Und jetzt haben sie mich stattdessen an irgendwelche vorbeiziehenden Leute verkauft? Wahrscheinlich werde ich meinen Vater nie wieder sehen. Wahrscheinlich werde ich nun für den Rest meines Lebens für irgendeinen Fremden den Boden schrubben. Was ist nur aus meinen Leben geworden?! Wo ist Gott, wenn man ihn braucht?! Wie konnte er das zulassen?! … Oh Mann, Glück gehabt! Hier bei Potifar lässt es sich wirklich aushalten. Er mag mich scheinbar. Aber, ich mache ja auch gute Arbeit, also kann er auch eigentlich nicht meckern. Wenn man sich anstrengt, dann kann man eben auch jemand werden. Glück im Unglück! … Ich glaube ich weiß, was dieser Traum des Pharaos bedeutet! Ich bin mir sogar ziemlich sicher … kommt das von Gott? Ich habe ja dafür gebetet, dass er mir die Deutung des Traumes des Pharaos mitteilt … ist das jetzt also passiert? Oder sind das jetzt gerade meine Gedanken? Oh Mann, wenn ich dem Pharao (DEM PHARAO!) jetzt sage, was sein Traum bedeutet, und am Ende war das gar nicht das, was Gott ihm eigentlich sagen wollte, dann sitze ich ganz schön in der Patsche. Was mache ich denn jetzt? Ich habe das starke Gefühl, dass Gott mir gezeigt hat, was ich sagen soll … aber will ich mein Leben von einem starken Gefühl abhängig machen?! … Ist das Leben nicht schön? Jetzt sind wir hier alle versammelt: meine Brüder, ihre Familien, mein Vater, meine Familie … und allen geht es gut! Schon seltsam, wie sich alles entwickelt hat. Mein Bruder hat mich kürzlich daran erinnert, dass sie damals so sauer auf mich waren, weil ich diese komischen Träume hatte, wo sich alle vor mir niedergeworfen haben. Hatte ich schon wieder ganz vergessen. Und jetzt bin ich der zweithöchste Mann in Ägypten und meine Familie musste mich um Brot anbetteln … sollten die Träume mir das vielleicht sagen? Natürlich habe ich hier ein wenig übertrieben. Aber kennt ihr das nicht? Es passiert etwas und man hat das starke Gefühl, dass Gott dahintersteckt. Und schon am selben Abend, wenn man darüber nachsinnt, fängt man an Gründe zu finden, warum es vielleicht doch nur ein Zufall war oder warum es eigentlich vielleicht auch gar nicht anders kommen konnte ... und schon redet man Gott klein. Wenn ihr das nicht kennt, dann beneide ich euch! 😊 Mir sind solche Situationen nur allzu bekannt. Aber Josefs Geschichte und seine klare Sicht auf Gottes Handeln haben mich mal wieder darin bestärkt, vermehrt darauf zu achten, wie Gott in meinem Leben wirkt. Natürlich werde ich nie mit Sicherheit sagen können, wo Gott genau gewirkt hat und wo nicht. Aber eigentlich weiß ich ja, dass er ALLES in der Hand hält. Und genauso weiß ich, dass er mit ALLEM einen großen Plan verfolgt. Daher ist meine heutige Challenge an mich und wenn ihr wollt auch an euch: Lasst uns in den nächsten Tagen mal bewusst darauf achten, was in unserem Leben passiert! Und egal ob es etwas Positives oder etwas Negatives ist, lasst uns uns entspannt zurücklehnen und darauf vertrauen, dass Gott es gut mit uns meint und letztendlich alles zum Guten führt – und wenn es dadurch kommt, dass wir von jemandem erst in einen trockenen Brunnen geworfen und dann an wildfremde Leute verkauft werden! 😉 „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach ⟨seinem⟩ Vorsatz berufen sind.“ (Römer 8,28) Gottes Segen und bis zum nächsten Mal Euer Daniel P.S.: Ein nützlicher praktischer Tipp, den ich neulich von einer Freundin bekommen habe: Einfach mal aufschreiben, was für Gedanken oder seltsame Erlebnisse man so hat. So gehen die Eindrücke nicht verloren. Und dann kommt vielleicht eines Tages der Punkt, an dem man durch das kleine Buch oder durch eure App scrollt und rückblickend plötzlich versteht, was das alles zu bedeuten hatte! 😊 Alle Zitate entstammen der Elberfelder Bibelübersetzung. Foto von Simon Berger on Unsplash.

