• Ulrike

Die Kraft der Auferstehung

Wie oft ich den Philipperbrief schon gelesen habe? Das kann ich gar nicht genau sagen. Jedenfalls hat mich vor ein paar Tagen dieser Vers zum Nachdenken gebracht.

„Um Christus allein geht es mir. Ihn will ich immer besser kennen lernen: Ich will die Kraft seiner Auferstehung erfahren, aber auch seine Leiden möchte ich mit ihm teilen und mein Leben ganz für Gott aufgeben, so wie es Jesus am Kreuz getan hat. Dann werde ich auch mit allen, die an Christus glauben, von den Toten auferstehen.“ (Philipper 3,10+11)

Welche Kraft beschreibt Paulus? Wie kann ich diese heute noch erleben und erfahren? Was macht diese Kraft aus? Paulus ermutigt mich durch seinen Brief an die Gemeinde zu Philippi, mich damit einmal näher zu beschäftigen. Der ganze Brief ist eine einzige Ermutigung und die immer wieder beschriebene Freude geradezu ansteckend!


Aus meiner Glaubensüberzeugung heraus weiß ich, dass es mehrere Aspekte der Auferstehung gibt, die ich bislang eher „nüchtern“ betrachtet habe. Zum einen die leibhaftige Auferstehung Jesu. Wäre Jesus nicht gestorben und, da er ohne Sünde war, gerechterweise wieder auferstanden, wäre der Rest seiner Botschaft irgendwie ohne Logik. Gottes vollkommene Gerechtigkeit wird hier so deutlich offenbar. Der Mensch sündigt und bekommt dafür den gerechten Lohn, den Tod. Die Lösung dieser Abfolge und das große Ziel Gottes: Durch Jesus kommt die Auferstehung in die Welt und das Angebot, wenn ich daran glaube, auch daran Teil zu haben.

„Tatsächlich aber ist Christus als Erster von den Toten auferstanden. So können wir sicher sein, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden. Der Tod ist durch die Schuld eines einzigen Menschen in die Welt gekommen. Ebenso kommt auch durch einen Einzigen die Auferstehung. Wir alle müssen sterben, weil wir Nachkommen von Adam sind. Ebenso werden wir alle zu neuem Leben auferweckt, weil wir mit Christus verbunden sind.“ (1.Korinther 15,20-22)

Diese Glaubenshoffnung gibt Kraft, wie Jesus, der Auferstandene, seinen Jüngern erklärt: „Ich lebe und ihr sollt auch leben“ (Johannes 14,19). Das Erlebte und die Worte Jesu sind Kraftquelle der Verkündigung zum Aufbau der ersten Gemeinden und zur Überlieferung über die Jahrtausende hinweg bis heute. Aus dieser unerschöpflichen Quelle kann ich auch heute Kraft ziehen!


Mit Auferstehung verbinde ich auch meine Taufe. Wie ich im Brief an Christen in Rom lese:

„Ihr wisst doch, was bei der Taufe geschehen ist: Wir sind auf den Namen von Jesus Christus getauft worden und haben damit auch Anteil an seinem Tod. Durch die Taufe sind wir also mit Christus gestorben und begraben. Und wie Christus durch die Herrlichkeit und Macht seines Vaters von den Toten auferweckt wurde, so haben auch wir ein neues Leben empfangen und sollen nun so handeln, wie es diesem neuen Leben entspricht.“ (Römer 6,3-5)

Mit der Taufe beginnt eine neue Verbindung. An diese Kraft der Verbindung zu Gott erinnert mich der Römer- und der Philipperbrief. Sie macht mich frei durch die Vergebung der Sünden. Und so wie mir Gott vergibt, kann ich mir und anderen vergeben. Das macht leicht und ich kann handeln!


Genaugenommen zieht sich das Thema Auferstehung durch alle Bücher des neuen Testaments. Hier wird uns gezeigt was Hoffnung bedeutet und das Ziel und der Sinn des Lebens ist. Durch seine Auferstehung zeigt Jesus die Zuverlässigkeit der Verheißungen der Propheten. Jahrhunderte vorher haben sie Geburt, Tod und Auferstehung vorausgesagt. Zum Beispiel in Psalm 22, Jesaja 53 oder in 5. Mose 18:

„Ich will ihnen auch in Zukunft einen Propheten senden wie dich, einen Mann aus ihrem Volk“ (5. Mose 18,18)

Das wird in Apostelgeschichte 2,22 bestätigt. Und noch ein neues Kapitel der Auferstehung erwarte ich in der Zukunft. Die Auferstehung der Toten, wenn Christus wieder zur Erde zurückkehrt und seine Nachfolger zu sich ruft, aus den derzeit Lebenden und den Toten. Ich erinnere mich an Hiob:

„Doch eines weiß ich: Mein Erlöser lebt; auf dieser todgeweihten Erde spricht er das letzte Wort! Auch wenn meine Haut in Fetzen an mir hängt und mein Leib zerfressen ist, werde ich doch Gott sehen! Ja, ihn werde ich anschauen, mit eigenen Augen werde ich ihn sehen, aber nicht als Fremden. Danach sehne ich mich von ganzem Herzen!“ (Hiob 19,25-27)

Und was ich im Buch des Propheten Jesaja lese, bekräftigt den Glauben an die Verheißung, dass die Toten wieder auferstehen und mit Christus auf dieser Erde leben werden.

„Herr, die Toten deines Volkes werden wieder lebendig, ihre Leichen werden auferstehen! Wacht auf und singt vor Freude, alle, die ihr unter der Erde ruht! Du, Gott, bist wie erfrischender Tau am Morgen. Durch deine belebende Kraft gibt die Erde die Leiber der Verstorbenen zurück.“ (Jesaja 26,19)


Da ist sie wieder – die KRAFT der Auferstehung! Im Hier und Jetzt kann ich die Zuverlässigkeit in Gottes Plan und eine vollkommene Gerechtigkeit erkennen, Gottes Gnade durch die Vergebung meiner Sünden erfahren und mit Hoffnung in die Zukunft gehen. Das gibt mir Kraft zu leben, mich mit Freude auf das Ziel vorzubereiten und anderen Menschen davon zu erzählen!


Möge die Kraft der Auferstehung mit uns sein! Gottes Segen wünscht euch


Eure Ulrike



... erinnert ihr euch noch an das Dezember-Rätsel? Hier ein Teil der Auflösung. Für die Rätselfreunde unter euch: Ich bin immer noch gespannt auf eure Lösungen auf die Frage, wie viele Blogtitel aus 2020 in dem Gitterrätsel versteckt sind. Das Original findet ihr in meinem Blogbeitrag "Zwischen den Jahren" vom 28.12.2020 (https://www.leben-einfach-biblisch.de/post/zwischen-den-jahren).



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