• Ulrike

Was bewegt ... ?

Unruhig starre ich auf mein Handy. Zum wiederholten Male rufe ich die Seite mit den aktuellen Nachrichten auf und schaue, ob meine Chefin neue Updates zum Umgang mit Corona hat.


Testen, Booster, Inzidenzwert, Hospitalisierung, Warnstufe, Omikron, Ausgangssperre, 3G, 2G, 2G plus … es spukt in meinem Kopf. Seit letzter Woche wird nicht mehr im Chor gesungen, Sport in der Halle findet nicht statt, Fußballstadien bleiben leer und Weihnachtsmärkte sind abgesagt.

Ich verstehe diese Maßnahmen, dienen sie doch letztendlich dazu, dass die Krankenhäuser arbeitsfähig bleiben und allen, die versorgt werden müssen, geholfen werden kann. Ich informiere mich und halte mich an Regeln und versuche, mich nicht aufzuregen und in Panik zu verfallen. Es gibt keinen Plan. Eine solche weltumspannende Pandemie war noch nie da und keiner kann sich entziehen.


Ich muss mit mir klarkommen, mit meiner Familie, mit meinen Freunden und mit meinen Arbeitskollegen. Unterschiedliche Meinungen und Vorgehensweisen akzeptiere ich und halte ich aus, versuche ich zu verstehen. Ich bemerke, dass die letzten gut eineinhalb Jahre ihre Spuren hinterlassen haben. Der Ton wird rauer, Spannungen entladen sich und Risse in intakten Freundschaften tun sich auf.



Zudem ist da draußen gerade ein scheußliches Regen- und Sturmwetter. Das drückt auf die Stimmung. Jetzt wird es Zeit für mich, mich mit hellen Dingen zu beschäftigen. Vielleicht ist euch auch danach, dann hoffe ich, euch ein wenig Licht und Wärme bringen zu können.


In solchen Momenten hilft es mir in Gottes Wort zu schauen und meine Basis zu festigen. Beim Stöbern habe ich eine Sammlung von Bibelstellen gefunden zum Thema Frieden.

So wie bei Adam und Eva im Paradies, wo alles in Ordnung war und es noch nicht um Gut und Böse, Richtig und Falsch ging. Da sehe ich auch mein Ziel. Meine Hoffnung auf ewiges Leben im Reich Gottes, wo der Wolf neben dem Lamm liegt, wie in Jesaja Kapitel 11 beschrieben. Oder wie es weiter in Kapitel 12 über das kommende Friedensreich heißt:

„Ja, so ist mein Gott: Er ist meine Rettung, ich vertraue ihm und habe keine Angst. Der HERR allein gibt mir Kraft. Denke ich an ihn, dann beginne ich zu singen, denn er hat mich gerettet. Seine Hilfe gleicht einer sprudelnden Quelle. Voller Freude werdet ihr Wasser daraus schöpfen. An jenem Tag werdet ihr sagen: »Lobt den HERRN und preist seinen herrlichen Namen! Erzählt den Völkern, was er getan hat! Ruft in die Welt hinaus, wie groß und erhaben er ist! Singt zur Ehre des HERRN, denn er hat wunderbare Taten vollbracht. Auf der ganzen Erde soll man es hören! Ihr Einwohner von Zion, jubelt und singt, denn groß ist der heilige Gott Israels, der mitten unter euch wohnt.“ (Jesaja 2,2-6)

Jetzt erinnere ich mich an Leas Blogbeitrag: „Gott will, dass ich jetzt glücklich bin“. (https://www.leben-einfach-biblisch.de/post/gott-will-dass-ich-gl%C3%BCcklich-bin) Zur Zeit ist für mich eine Seite des Glücks, dass ich Frieden habe mit den Menschen und dieser chaotischen Situation, in der wir gerade leben. Mit weiteren Bibelstellen versuche ich mich zu stärken und in eine friedliche Ruhe zu spüren.

„Herr, du gibst Frieden dem, der sich fest an dich hält und dir allein vertraut. Ja, vertraut dem HERRN für immer, denn er, unser Gott, ist ein starker Fels für alle Zeiten!“ (Jesaja 26,3)

Und nicht nur, dass mir Gott seinen Frieden schenkt, ich kann durch mein friedliches Handeln auch davon etwas abgeben. Ich kann versuchen, meine Mitmenschen zu verstehen. Sie nicht gleich in eine Schublade zu stecken und mit einem Etikett zu versehen. Zugegeben auch mir fällt es nicht leicht, offen zu bleiben, nachzufragen und meine Perspektive zu ändern, um manches besser verstehen zu können. Letztendlich vertraue ich auf Gottes Führung zum Frieden hin.

„Wendet euch ab von allem Bösen und tut Gutes! Setzt euch unermüdlich und mit ganzer Kraft für den Frieden ein!“ (Psalm 34,15)

Dem viel zitierten Vers von Paulus in seinem Brief an die Galater „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ folgen noch weitere Ratschläge und Erkenntnisse des Apostels:

„Dagegen bringt der Geist Gottes in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und Güte; Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung. Ist das bei euch so?“ (Galater 5,22+23)

Spürt ihr schon den kleinen inneren Frieden in euch? Es ist gut, dass uns Gott durch die Bibel so ermutigt und befriedet. Das beste Vorbild in Sachen friedlicher Umgang hat uns Gott durch seinen Sohn Jesus Christus gegeben. Angekündigt vom Propheten Jesaja:

„Was für ein herrlicher Augenblick, wenn ein Bote über die Berge kommt, der eine gute Nachricht bringt! Er eilt herbei und ruft der Stadt auf dem Berg Zion zu: »Jetzt ist Friede, die Rettung ist da! Jerusalem, dein Gott herrscht als König!" (Jesaja 52,7)
„Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn »Wunderbarer Ratgeber«, »Starker Gott«, »Ewiger Vater«, »Friedensfürst«. Er wird seine Herrschaft weit ausdehnen und dauerhaften Frieden bringen. Auf dem Thron Davids wird er regieren und sein Reich auf Recht und Gerechtigkeit gründen, jetzt und für alle Zeit. Der HERR, der allmächtige Gott, wird dies eintreffen lassen, leidenschaftlich verfolgt er sein Ziel.“ (Jesaja 9,5+6)

Gestern war der 2. Advent. Wir warten auf die Ankunft Jesu. Eigentlich warte ich nicht nur zwischen Ende November und dem 24. Dezember auf meinen Retter. An seinem Leben und seinem Umgang mit den Menschen kann ich mir ein Beispiel nehmen. Seine Zuwendung und seine Liebe möchte ich auch in mein Herz aufnehmen und leben. Meine Hoffnung auf seine Wiederkehr zu uns Menschen auf die Erde und der Errichtung eines Friedensreiches ist das ganze Jahr über lebendig. Und gerade in einer derartig aufwühlenden Zeit umso mehr mein Rettungsanker und mein Licht im Sturm.

„Aber auch dann werde ich nicht allein sein, denn der Vater ist bei mir. Dies alles habe ich euch gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt. In der Welt werdet ihr hart bedrängt, aber lasst euch nicht entmutigen: Ich habe diese Welt besiegt.“ (Johannes 16,32+33)



Ich wünsche euch eine friedvolle Lebenszeit mit einem wunderschönen Lied https://www.youtube.com/watch?v=acTug3Mp4LQ


Eure Ulrike



Die Bibelzitate sind aus der Übersetzung „Hoffnung für alle“ entnommen

0 Kommentare