  • Berührt

    Da schließe ich mich Lisa an, die letzte Woche so schön über ihr tägliches Bibelleseerlebnis berichtet hat. Auch wir haben dieses Jahr wieder begonnen, uns täglich zum Lesen zu treffen. Und was soll ich sagen, es funktioniert. Angefangen haben wir mit der Apostelgeschichte. Wie die gute Botschaft in die damalige „Welt“ getragen wurde, ist dort sehr spannend aufgeschrieben. Welche Hindernisse, Anfeindungen die Apostel erfahren, aber auch all die Wunder, die sie und ihre Mitstreiter erlebten. Welche Zweifel, welche Bestärkung ihres Glaubens an Jesus Christus hier beschrieben werden, das ging mir schon sehr nahe. Um weiter in diese Zeit einzutauchen, sind wir dann einer Empfehlung von Glaubensgeschwistern gefolgt und haben uns nach und nach 8 Folgen der 1. Staffel einer Jesus-Verfilmung auf YouTube angeschaut. Bei „Jesus-Filmen“ hatte ich bislang die schmachtenden, leuchtenden, eher etwas kitschigen und monumentalen Filme in Erinnerung, die jedes Jahr zu Ostern wiederholt werden. Rühmliche Ausnahme „Ben Hur“. In diesem Vier-Stunden-Epos geht es um einen Zeitgenossen Jesu und dessen Begegnung mit ihm. Ein Lieblingsfilm von mir, weil ich es immer spannend finde, wie sich Menschen nach der Begegnung mit Jesus verändern. Das zeigt auch die Serie „The chosen“. In einfacher, berührender Weise wird das biblische Wort, das uns überliefert ist, mit den Geschichten hinter den in der Bibel erwähnten Menschen, verbunden. Begegnungen, die es in sich haben, bedeuten sie doch für den Einzelnen eine Veränderung in der Beziehung zu Gott. Sie lassen sich von Gottes Sohn begeistern und sind von seiner Botschaft berührt. "Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben." (Matthäus 11,28+29) Natürlich sind das ausgedachte Lebensläufe und die ein oder andere fiktive Begegnung gibt es auch. Das trägt zur Bereicherung und zum Nachdenken über Einzelne und ganz nebenbei natürlich auch über mich selbst bei. Das Leben der Maria Magdalena und ihre Nachfolge wird hier erzählt und ich erinnerte mich sofort an meinen Blogbeitrag (siehe: https://www.leben-einfach-biblisch.de/post/maria-aus-magdala). Die Film Maria hat sehr viel gemeinsam mit meinen Gedanken zu ihr. Es tauchen noch andere Figuren auf. Der Pharisäer Nikodemus zum Beispiel. Hochangesehen, als Lehrer aller Lehrer gepriesen, und von seiner stolzen Frau öfter mal mit Gott gleich gesetzt, ist er eigentlich ein Gefangener seines Standes und findet trotzdem den Weg zu seinem Erlöser. Und Simon, der tatendurstige, rau-beinige Fischer, der immer seine Familie im Blick hat. Eine Folge handelt ausschließlich nur von Jesus und den Kindern. Und so weiter und so weiter. In jeder Folge hatte ich Gänsehautmomente und nach dem Abspann wollten wir meist gleich noch eine anschauen. Schaut selbst und findet eure Lieblingsfigur: https://www.youtube.com/results?search_query=the+chosen+deutsch Im Moment ist meine Lieblingsfigur Matthäus, der Zöllner. Bevor ich ihn durch die Folgen begleitete, dachte ich bei dem Beruf "Zöllner" meist an Zachäus. Dass Matthäus auch ein Zöllner war, ist mir gar nicht so bewusst gewesen. Ich war ziemlich beindruckt als Kind, da dieser kleine Mann auf einen Baum kletterte, um Jesus besser sehen zu können. Was für ein Einsatz. Ich war auch klein und ich konnte nicht auf Bäume klettern. Doch was waren das für Menschen? Die Steuereintreiber, die für die römische Besatzungsmacht Geld beschaffen sollten, sind Menschen aus dem Volk. Damit haben die Römer eine Barriere zwischen sich und dem jeweiligen Landesvolk geschaltet, so dass sie den Tribut an Rom nicht direkt, sondern über die einheimischen Mittelsmänner erhoben. Ziemlich schlau, so gingen die Römer der direkten Konfrontation aus dem Weg. Der eingesetzte Zöllner wiederum, konnte seinen „Lohn“ nur dadurch gewinnen, dass er von seinen Landsleuten mehr einnahm als Rom forderte und die Differenz für sich behielt. Das führte zwangsläufig zu Missgunst unter der Bevölkerung, die natürlicherweise keine Freude an den ständigen Abgaben hatte. Zöllner waren unbeliebt, ausgestoßen, hatten wenig Freunde und man sagte ihnen nach, sich auf Kosten des Volkes zu bereichern. Zudem hatten sie Kontakt zu den Römern, was einem Juden verboten war. Dazu eine Bibelstelle aus der Apostelgeschichte. Petrus wird zu dem römischen Hauptmann Kornelius geschickt (nachzulesen in Apostelgeschichte 10). Als Petrus, nach der Bekehrung des ganzen römischen Hausstandes von Kornelius, wieder in Jerusalem seine Brüder und Schwestern traf, warfen die ihm sein Fehlverhalten vor: "»Du hast das Haus von Nichtjuden betreten und sogar mit ihnen gegessen!«" (Apostelgeschichte 11,3) Ein Zöllner damals wurde mit einem Sünder gleichgestellt. Wer mehr zu diesem Thema lesen möchte, dem empfehle ich den sehr informativen Text unter folgendem Link: https://www.bibelentdeckungen.de/artikel/jesus-und-die-aussenseiter-teil-1/ Im Film wird Matthäus als ein Mann dargestellt, der sehr gut rechnen konnte und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und seine ganz eigenen Prinzipien hatte. Mutig ging er zu seinem römischen Vorgesetzten, als ihm Ungereimtheiten in Simons Zahlungsmoral auffielen. Er war ein einsamer Mensch. Keiner lud ihn zum Sabbatessen ein. Bei seiner Familie, die ihn offensichtlich ausgestoßen hatte, stand er vor dem erleuchteten Fenster und traute sich nicht hinein. Sein einziger Begleiter war ein großer schwarzer Hund. Mit ihm teilte er dann sein Sabbatessen. Bis er am Ufer des Sees Genezareth Zeuge wurde, wie Jesus Simon und seinem Bruder Andreas den großen Fischfang bescherte und sie zu Menschenfischern machte. Matthäus berichtet selbst sehr schlicht in Kapitel 9 über seine Begegnung mit Jesus. "Begreift doch endlich, was Gott meint, wenn er sagt: ›Wenn jemand barmherzig ist, so ist mir das lieber als irgendwelche Opfer und Gaben.