Gar nicht so scheiße

Ich habe mal wieder was entdeckt und möchte eine Empfehlung aussprechen. Wie die regelmäßigen Leser unseres Blog bereits wissen, bin ich bekennender „Hossa Talk“-Hörer – ein Podcast, der selbst dazu aufruft, sich gut zu überlegen, ob man sein Merch öffentlich in der Gemeinde tragen will … die Reaktionen könnten sehr unterschiedlich ausfallen.
Seit einiger Zeit haben wir nun eine kleine Regio-Gruppe in Braunschweig, zu der ich sehr gerne gehöre. Es ist ein Ort, wie ich ihn mag: Christen aus den verschiedensten Hintergründen kommen zusammen, diskutieren Ideen und Gedanken, lachen, weinen auch manchmal zusammen – und das alles in einem Rahmen, der willkommen heißt, statt auszugrenzen und der das Gefühl vermittelt, offen über Themen und Fragen sprechen zu können, die man in anderen christlichen Kreisen vielleicht aus Angst lieber versteckt. Die Hossa-Community ist wirklich eine tolle Community! Ich kann den Podcast und alles, was daran hängt, nur immer wieder empfehlen – auch, wenn ich bei weitem nicht bei allem mitgehen kann.
Genau das trifft auch auf einen anderen Podcast zu, den ich neu entdeckt habe. Er trägt den provokanten Namen „Heilige Scheiße“ und war eine Empfehlung bei unserem letzten Hossa-Treffen. Zwei studierte Theologen besprechen hier schwierige Bibelstellen und theologische Fragen auf sehr lockere und amüsante, aber deshalb nicht weniger ernste Art. In einer Folge, die ich kürzlich gehört habe (#018), haben sie sich selbst als „Worthaus von Blöden“ oder „Thorsten Dietz in Dumm“ bezeichnet – ein bisschen zu selbstkritisch vielleicht 😉 Ich würde den Podcast eher beschreiben als „Worthaus am Kneipentresen“. Es werden theologisch hoch interessante Dinge besprochen, aber oft bei einem Bier und mit einer erfrischenden Unbeschwertheit. Auf keinen Fall so scheiße, wie der Name vielleicht vermuten lässt! 😉
Ich habe bisher nicht in chronologischer Reihenfolge alle Folgen gehört, sondern mir erst mal die Themen rausgepickt, die mir besonders spannend erschienen. Das waren zum Beispiele Folge #016 über die Geschichte mit Hananias und Saphira, die einen Teil Geld vor der Gemeinde zurückgehalten haben und daraufhin tot umgefallen sind. Was macht man mit so einer Erzählung? Oder Folge #024, in der es darum geht, ob Jesus wirklich sündlos war und wenn ja, was das eigentlich bedeutet. „Heilige Scheiße“ bespricht also alle möglichen biblischen Themen, die bei neuen wie langjährigen Bibellesern Fragezeichen hervorrufen könnten und gibt Denkabstöße, wie man sie verstehen könnte – wörtlich, bildlich oder auch wörtlich aber mit neuen Hintergrundinfos, die manchmal einen ganz neuen Blick auf die Worte eröffnen.
Eine der letzten Folgen, die ich gehört habe war Folge #018 mit dem Titel „Jesus ist Mensch. Punkt.“. Um gleich Erwartungsmanagement zu betreiben: In dieser Folge geht es nicht um unitarische Theologie, sondern um das Verständnis, das die beiden Hosts von der Dreieinigkeit haben. Genau deshalb fand ich die Folge aber auch spannend! In unserer Glaubensgemeinschaft ist es eine ganz zentrale Lehre, dass Jesus nicht Gott ist, sondern eben Gottes Sohn, aber als solcher ein „normaler“ Mensch – was auch immer das im Detail heißen mag. Hierüber sind wir uns selbst innerhalb der Gemeinschaft vermutlich nicht ganz einig. Worin wir uns hingegen vermeintlich absolut einig sind ist, dass Christen, die Jesus als Teil einer dreifaltigen Gottheit sehen, ganz sicher die Bibel missverstehen und absolut falsch liegen.
