• Ingo

Ein besonderer Abend ...

Aktualisiert: 11. Jan.



Weihnachtsstimmung


In diesem Jahr fing Weihnachten für mich mit einer kleinen Weihnachtsfeier mit Arbeitskollegen an. Keine Angst, es war alles Corona-konform. Eine Gruppe von Menschen traf sich allein in einem Restaurant und freute sich, ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen. Alle waren sich der Besonderheit bewusst und entsprechend angespannt.

Trotzdem dauerte es nicht lange, bis wir uns alle angeregt unterhielten.

Ein Thema möchte ich hervorheben.

Ein Anwesender berichtete von seinem Erlebnis des Tages. Er war mit Freunden, wie jedes Jahr, zur Weihnachtsbaumernte im nahegelegenen Wald. Seine Aufgabe war es, den Stamm am unteren Ende anzuspitzen.

Daraufhin erzählten fast alle ihre Geschichte mit dem Weihnachtsbaum.

Mein Geschäftspartner hatte gleich zwei Bäume besorgt. Einen für seine Nachbarin in der zweiten Wohnung des Hauses. Leider wollte diese sein Mitbringsel gar nicht.

Der Handwerkschef bekam einen Weihnachtsbaumgutschein vom Baustoffhändler. Diesen hatte er kurzerhand seinem Mitarbeiter geschenkt.

Irgendwann war auch ich an der Reihe.

Woher bekommst du deinen Baum?

"Ich habe keinen Weihnachtsbaum." lautete meine Antwort. Auf Nachfragen erklärte ich, dass ich den Weihnachtsbaum nicht mit dem Weihnachtsfest in Verbindung bringe. Er hat für mich nichts mit der christlichen Botschaft zu tun. Allerdings feiern wir in der Familie auch Weihnachten und schmücken an diesen Tagen auch die Wohnung bzw. das Wohnzimmer.

Es war für alle eine besondere Antwort und ich hatte den Eindruck, sie war für alle auch OK.

Jedenfalls war die Stimmung weiterhin sehr schön. Wir aßen und tranken zusammen und begegneten uns in weiteren Gesprächen. Der Abend war glaube ich auch so besonders, weil wir alle im vergangenen Jahr nur selten eine solche Möglichkeit der Begegnung hatten.



... Heiligabend


Für den Heiligabend sollte unsere Familie zusammenkommen. Meine Frau und ich erwarteten unsere Kinder mit den Partnern und dem Enkelkind.

Alle waren angemeldet.


In meinem Kopf hatte ich mir einen Ablauf des Tages zurechtgelegt. Ich hatte sogar wieder einmal einen besinnlichen Programmpunkt geplant. Ich wollte die Familie an den Sinn der Weihnachtsgeschichte erinnern.

In einem älteren Buch hatte ich einen passenden Text gefunden, der sich dem Thema nicht direkt nähert, sondern auf besondere Weise das anspricht, was mit Jesus in die Welt gekommen ist.


Die Passage aus dem Buch lege ich hier, mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt Verlags, als Kopie dazu. Der Buchtitel lautet "Ich bin o.k. Du bis o.k.". Der Autor heißt Thomas A. Harris.





Diese Stelle aus der Bibel hatte ich als Einleitung dazu ausgesucht.

Jesus und die Kinder
15 Einige Eltern brachten ihre kleinen Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger sahen das, fuhren sie an und wollten sie wegschicken. 16 Doch Jesus rief die Kinder zu sich und sagte: »Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück, denn Menschen wie ihnen gehört Gottes Reich. 17 Ich versichere euch: Wer sich Gottes Reich nicht wie ein Kind schenken lässt, der wird ganz sicher nicht hineinkommen.« (Lukas 18, 15-17)

Soweit meine Vorbereitungen.



Der besondere Abend


Wir begannen mit einem Tee- und Kaffeetrinken mit vielen leckeren süßen, meist selbstgebackenen, Leckereien.

Dann stand eine langjährige Tradition auf dem Plan.

Danach ein leckeres Essen mit mindestens drei Gängen.

Schließlich gab es viele Geschenke.

Am Ende ein gemeinsames Spiel.

Der Abend war gelaufen.

Zwischendurch hatte ich mindestens einmal an mein Vorhaben gedacht. Irgendwie passte es nicht hinein.

Die Stimmung war immer gut.

Alle waren zufrieden.

Alle trugen zum Gelingen des Abends mit ihren ganz persönlichen Eigenschaften bei.

Manches war viele Tage geplant, anderes entwickelte sich aus der Situation heraus.

Alles war zu jeder Zeit für die jeweils Anderen OK und auch irgendwie besonders.

Ein besonderer Geist durchströmte diese Gemeinschaft ohne das ich etwas Besonderes dazu beitrug. Ihr wisst schon, ich hatte da etwas vorbereitet. Ich brachte mich einfach nur ein, wie alle anderen auch.


Im Grunde lebten wir den Text in diesen Stunden aus. Christus war da und segnete diesen Abend mit seinen Vorstellungen und seiner Gnade.


Danke!



In diesem Sinne wünsche ich euch solche besonderen Stunden im nächsten Jahr.


Wie schrieb Freya im vorigen Blog? Weihnachten ist das ganze Jahr.



Ingo

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