‹ Ich bin gekommen, um Sünder in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen, und nicht solche, die sich sowieso für gut genug halten." (Matthäus 9,13) Eine Begegnung auf Augenhöhe. Der einsame Zöllner fand Freunde. Jesus aß mit ihnen und erzählte ihnen vom kommenden Reich Gottes und das sie Zeuge sind, denn es begann damals mit Jesu Leben und den Wundern, die er tat. Das Matthäus-Evangelium zeugt davon. Offensichtlich konnte Matthäus nicht nur gut rechnen, sondern auch gut schreiben. Er verließ sein gewohntes Leben und schloss sich seinem Erlöser an. Am Ende des 8. Teils sieht man Matthäus fröhlich mit den anderen Jüngern einen Pfad entlangwandern. Zurzeit lesen wir gemeinsam das Matthäus-Evangelium. Jetzt habe ich ständig das Bild von Matthäus aus der Serie vor Augen. Ich bewundere seinen Mut und es berührt mich, dass er alles was ihn in seinem Leben beschwerte, ablegen konnte und Jesus nachgefolgt ist. Der pragmatische Matthäus, für den Zahlen auf dem Papier sein bisher so schwarzweißes Leben bestimmten, schließt sich einer Gruppe an, die durch die Lande wandert und so irrationale Dinge miterlebt, wie Heilungen und Speisungen von Tausenden. Machte er sich Sorgen um morgen? Hatte er den Geldbeutel im Blick? Was konnten sie noch kaufen? Gab es genug zu essen? Wo verbringen wir die Nacht? Das wären so meine Fragen, wenn ich mein gewohntes Leben, so wie Matthäus, verlassen würde. Er hat uns in seinem Evangelium überliefert, was Jesus dazu sagt: "Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung? Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid? Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern. Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung? Seht euch an, wie die Lilien auf den Wiesen blühen! Sie mühen sich nicht ab und können weder spinnen noch weben. Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine von ihnen. Wenn Gott sogar die Blumen so schön wachsen lässt, die heute auf der Wiese stehen, morgen aber schon verbrannt werden, wird er sich nicht erst recht um euch kümmern? Vertraut ihr Gott so wenig? Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: ›Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?‹ Nur Menschen, die Gott nicht kennen, lassen sich von solchen Dingen bestimmen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht. Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen. Deshalb sorgt euch nicht um morgen – der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt." (Matthäus 6, 25 -34) Die Überlieferungen und die Geschichte von Matthäus berühren mich, weil auch ich aufgerufen bin, Altes liegenzulassen, und mich Jesus anzuschließen. Und das kann ich mir immer wieder neu sagen und mich ermutigen lassen durch solche Vorbilder und diesen liebevollen, wertschätzenden Umgang den die ersten Nachfolger Jesu lebten. Schließlich haben sie durch ihr Verhalten ziemlich viel Unmut und Unverständnis geerntet. Aber auch genauso viel Dank und Zustimmung von denen, die sich berühren ließen. Lassen wir uns immer wieder neu berühren! Eure Ulrike Übrigens: Die 2. Staffel von "The chosen" (https://www.the-chosen.net/) - auf Deutsch - steht ab 18. März zur Verfügung. Die Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für alle® entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica. Inc.® Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis-Verlag Basel.

  • Abrahams Auf und Ab

    Neues Jahr – „neue“ Vorsätze. Wie jedes Jahr, habe ich mir auch dieses Jahr wieder vorgenommen, jeden Tag in der Bibel zu lesen. Und immerhin habe ich bis heute jeden Tag jeden Teil der Tageslese gemacht. Das heißt zwei Teile Altes Testament (im Moment 1. Mose und die Psalmen) und ein Teil Neues Testament (Matthäus). Es hat mir bisher sehr gutgetan und es fallen einem immer wieder neue Dinge auf. Dieses Mal hat mich vor allem Abraham fasziniert. Aber nicht nur, weil er ein Glaubensheld war und auf Gott vertraut hat. Es hat mich eher angesprochen, dass er genauso wie wir Fehler gemacht hat – und Gott war trotzdem die ganze Zeit an seiner Seite. Abrahams Geschichte beginnt in 1. Mose 12 damit, dass er „umzieht“ – ganz wie Gott es ihm gesagt hatte. Er glaubt und vertraut Gott. „Da ging Abram, wie der HERR es ihm gesagt hatte, und Lot ging mit ihm. Abram aber war fünfundsiebzig Jahre alt, als er von Charan auszog“. (1. Mose 12,4) Doch noch im selben Kapitel kommt Abraham nach Ägypten. Er sagt seiner Frau Sara, sie solle behaupten, sie sei seine Schwester. Denn Abraham fürchtet sich, er könne wegen Sara umgebracht werden, da sie sehr hübsch war. So jedoch nimmt der Pharao Sara zur Frau. Und das gefällt Gott offenbar und verständlicherweise überhaupt nicht. „Doch der HERR schlug den Pharao und sein Haus mit schweren Plagen um Sarais willen, der Frau Abrams.