Wer mich kennt, der weiß vermutlich, dass mir diese Haltung überhaupt nicht zusagt. Ja, ich bin zum jetzigen Zeitpunkt überzeugter von den Argumenten für eine unitarische Lesart, aber ich habe in den letzten Jahren noch einmal sehr viel mehr Verständnis und Respekt für das trinitarische Verständnis bekommen. Ich bin daher weit entfernt davon, irgendwem, der Jesus anders versteht als ich, zu sagen, dass er definitiv falsch läge (selbst wenn ich oft die Erfahrung machen musste, dass diese Personen selbiges dann über mich sagen). Ich bin ganz im Gegenteil immer interessiert daran, von anderen Christen zu hören, wie sie Gott und Jesus verstehen und ich schließe absolut nicht aus, dass ich vielleicht eines Tages ein Argument höre, dass mich von der Trinität überzeugt. Es ist einfach nur bisher noch nicht passiert.
Was hingegen durchaus schon passiert ist, ist dass ich aus den Reihen meiner Gemeinde-Geschwister großes Unverständnis dafür erfahren habe, dass ich unter anderem hier auf diesem Blog immer wieder gerne Formate und Inhalte empfehle, die ich hörens- oder lesenwert finde, obwohl ich nicht immer voll und ganz hinter allen Inhalten stehe. Mir wurde schon vorgeworfen, ich würde hier mutwillig Geschwister, die meine Beiträge lesen, in die Irre und zu falschen Götzen führen. Ehrlich gesagt traue ich meinen Geschwistern deutlich mehr geistige Reife zu, als dass sie beim ersten Kontakt mit neuen (und vielleicht auch mal falschen – wer kann das schon mit Sicherheit sagen …) Gedanken sofort vom Glauben abfallen. Ich sehe hingegen eine viel größere Gefahr darin, dass wir uns unser Leben lang in einer sehr kleinen und engen Blase bewegen, die unser Bibelverständnis sehr einseitig und (und das halte ich für noch wichtiger!) unsere Empathie gegenüber unseren Mitmenschen und -christen sehr klein hält.
Ich möchte daher an dieser Stelle noch mal eine klare Empfehlung sowohl für „Hossa Talk“ als auch für „Heilige Scheiße“ aussprechen. Und das in dem vollen Bewusstsein, dass dort einige Sichtweisen dargelegt werden, die so „unchristadelphisch“ sind, dass ich selbst davon bisher nicht mal gehört hatte.

Bevor jetzt der ein oder andere Schnappatmung bekommt, möchte ich aber auch noch ein paar Gedanken mit euch teilen, die ich speziell zur Folge #018 von „Heilige Scheiße“ hatte. Immerhin könnte es ja auch sein, dass umgekehrt einige Menschen noch nie meinen Gedanken begegnet sind – und im Sinne eines echten Austauschs möchte ich heute einfach mal zur Diversität beitragen 😉
Es ist wie gesagt so, dass ich die Argumente für die Dreieinigkeit gut nachvollziehen kann und auch sehe, wie viel Schönheit Menschen darin finden. Beim Hören der Folge ist mir aber besonders ein Punkt mal wieder ins Auge gesprungen, der mich zu einem anderen Verständnis bringt – zumindest heute. Mal gucken, wie es morgen sein wird 😊
In der „Heilige Scheiße“-Folge wurde sehr stark betont, wie wichtig es den Hosts ist, dass Jesus vollkommen Mensch war und es nicht nur ein inszenierte „Show“ Gottes war, der sich nur teilweise in einen menschlichen Körper gezwängt hat, um uns etwas vorzuspielen. Dem liegt eine Vorstellung zugrunde, die ich schon oft in Gesprächen gehört habe und die ich erst mal nachvollziehen kann: Nur indem Gott in Jesus wirklich Mensch wurde, haben wir Gewissheit, dass er uns wirklich versteht und genau weiß, wie es ist, Mensch zu sein. Gott hat nach dieser Vorstellung am eigenen Leib Schmerz, Trauer und Versuchung erlebt. Er ist selbst an die Tiefpunkte des Menschseins und sogar bis in den Tod gekommen, um uns so nah zu sein wie möglich und um uns den Trost zu geben, dass er genau weiß, wie es sich dort anfühlt. Das gibt vielen Christen das Gefühl, dass Gott sie in ihrem Leiden verstehen und begleiten kann, weil er selbst bereits dort gewesen ist. Es ist nicht nur ein theoretisches Wissen, sondern eine erlebte Erfahrung und geht deshalb viel tiefer. Für die Hosts des Podcasts ist das sogar der USP (der unique selling point) des Christentums gegenüber alle anderen Weltreligionen: In keiner anderen Religion ist Gott wirklich und vollkommen bis in letzte Konsequenz Mensch geworden.
