Liebe
- Lisa

- vor 14 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Ich möchte heute mal wieder ein Lied mit euch teilen, das im Moment ganz oben auf der Liste von Liedern steht, die ich sehr gerne mag. Es ist von einer Band, von der ich im März bereits ein Lied geteilt habe (https://www.leben-einfach-biblisch.de/post/hoffnung). Beim letzten Mal ging es um Hoffnung – heute soll es um die Liebe gehen (Glauben haben wir leider übersprungen 😉).
Das Lied heißt „Shake The Dust“ von der Band Switchfoot. Es ist erschienen auf dem neuen Konzeptalbum „Forever Now“, das die Frage stellt: Was wäre, wenn es unser letzter Tag auf der Erde wäre? Wie würden wir ihn verbringen? Was wäre uns wichtig? Zum Teil ist es ganz schön tiefgehend, berührend und regt vor allem zum Nachdenken an.
Bevor es jetzt aber weiter um den Inhalt geht, könnt ihr gerne erst mal reinhören:
Mir gefallen rein musikalisch (neben dem Genre) die Gitarrenriffs, die Dynamik und die Energie des Songs. Das holt mich einfach total ab. Doch auch inhaltlich spricht es mich sehr an. Das Lied fordert uns auf, alten Ballast und Ängste abzuschütteln („shake the dust“), da die Liebe alles überdauern wird („only love outlasts the living“):
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Die grösste unter ihnen aber ist die Liebe.“ (1. Korinther 13,13)
Die erste Strophe beginnt auf einem Friedhof. Hier wird klar, dass das Leben endlich ist und alle irgendwann wieder zu Staub werden. In der zweiten Strophe wird es sehr persönlich. Es geht um den Großvater des Songwriters, der im Krieg kämpfte, aber trotzdem nicht nachtragend war. Er sah nur das Gute in den Soldaten – seinen ehemaligen Feinden – und verlor kein böses Wort über sie.
Der Refrain fasst das ganze Thema zusammen. Alles auf der Welt ist endlich. Schlechte Dinge und alter Schmerz sollten losgelassen werden. Denn was zählt, ist die Liebe. Sie ist nicht endlich. Sie ist unendlich und auch mit das einzige, was sich vermehrt, wenn man es teilt.
Statt an Hass und Vergeltung, sollten wir an Liebe und Vergebung denken. Statt Abgrenzung zu schaffen, sollten wir Gemeinsamkeiten suchen. Und statt an alten, unnützen Dingen festzuhalten, sollten wir den Moment leben und lieben. Denn gerade hier und jetzt sind Menschen, denen wir begegnen und Liebe zeigen können.
„Die Liebe ist geduldig. Gütig ist sie, die Liebe. Die Liebe ereifert sich nicht. Sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf. Sie ist nicht unverschämt. Sie sucht nicht den eigenen Vorteil. Sie ist nicht reizbar und trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht, wenn ein Unrecht geschieht. Sie freut sich aber, wenn die Wahrheit siegt. Sie erträgt alles. Sie glaubt alles. Sie hofft alles. Sie hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.“ (1. Korinther 13,4-8)
Dabei ist die Liebe nicht nur ein Gefühl wie beim „Frisch-Verliebt-Sein“, sondern eine ganz bewusste Einstellung und Handlung. Ich kann mich entscheiden, weiter nachtragend zu sein oder ich kann vergeben. So wie uns der Großvater im Lied ein Vorbild ist für bedingungslose Liebe und Vergebung.
Die Liebe steht natürlich im Gegensatz zu Hass, aber auch zu Angst. Vor allem in der heutigen Zeit, in der die Welt oft in Stücke zu fallen scheint, wie es im Refrain (frei übersetzt) heißt („when the world you used to trust, is in pieces all around you“). Denn Hass entsteht oft aus Angst, und Angst resultiert häufig aus Unsicherheit und Kontrollverlust.
All das dürfen wir jedoch aktiv abschütteln („shake the dust“) und durch Liebe ersetzen. Liebe verbindet uns miteinander und mit Gott. Sie lässt uns mit anderen mitfühlen, vergeben und Vertrauen aufbauen. Angst hingegen isoliert und lähmt uns. Liebe motiviert uns und schenkt uns Hoffnung. Und genau das ist es, was Jesus uns als das wichtigste Gebot mitgegeben hat: zu lieben (Matthäus 22,36-40).
„In der Liebe gibt es keine Furcht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe. Bei dem, der sich fürchtet, hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.“ (1. Johannes 4,18)
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)
Wenn also heute mein letzter Tag wäre, was würde ich tun? Meine Antwort ist ganz klar: Ich würde viel mehr von Gottes Liebe annehmen und verbreiten. Denn plötzlich wären auch so viele Dinge, die meinen Alltag ausmachen, unwichtig: die Arbeit, die Wäsche, der Garten, das Geschirr, der Streit zwischen den Kindern, vielleicht eine unschöne Begegnung. All das wäre auf einmal unbedeutend – und alter Ballast erst recht. Mir wären meine Lieben wichtig und die Gewissheit, dass Gott mich liebt, aufnimmt und alles gut wird.
Lasst uns also gemeinsam voller Liebe in die neue Woche starten. Lasst uns Gottes Liebe annehmen und sie noch größer machen. Lasst uns vergeben, auch wenn es uns manchmal schwerfällt. Lasst uns einander stärken in der Liebe. Lasst uns Liebe auch in Kleinigkeiten zeigen, zum Beispiel in einem aufmunternden Lächeln oder mit einem offenen Ohr. Lasst uns alles abschütteln, was uns davon abhält, voller Liebe zu sein.
Ich habe passend zum Thema letztens eine sehr gute Tasse gesehen:
Ich bin selbst kein riesiger Fan von Erdnussbutter, aber ich habe schon mal versucht, sie auf einem Brot zu verteilen und es ist quasi unmöglich, sie dünn zu verschmieren.
Nehmen wir uns also alle ein Beispiel an Erdnussbutter.
Eure Lisa ♥



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