“ (1. Mose 12,17) Auch der Pharao ist nicht gerade begeistert als er das hört. Abraham tritt also schon ganz am Anfang seiner Geschichte dem Pharao und Gott auf die Füße. Eigentlich ist er super gläubig und vertraut Gott, so sehr dass er einfach aus seinem Vaterland wegzieht, hat dann aber doch Angst davor, die Ägypter könnten ihm etwas antun und Gott würde ihn nicht beschützen. Sehr menschlich irgendwie … Abraham, dieser große Glaubensheld, hatte auch schwache Momente. Doch Gott schien das kaum zu interessieren. Zumindest lesen wir nicht davon, dass Gott Abraham tadelt. Sie machen einfach weiter und haben auch weiterhin eine sehr enge Beziehung zueinander. Gott verspricht Abraham, dass er viele Nachkommen haben wird und Abraham glaubt Gott. „Fürwahr, das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinen Nachkommen für immer. Und deine Nachkommen will ich machen wie den Staub der Erde. Nur wenn man den Staub der Erde zählen kann, können auch deine Nachkommen gezählt werden. Mach dich auf, zieh durch das Land in seiner Länge und seiner Breite, denn dir will ich es geben. Da brach Abram mit seinen Zelten auf, zog weiter und liess sich nieder bei den Terebinthen von Mamre, die bei Chebron sind, und dort baute er dem HERRN einen Altar.“ (1. Mose 13,15-18) In Kapitel 15 findet sich dann der wahrscheinlich bekannteste Vers zu Abraham: „Und er glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm als Gerechtigkeit an.“ (1. Mose 15,6) Abraham glaubt Gott, dass er noch einen Sohn bekommen wird, obwohl er schon viele Jahre kinderlos war. Da Sara allerdings nach langer Zeit doch nicht schwanger wird, hat sie die Idee, dass Abraham ein Kind mit ihrer Magd Hagar zeugen sollte. Und Abraham ist der Idee scheinbar nicht abgeneigt: „Und Sarai sprach zu Abram: Sieh, der HERR hat mich verschlossen, so dass ich nicht gebären kann. So geh zu meiner Magd, vielleicht bekomme ich durch sie einen Sohn. Und Abram hörte auf Sarai.“ (1. Mose 16,2) Im Kapitel davor hat Abraham Gott noch komplett geglaubt, doch jetzt beginnt er wohl zu zweifeln, sonst wäre er vermutlich nicht auf Saras Idee eingegangen. Sara und Abraham müssen allerdings mit den Konsequenzen leben, die ihr Handeln hat, da Hagar etwas übermütig wird. „Und er ging zu Hagar, und sie wurde schwanger. Und sie sah, dass sie schwanger war; da wurde ihre Herrin gering in ihren Augen.“ (1. Mose 16,4) Doch auch jetzt wendet Gott sich nicht ab von Abraham. In Kapitel 17 heißt es: „Als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien der HERR dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin El-Schaddai. Wandle vor mir und sei vollkommen. Ich will meinen Bund stiften zwischen mir und dir und dich über alle Massen mehren.“ (1. Mose 17,1+2) Gott verspricht Abraham noch einen Sohn von Sara und obwohl Abraham Gott zwei Kapitel zuvor noch bedingungslos glaubte, so hat er jetzt doch Zweifel, dass Gott das wirklich möglich machen kann. „Da fiel Abraham nieder auf sein Angesicht und lachte. Er sagte sich: Können einem Hundertjährigen noch Kinder geboren werden, und kann Sara, eine Neunzigjährige, noch gebären?“ (1. Mose 17,17) Nachdem Gott sein Versprechen allerdings noch mal bekräftigt, vertraut Abraham wieder darauf, dass für Gott alles möglich ist. In Kapitel 20 wiederholt sich die Begebenheit, die sich schon mit dem Pharao zugetragen hat. Abraham lässt sich in Gerar nieder und behauptet erneut, Sara sei seine Schwester. Wie der Pharao nimmt Abimelech Sara zur Frau und Gott ist nicht begeistert davon. Doch Abraham hatte wieder Angst er könne um Saras Willen umgebracht werden.* Dem ganzen setzt er dann noch die Krone auf als Abimelech ihn fragt, warum Abraham ihm das angetan hätte. Abraham antwortet daraufhin nämlich Folgendes: „Auch ist sie wirklich meine Schwester, die Tochter meines Vaters, nur nicht die Tochter meiner Mutter. So konnte sie meine Frau werden.“ (1. Mose 20,12) Es ist irgendwie so unfassbar menschlich, erst etwas falsch zu machen und dann auch noch eine gute Entschuldigung dafür finden zu wollen. Dabei hat Abraham Gott ja auch schon so oft geglaubt und vertraut. Zwei Kapitel weiter hätte Abraham sogar seinen einzigen Sohn für Gott geopfert. Es ist echt ein Hin und Herr mit Gott und Abraham bzw. mehr mit Abraham. Gott ist stets mit ihm. Egal was Abraham sagt oder tut. Es hat mich einfach sehr erstaunt und auch ein wenig beruhigt, dass Abraham, der immer als Glaubensheld und -vorbild gefeiert wird, auch Fehler gemacht hat und nicht perfekt war. Auch bei ihm war es ein ganz schönes Auf und Ab. Mal stand er voll und ganz zu Gott und dann hatte er wieder schwache Momente. Aber Gott ist immer da. Und solange wir uns wieder Gott zuwenden, wird er auch nicht von unserer Seite weichen – egal was für ein Auf und Ab uns gerade beschäftigt. „Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein rettender Held, voller Freude frohlockt er über dich, in seiner Liebe schweigt er, mit Begeisterung jubelt er über dich.“ (Zefanja 3,17) Eure Lisa ♥ * Verrückterweise handelt Isaak in 1. Mose 26 ganz genauso! Auch er gibt Rebekka als seine Schwester aus …

  • Ein besonderer Abend ...