Das Argument wurde hier von mir natürlich drastisch zusammengekürzt. Ich hoffe, ich treffe damit trotzdem in etwa den Kern. Wie gesagt, habe ich diese Sichtweise schon oft in verschiedenen Formen gehört und das war mein Versuch, sie würdig, aber in Kürze, wiederzugeben. Ich muss sagen, ich verstehe sehr gut, warum diese Vorstellung Menschen so anspricht. Ich sehe die Schönheit in den Gedanken und es berührt mich zu sehen, wie sie andere berühren.
Nun kommt allerdings mein „aber“: Ich bin trotzdem nicht überzeugt, dass es das ist, wie sich die Dinge verhalten. Und ich möchte aus allen Gedanken, die ich dazu habe, einen konkreten herausstellen und hier mit euch teilen – durchaus in der Hoffnung, dass es jemand liest, der anderer Meinung ist und der mit mir in einen respektvollen Austausch gehen möchte. Das ist immer sehr willkommen 😊
Ich persönlich sehe in diesem Blick auf Jesus (und damit auf Gott) eine seltsame Unterstellung und eine Form von Schuldzuweisung, mit der ich mich nicht anfreunden kann. Im Kern wird doch gesagt: Gott hatte keine Möglichkeit uns (seine Geschöpfe) wirklich in aller Konsequenz zu verstehen, außer selbst einer von uns zu werden. Das bedeutet klar formuliert: Gott hatte ein Problem, einen Mangel, eine Unzulänglichkeit. Das finde ich problematisch und würde hier erwidern: Ich glaube nicht, dass Gott ein Problem hatte, das es zu lösen galt, sondern dass er wusste, dass wir ein Problem haben, dass es zu lösen galt.
Nach meinem Verständnis ist Gott allmächtig und allwissend. Außerdem existiert Er nicht irgendwo losgelöst von der materiellen Welt, sondern ist in jedem Molekül, in jedem Atom und vor allem in den schier unendlichen Weiten dazwischen die Kraft, die nicht nur alles erschaffen hat, sondern auch alles am Leben erhält. Ich glaube nicht, dass dieser Gott auch nur den Hauch eines Problems hat, ganz genau zu wissen, wie es sich anfühlt „Ich“ zu sein … wo Er doch in jeder meiner Zellen steckt …
Ich sehe vielmehr, dass wir Menschen ein Problem damit haben, Gott zu glauben, dass er das wirklich weiß. Und wir haben auch oft ein Problem damit, überhaupt zu glauben, dass Er da ist. Für mich löst Jesus daher nicht Gottes Problem (denn ich glaube nicht, dass Er eins hat), sondern unser Problem.
Hier ist mein Verständnis von Jesus: Gott wusste, dass er für uns nicht greifbar und kaum zu (er-)fassen ist. Deshalb hat er (und das ist jetzt die absolute Kurzfassung!) einen Menschen erschaffen, den er in ganz besonderer Weise berufen hat und zu dem er eine Beziehung aufgebaut hat, wie zu keinem anderen Menschen – seinen Sohn, Jesus. Jesus hat sich im Laufe seines Lebens zu einem Menschen entwickelt (ja, es gab eine Entwicklung – siehe Lukas 2,52) von dem Gott sagen konnte:
„Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ (Matthäus 3,17)
Er hat in allem Gottes Charakter widergespiegelt: Seine Ideale, seine Moral, seine Ethik, seine Liebe. So sehr, dass Jesus sagen konnte:
„[…] wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.“ (Johannes 12,44)
Und sogar: „Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10,30), wobei ich hier für mein Verständnis dessen immer auch Johannes 17 Vers 11 anführen würde, wo Jesus zu Gott für seine Jünger betet: „Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir!“. In diesem Sinne verstehe ich die Einheit von Gott und Jesus. Und diese Einheit ist essenziell, denn sie ermöglicht überhaupt erst die Funktion, für die Gott seinen Sohn auserwählt hat: Jesus war (und ist) für mich Gott „zum Anfassen“. Hierin bin ich mir vermutlich mit den meisten Trinitariern einig 😉
Ich denke aber, dass es nicht so ist, dass Gott nicht wusste, was in uns vorgeht und was uns bewegt, bevor Er es selbst erfahren hatte. Ich glaube vielmehr, dass Er es schon immer ganz genau wusste und deshalb Jesus geschickt hat, der die Distanz überbrücken kann: Er konnte gesehen, gehört, angefasst werden – all das, was uns bei Gott bisher verwehrt bleibt. Auch vor Jesus hatte Gott schon oft versucht, den Menschen etwas Greifbares zu bieten. Denken wir hier nur mal an die Feuer- und Wolkensäule, die Israel in der Wüste begleitet hat. Gott hat sich schon immer zu den Menschen ausgestreckt (wie Michelangelo es so wunderbar in seinem berühmten Fresko an der Decke der sixtinischen Kapelle dargestellt hat), weil Er genau wusste, dass wir das brauchen. Und dieses Ausstrecken hat nach meinem Verständnis in Jesus seinen Höhepunkt gefunden, so wie Jesus es selbst im Gleichnis von den Weingärtnern zeigt:
„Und er fing an, in Gleichnissen zu ihnen zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und setzte einen Zaun darum und grub einen Keltertrog und baute einen Turm; und er verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. Und er sandte zur bestimmten Zeit zu den Weingärtnern einen Knecht, um von den Weingärtnern ⟨etwas⟩ von den Früchten des Weinbergs zu empfangen. Sie aber nahmen ihn, schlugen ihn und sandten ihn leer fort. Und wieder sandte er einen anderen Knecht zu ihnen; und den verwundeten sie am Kopf und beschimpften ihn. Und er sandte einen anderen, und den töteten sie; und viele andere; die einen schlugen sie, die anderen töteten sie. Noch einen hatte er, einen geliebten Sohn, den sandte er als Letzten zu ihnen, indem er sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Jene Weingärtner aber sprachen zueinander: Dies ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn töten, und das Erbe wird unser sein. Und sie nahmen und töteten ihn und warfen ihn zum Weinberg hinaus.“ (Markus 12,1-8)
Es war nicht der Weingärtner selbst, der in letzter Instanz kam. Er sandte seinen geliebten Sohn, in einem letzten Versuch, sich Gehör zu verschaffen.
Das war ein kurzer Abriss meines Verständnisses, damit niemand mir vorwerfen kann, ich würde wieder wahllos Leute ins Verderben schicken mit meinen Podcast-Empfehlungen 😉 Natürlich gäbe es noch so viel mehr, zu diesem Thema zu sagen. Zum Beispiel dazu, wie viel emotionaler und schöner ich die Geschichte von Jesus finde, wenn es auch hier, wie so oft, um eine echte Beziehung geht (zwischen zwei Individuen) und um einen Gott, der seinen geliebten Sohn sterben sieht, statt um einen Gott, der sich selbst opfert (auch wenn ich die Schönheit in dieser Interpretation durchaus auch sehen kann).
Mir ist auch klar, dass nach diesem kurzen Gedanken sehr viele Fragen ungeklärt bleiben und weiter diskutiert werden müssten. Zum Beispiel: Ist es dann nach meinem Verständnis nicht doch ein Stück weit theoretisches Wissen, das Gott über das Menschsein hat? Ist das wirklich vergleichbar zum eigenen Erleben? Wie sehr Mensch kann Jesus sein, wenn er doch vermeintlich keinen menschlichen Vater hatte? Verliert das Kreuz nicht an Bedeutung, wenn nicht Gott selbst dort gestorben ist, sondern „nur“ sein Sohn, sein Repräsentant, ein Mensch? Wie genau funktioniert dann Errettung eigentlich (wobei man die Frage sehr gut auch im Rahmen der Trinitätslehre stellen könnte)? Anders herum könnte man zum Beispiel noch fragen: Wie konnte Gott sterben? Wie konnte ein perfekter Gott eine Entwicklung durchlaufen und am Ende Gunst bei sich selbst finden (Lukas 2,52)? Warum betet Gott in Jesus eigentlich zu sich selbst?
Über all diese Dinge kann man und sollte man sprechen. Das Feld der Themen ist hier riesig und wird gefühlt mit jeder Nachfrage nur noch größer. Ich habe überhaupt nicht den Anspruch, hier in wenigen Sätzen ein für alle Mal die Trinitätslehre ausgehebelt zu haben. Es war nur ein isolierter Gedanke, der mir beim Hören der Podcast Folge kam: Wer hat hier eigentlich das Problem? Gott oder wir?