    Weihnachtsstimmung In diesem Jahr fing Weihnachten für mich mit einer kleinen Weihnachtsfeier mit Arbeitskollegen an. Keine Angst, es war alles Corona-konform. Eine Gruppe von Menschen traf sich allein in einem Restaurant und freute sich, ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen. Alle waren sich der Besonderheit bewusst und entsprechend angespannt. Trotzdem dauerte es nicht lange, bis wir uns alle angeregt unterhielten. Ein Thema möchte ich hervorheben. Ein Anwesender berichtete von seinem Erlebnis des Tages. Er war mit Freunden, wie jedes Jahr, zur Weihnachtsbaumernte im nahegelegenen Wald. Seine Aufgabe war es, den Stamm am unteren Ende anzuspitzen. Daraufhin erzählten fast alle ihre Geschichte mit dem Weihnachtsbaum. Mein Geschäftspartner hatte gleich zwei Bäume besorgt. Einen für seine Nachbarin in der zweiten Wohnung des Hauses. Leider wollte diese sein Mitbringsel gar nicht. Der Handwerkschef bekam einen Weihnachtsbaumgutschein vom Baustoffhändler. Diesen hatte er kurzerhand seinem Mitarbeiter geschenkt. Irgendwann war auch ich an der Reihe. Woher bekommst du deinen Baum? "Ich habe keinen Weihnachtsbaum." lautete meine Antwort. Auf Nachfragen erklärte ich, dass ich den Weihnachtsbaum nicht mit dem Weihnachtsfest in Verbindung bringe. Er hat für mich nichts mit der christlichen Botschaft zu tun. Allerdings feiern wir in der Familie auch Weihnachten und schmücken an diesen Tagen auch die Wohnung bzw. das Wohnzimmer. Es war für alle eine besondere Antwort und ich hatte den Eindruck, sie war für alle auch OK. Jedenfalls war die Stimmung weiterhin sehr schön. Wir aßen und tranken zusammen und begegneten uns in weiteren Gesprächen. Der Abend war glaube ich auch so besonders, weil wir alle im vergangenen Jahr nur selten eine solche Möglichkeit der Begegnung hatten. ... Heiligabend Für den Heiligabend sollte unsere Familie zusammenkommen. Meine Frau und ich erwarteten unsere Kinder mit den Partnern und dem Enkelkind. Alle waren angemeldet. In meinem Kopf hatte ich mir einen Ablauf des Tages zurechtgelegt. Ich hatte sogar wieder einmal einen besinnlichen Programmpunkt geplant. Ich wollte die Familie an den Sinn der Weihnachtsgeschichte erinnern. In einem älteren Buch hatte ich einen passenden Text gefunden, der sich dem Thema nicht direkt nähert, sondern auf besondere Weise das anspricht, was mit Jesus in die Welt gekommen ist. Die Passage aus dem Buch lege ich hier, mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt Verlags, als Kopie dazu. Der Buchtitel lautet "Ich bin o.k. Du bis o.k.". Der Autor heißt Thomas A. Harris. Diese Stelle aus der Bibel hatte ich als Einleitung dazu ausgesucht. Jesus und die Kinder 15 Einige Eltern brachten ihre kleinen Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger sahen das, fuhren sie an und wollten sie wegschicken. 16 Doch Jesus rief die Kinder zu sich und sagte: »Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück, denn Menschen wie ihnen gehört Gottes Reich. 17 Ich versichere euch: Wer sich Gottes Reich nicht wie ein Kind schenken lässt, der wird ganz sicher nicht hineinkommen.« (Lukas 18, 15-17) Soweit meine Vorbereitungen. Der besondere Abend Wir begannen mit einem Tee- und Kaffeetrinken mit vielen leckeren süßen, meist selbstgebackenen, Leckereien. Dann stand eine langjährige Tradition auf dem Plan. Danach ein leckeres Essen mit mindestens drei Gängen. Schließlich gab es viele Geschenke. Am Ende ein gemeinsames Spiel. Der Abend war gelaufen. Zwischendurch hatte ich mindestens einmal an mein Vorhaben gedacht. Irgendwie passte es nicht hinein. Die Stimmung war immer gut. Alle waren zufrieden. Alle trugen zum Gelingen des Abends mit ihren ganz persönlichen Eigenschaften bei. Manches war viele Tage geplant, anderes entwickelte sich aus der Situation heraus. Alles war zu jeder Zeit für die jeweils Anderen OK und auch irgendwie besonders. Ein besonderer Geist durchströmte diese Gemeinschaft ohne das ich etwas Besonderes dazu beitrug. Ihr wisst schon, ich hatte da etwas vorbereitet. Ich brachte mich einfach nur ein, wie alle anderen auch. Im Grunde lebten wir den Text in diesen Stunden aus. Christus war da und segnete diesen Abend mit seinen Vorstellungen und seiner Gnade. Danke! In diesem Sinne wünsche ich euch solche besonderen Stunden im nächsten Jahr. Wie schrieb Freya im vorigen Blog? Weihnachten ist das ganze Jahr. Ingo

  • Frohes neues Jahr

    Der Jahreswechsel ist für viele Menschen eine Zeit der Reflektion. Man sinnt darüber nach, wie das letzte Jahr verlaufen ist und was man im nächsten Jahr verändern möchte. Es werden Ziele gesetzt, Vorsätze formuliert und vielleicht auch schon der Urlaub für das neue Jahr geplant. Was steht dieses Jahr an? Was möchte ich dieses Jahr machen? Wer möchte ich dieses Jahr sein? Wenn ich mir diese Fragen stelle, steht ein Aspekt für mich im Vordergrund: Ich wünsche mir buchstäblich ein frohes neues Jahr. Ich möchte zufriedener und glücklicher sein, denn an Freude hat es mir in 2021 oft gemangelt. An dieser Stelle bin ich versucht, das Ganze damit zu begründen, dass 2021 mir auch nicht besonders viel Anlass zur Freude geboten hat. Aber ich glaube, es wäre falsch, meinen Umständen die alleinige Schuld daran zu geben, dass 2021 für mich kein besonders glückliches Jahr war. Die Sache mit der Freude Ich glaube, dass es ähnlich wie beim Thema Dankbarkeit vor allem an uns selbst liegt, ob wir freudige Menschen sind oder nicht. Wenn Paulus schreibt „Seid allezeit fröhlich“ (1. Thessalonicher 5, 16), dann meint er damit nicht nur die Momente, in denen es uns leichtfällt. Wir müssen uns bewusst dazu entscheiden, fröhlich zu sein. Freude sollte eine Grundhaltung sein, mit der wir jedem Tag entgegenblicken und nicht nur die Reaktion auf die Dinge, die uns passieren. In der Bibel werden wir an verschiedenen Stellen aufgefordert, uns zu freuen. Zum Beispiel zieht sich diese Aufforderung durch den ganzen Brief an die Philipper. Unter anderem schreibt Paulus hier: „Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! Eure Milde soll allen Menschen bekannt werden; der Herr ist nahe. Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus“ (Philipper 4, 4 - 7) Diese Stelle ist nicht nur eine Aufforderung zur Freude, sondern beschreibt auch ganz verschiedene Dinge, die uns dabei helfen können, in unserer Freude zu wachsen. Gleich im ersten Satz wird deutlich, wo der Ausgangspunkt für unsere Freude ist: dieser liegt bei Gott. Nicht umsonst bedeutet das Wort Evangelium „frohe Botschaft“. Gott liebt uns und möchte eine Beziehung mit uns haben. Er ist bereit, über unsere Fehler hinwegzusehen, wenn wir ihn darum bitten und hat einen Plan für die Welt, der vorsieht, dass wir am Ende für immer mit ihm und seinem Sohn zusammen leben dürfen. Diese Hoffnung, die wir haben dürfen, ist Grund zur Freude an jedem einzelnen Tag, unabhängig von unseren sonstigen Umständen, denn „der Herr ist nahe“. Und wer weiß? Vielleicht wird schon 2022 das Jahr, in dem Jesus zurückkehrt und unsere Freude auf diese Weise vollkommen wird. Aber das ist nicht das einzige, das wir in diesen Versen über Freude lernen. Paulus schreibt den Philippern, dass ihre Milde bzw. ihre Güte allen Menschen bekannt werden soll. Heute wissen wir, dass Menschen nachgewiesen am glücklichsten sind, wenn sie etwas für andere Menschen tun, um diesen eine Freude zu machen. Das können wir nicht, wenn wir uns nur mit uns selbst und unseren trüben Gedanken beschäftigen. Dafür müssen wir den Blick nach außen wenden und uns mit den Menschen in unserem Umfeld auseinandersetzen. Wir sollten uns weniger mit uns selbst und mehr damit beschäftigen, was andere bewegt und wie wir ihnen Gutes tun können. Paulus schreibt weiter, dass die Philipper um nichts besorgt sein sollen und ihre Anliegen jederzeit im Gebet mit Danksagung vor Gott bringen sollen. Hier verstecken sich zwei weitere Hilfen für uns. Zum Einen setzt Freude im Herrn voraus, dass wir mit Gott in Beziehung leben. Wir sollten uns nicht nur Zeit für die Menschen um uns herum nehmen, sondern auch bewusst Zeit mit Gott verbringen (und ihn nicht auf dem Sofa vergessen, wie Daniel sagen würde). Zum anderen spricht Paulus das Thema Dankbarkeit an. Dankbarkeit kann uns helfen, unseren Blick auf unser Leben zu verändern und uns mehr auf die Dinge zu fokussieren, die für uns ein Grund zur Freude sind. Denn davon gibt es oft mehr, als uns auf den ersten Blick bewusst wird. Viel zu oft betrachten wir das Glas als halb leer und sehen nur das Negative und den Mangel um uns herum. Dabei ist auch ein halb gefülltes Glas ein Geschenk Gottes. Der Weg in ein frohes 2022 Um diese Dinge umzusetzen habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr mehr Zeit in meine Beziehung mit Gott und in die Beziehungen zu den Menschen um mich herum zu investieren. Außerdem wird es Zeit, mein Dankbarkeitstagebuch zu entstauben (in den letzten zwei Monaten habe ich nur noch sporadisch etwas hineingeschrieben) und meine Einträge wieder zu einer Gewohnheit werden zu lassen. Ich möchte mir einen positiveren Blick auf mein Leben und mich selbst antrainieren und ich möchte wieder mehr Zeit mit Dingen verbringen, die mich glücklich machen. Ich habe keine Ahnung, ob die Umstände in diesem Jahr besser werden als im letzten Jahr und ob die Pandemie bald ein Ende finden wird, aber eines weiß ich ganz sicher: Ich habe keine Lust mehr Trübsal zu blasen und ob 2022 tatsächlich ein freudigeres Jahr wird, haben wir selbst in der Hand. Daher wünsche ich uns allen zum Jahresbeginn vor allem eines: Ein frohes neues Jahr! Bis zum nächsten Mal! Eure Lea