Ich sehe sogar auch in meinem eigenen Verständnis weiterhin Fragen, auf die ich noch keine befriedigende Antwort gefunden habe. Aber nach allem, was ich gehört, gelesen und in Gesprächen mit diversen Christen erfahren habe, komme ich für den Moment zu dem Schluss: Die Auslegung, dass nur Gott, der Vater, allein Gott ist und dass Jesus zwar sein Sohn aber eben ein Mensch war, in dem wir trotzdem Gott gespiegelt sehen, ist für mich schlüssiger und lässt weniger Puzzleteile übrig, als wenn ich versuche, das Gesamtbild durch die Brille der Trinität zusammenzusetzen.
Ihr dürft gerne anderer Meinung sein und ich würde mich freuen, wenn wir darüber ins Gespräch kommen würden. Vielleicht ist ja meine Sicht für euch eine, die ihr noch nie gehört oder in Erwägung gezogen habt und die euch dazu anreizt, noch einmal über euren eigenen Standpunkt nachzudenken. So geht es auch mir, wenn ich mich immer wieder in Podcasts, Büchern oder Videos mit Gedanken auseinandersetze, die mir vorher völlig fremd waren. Ich möchte hier einfach mal wieder eine Lanze dafür brechen, sich dieser Herausforderung zu stellen. Und auch wenn jeder selbst beurteilen muss, wie gut er oder sie mit herausfordernden Gedanken umgehen kann, kann ich nur sagen, dass mich persönlich die Beschäftigung mit immer neuen Gedanken in letzter Zeit sehr bereichert hat und dabei gleichzeitig einen ganz praktischen Effekt hatte – nämlich den, dass ich mit viel mehr Respekt, Verständnis und Liebe auf meine Geschwister aus diversen Denominationen und auf Menschen generell gucken kann. Und ich bin überzeugt, dass das etwas ist, was Gott sehr feiert!
Daher ende ich mal wieder mit einem Klassiker-Vers, der aber einfach immer wieder mal gebracht werden muss:
„[…] prüft aber alles und behaltet das Gute!“ (1. Thessalonischer 5,21; NeÜ)
Auf viele weitere interessante Gespräche, die uns hoffentlich ein Stück näher zu Gott bringen! 😊
Gottes Segen und bis zum nächsten Mal,
Euer Daniel
Alle Zitate wenn nicht anders angegeben aus der revidierten Elberfelder Übersetzung.

Lieber Daniel,
Danke für diesen Beitrag. Ich finde es gut, dass du hier immer so offen bist und ich sehe absolut nicht, dass du mit deinen Empfehlungen hier irgendjemanden auf Abwege bringst. Sich aktiv mit anderen Meinungen auseinander zu setzten ist wichtig, um sich selbst immer wieder klar zu machen, was man glaubt.
LG Claudia
Hey Daniel,
Du sprichst mir mit deinen Worten aus dem Herzen. Bitte offen bleiben! Lieber am Ende zu viel geliebt 😉
Beim Lesen kam mir ein Bild in den Sinn: Ich habe vor kurzem bei IKEA Möbelfüße zum Anschrauben gekauft und montiert. Allerdings waren die mitgelieferten Schrauben derart weich, dass ich mehr als einmal beim Festziehen nur eine Umdrehung zu weit war und den Schraubenkopf abdrehte.
Bei vielen Inhalten zum Thema Trinität, die ich in letzter Zeit gelesen oder gehört habe, scheint es mir ganz ähnlich. Wir sind von den anderen gar nicht so weit entfernt, was die Beziehung zwischen Gott, Jesus und uns angeht. Zu vielen Ausführungen kann ich klares „Ja“ sagen. Aber dann kommt oft der Punkt, wo…
Vielen Dank für deinen Blogbeitrag, der sehr schön den Kern aktueller Diskussionen zum Thema ‘Trinität’ widerspiegelt, wie ich ihn derzeit in den sozialen Medien erlebe (und auch selbst daran teilnehme). Danke auch für die Verdeutlichung, dass Gott keinen Mangel an Erfahrung durch Jesus kompensieren müsse, sondern - wie im Gleichnis (Mark 12,1-8) angedeutet - Gott sein Liebstes für uns gibt, damit wir verstehen, was Gott bereit ist zu geben, um uns zu gewinnen. Nicht als blutiges Opfer nach alten Riten, sondern als Liebesbeweis. Die Aufgabe der Menschwerdung bleibt wohl uns vorbehalten … ;)
Auch die Bedeutung des Opfers Christi und wie es sein kann, dass es in der Absicht Gottes Vergebung bei uns bewirkt, ist immer wieder neu und aktuell.