  • Weihnachtsschuhe

    Es ist fast Weihnachten und ich stehe in einer Warteschlange an der Kasse. Ich versuche das letzte Geschenk zu kaufen, bin aber noch nicht wirklich in Weihnachtsstimmung. Direkt vor mir steht ein kleiner Junge, der nervös wartet und etwas ängstlich wirkt. Er läuft hin und her, so wie es kleine Jungs eben gerne tun. Und in seinen Händen hält er ein Paar Schuhe. Seine Kleidung ist abgenutzt und alt, er ist schmutzig von Kopf bis Fuß. Und als die Zeit zum Bezahlen kommt, kann ich nicht glauben, was ich ihn sagen höre. „Sir, ich möchte diese Schuhe für meine Mama kaufen, bitte. Es ist Heiligabend und diese Schuhe sind genau ihre Größe. Könnten Sie sich beeilen, Sir, Daddy sagt, wir haben nicht viel Zeit. Sie ist nämlich schon eine ganze Weile krank. Und ich weiß, dass diese Schuhe sie zum Lächeln bringen würden. Und ich möchte, dass sie schön aussieht, wenn Mama heute Abend Jesus trifft.“ Er zählt die Pfennige, was gefühlt Jahre dauert. Dann sagt der Kassierer: "Sohn, es ist nicht genug!" Er durchsucht hektisch seine Taschen. Dann dreht er sich um und sieht mich an. Er sagt, dass Mama es Weihnachten bei uns zu Hause schön machte, obwohl sie die meisten Jahre ohne Geld auskam. „Sagen Sie mir, Sir, was soll ich nur tun? Irgendwie muss ich ihr diese Weihnachtsschuhe kaufen.“ Also lege ich das Geld hin, ich muss ihm einfach helfen. Und ich werde nie seinen Gesichtsausdruck vergessen, als er sagt: „Mama wird so toll aussehen.“ „Sir, ich möchte diese Schuhe für meine Mama kaufen, bitte. Es ist Heiligabend und diese Schuhe sind genau ihre Größe. Könnten Sie sich beeilen, Sir, Daddy sagt, wir haben nicht viel Zeit. Sie ist nämlich schon eine ganze Weile krank. Und ich weiß, dass diese Schuhe sie zum Lächeln bringen würden. Und ich möchte, dass sie schön aussieht, wenn Mama heute Abend Jesus trifft.“ Ich weiß, dass ich einen Blick auf die Liebe des Himmels erhaschen durfte, als er mir dankt und hinausläuft. Ich weiß, dass Gott diesen kleinen Jungen geschickt hat, um mich daran zu erinnern, worum es an Weihnachten geht. (Christmas Shoes – NewSong*) Für mich geht es um (Nächsten-)Liebe. Um Unterstützung und Ehrlichkeit. Den Mut um Hilfe zu bitten und diese anzunehmen. Um Achtsamkeit, Zuhören und Lächeln. Akzeptanz, Mitgefühl und Respekt. Zusammenhalt, Gemeinschaft und Dankbarkeit. Wenn es um die Liebe geht, ist Weihnachten für mich nicht nur an einem Tag, sondern an jedem Tag. Ich kann zu allen Jahreszeiten versuchen meine Liebe zu zeigen und mein Licht strahlen zu lassen. Mit meinem Licht meine ich, sich dankbar und gesegnet zu fühlen und dieses auch nach außen hin zu zeigen. Beispielsweise durch ein Lächeln oder das Anbieten von Unterstützung. Am besten gelingt mir das in der Begegnung mit Menschen, die das letzte und dieses Jahr leider nur mit Einschränkungen möglich war. Und ich merke, wie ich, als soziales Wesen, anfange, darunter zu leiden. Deshalb nutze ich fast jede legale Möglichkeit, um Gemeinschaft zu haben. Chor, Kinderwagen-Café, Online-Versammlung, Study Group. Gut, etwas vom Thema abgekommen. Das Besondere an der Weihnachtszeit ist, dass sehr viele Menschen auf der Welt sich dazu berufen fühlen, anderen ihre Liebe zu zeigen, indem sie ihre Liebsten beschenken, Fremden Geld spenden, es sich zu Hause gemütlich machen und versuchen, das Gute im anderen zu sehen oder nochmal ein Auge zudrücken, „weil ja Weihnachten ist“. Ich könnte jetzt wütend darüber werden, dass Menschen so etwas scheinbar nur einmal im Jahr machen. Doch ich bin eher dankbar dafür, dass es diese Zeit gibt, da die Wichtigkeit der Gemeinschaft eine ganz neue Dimension bekommt. Einmal im Jahr sind wir alle zusammen Menschen, die fröhlich miteinander sein wollen. Gemeinsam backen, essen, trinken, singen, tanzen, spielen, lachen, weinen, musizieren (sodass diese geballte Nähe dem einen oder anderen auch schon wieder zu viel wird und er/sie sich wieder auf ein ganzes Jahr allein sein freut 😉). Ich kann mir vorstellen, dass Jesus und Gott das auch wollen und schön finden. Denn es ist ihr Gebot und Auftrag an uns: [...] Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für die Freunde hingibt. Und ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch aufgetragen habe. Ich nenne euch nicht mehr Diener; denn einem Diener sagt der Herr nicht, was er vorhat. Ihr aber seid meine Freunde; denn ich habe euch alles anvertraut, was ich vom Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt. Ich habe euch dazu bestimmt, dass ihr euch auf den Weg macht und Frucht bringt – Frucht, die bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, worum ihr ihn in meinem Namen bittet. Das ist mein Auftrag an euch: Liebt einander! (Johannes 15,12-17) Für mich ist die Weihnachtszeit also nicht nur eine Zeit des Ankommens, sondern auch eine Zeit der Hoffnung. Die Hoffnung, dass wir am Ende in einem Königreich mit Jesus, unserem Freund, leben, wo solche „Licht-Momente“ und das Zusammensein Alltag sind. In diesem Sinne wünsche ich euch eine erfüllte „Restweihnachtszeit“ und ein gesegnetes Jahr 2022. Eure Freya Rise up and shine! Kurz zusammengefasst von Rolf Zuckowski: "Heute wollen wir Geburtstag feiern. Den schönsten Geburtstag im ganzen Jahr. Den Tag, an dem Gottes Sohn zur Welt kam. Er wurde als Baby geboren, so wie du und ich. Winzig und hilflos, ohne Lächeln und ohne Zähne. Und seine Windeln wurden nass, so wie deine und meine. Seine Mutter war eine Frau mit Namen Maria. Und sie gebar ihn wie jede Frau unter Schmerzen und Freude. Und als sie ihn dann in den Armen hielt, empfand sie das Glück einer Mutter. Es war eine Geburt wie alle anderen und doch war sie mehr. Viel mehr. Das strampelnde Baby war Gottes Sohn. Wer kann das verstehen? Wir können es nur glauben. Denn unser Verstand ist zu eng für die Wahrheit. Gott schenkte uns seinen Sohn, um uns zu zeigen, wie sehr er uns liebt. Wie sehr er bereit ist uns zu verzeihen, wenn wir nur seiner Liebe vertrauen. Das ist das Wunder der heiligen Nacht, die wir heute feiern. Das Wunder aller Wunder. Darum wollen wir uns liebhaben und glücklich sein." (Fröhliche Weihnacht (Es ist soweit)- Rolf Zuckowski) *https://www.youtube.com/watch?v=MpkI7GW2V34

  • Podcast-Empfehlung (für den Jahresausklang?)

    Was ist die Bibel für uns? Wie legen wir sie aus? Und welche Konsequenzen hat das für uns und für andere? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Bremer Pastor Jens Stangenberg in seinem Podcast, den ich euch hier sehr ans Herz legen möchte. Wer noch nicht weiß, wie er oder sie die Tage zwischen Weihnachten und Silvester gefüllt bekommt, wird hier vielleicht fündig. In insgesamt 12 Folgen erarbeitet der Autor sehr detailliert, teilweise provokant aber immer genau beobachtend, ausgewogen und sehr reflektiert eine Stellungnahme dazu, was Bibelfundamentalismus in seinen Augen ist und warum man ihn sehr kritisch betrachten sollte. Dabei bleibt er keineswegs rein theoretisch, sondern orientiert sich praktisch an seinem medial recht präsenten Kollegen, dem Bremer Pfarrer Olaf Latzel, gegen den – aufgrund seiner Bibelauslegung und Predigten – wegen Volksverhetzung ermittelt wird. Ein heikles Thema also! Ich sage es gleich dazu: Der Podcast erfordert ordentlich Sitzfleisch. Die meisten der 12 Folgen dauern ca. eine Stunde. Auch sind sie wohl eher weniger geeignet, um nebenbei Staub zu wischen oder den Abwasch zu machen. Jens Stangenberg geht hier sehr wissenschaftlich und akkurat vor, was unter anderem bedeutet, dass sich einzelne Gedanken schon einmal über eine viertel Stunde ziehen können, bis er sie in ihrer ganzen Tragweite ausgeführt hat und man als Hörer langsam das ganze Bild sieht, das er malt. Aber genau das macht diesen Podcast hervorragend! Wenn man sich darauf einlässt, dann hört man eine Vielzahl gut aufbereiteter und hochinteressanter Gedanken zu verschiedenen Verständnissen der Bibel, zu ihrer Auslegung und letztlich zu unserer Beziehung zu Gott und zur Welt. Dabei teilt der Autor zwar explizit seine eigenen Gedanken mit, kennzeichnet sie aber auch als solche und lässt Raum, sich die aufgeworfenen Fragen selbst zu stellen – und dabei eventuell auch zu anderen Antworten zu kommen. Ich habe es selbst erst bis Folge #06 geschafft, denn zu einer Stunde Podcast kommt für mich auch jeweils gut und gerne noch eine weitere Stunde des Sacken-Lassens, Nachdenkens, und Reflektierens, wie ich eigentlich selbst zu den einzelnen Punkten stehe. Aber ich muss sagen: Ich genieße es sehr! Aus jeder Folge nehme ich wieder 15 neue kleine Gedanken mit, die mich persönlich herausfordern und mich anregen, meinen eigenen Standpunkt immer wieder zu hinterfragen und mich auch ab und zu ertappt zu fühlen, bestimmte Meinungen zwar für lange Zeit vertreten, aber doch manchmal nicht ganz zu Ende gedacht zu haben. Ein wirklich aktueller, inspirierender und tiefgehender Podcast! Ich hoffe ich finde ein paar Mitstreiter, die ihn sich auch „antun“ und Lust haben, sich darüber auszutauschen. Ich würde mich freuen! 😉 Den Podcast findet ihr auf der Website von Jens Stangenberg (https://jensstangenberg.de/podcast/christlicher-fundamentalismus/) oder wahrscheinlich auch beim Musik-Streaming-Dienst eurer Wahl! Gottes Segen und bis zum nächsten Mal Euer Daniel

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