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Bedingungslos

  • Autorenbild: Lisa
    Lisa
  • 17. Nov.
  • 3 Min. Lesezeit

Wie oft stehen wir vor allem im Alltag unter dem Druck, einfach funktionieren zu müssen? Ohne auf unsere Bedenken, Bedürfnisse oder uns selbst eingehen zu können? Wie oft sehnen wir uns nach einem Ort, an dem wir ganz wir selbst sein dürfen – ohne Aufgaben, ohne Fassade, ohne Maske. Ein Ort, an dem wir nichts tun, uns nicht verstellen müssen und ehrlich sein können: mit uns, mit unseren Gedanken, Fragen, Zweifeln, Ängsten und Sorgen. Das Lied „Ort der Wahrheit“ von „Johannes Hartl und Freunde“ (https://open.spotify.com/intl-de/track/7FkmQ1OeNBLbgpa0rx1bGE?si=2995a9103b9c47e7) erinnert daran, dass Gott genau dieser Ort ist, den wir manchmal dringend brauchen. Kein physischer Raum, sondern eher eine Haltung: Die Gewissheit, dass wir bei Gott nichts schönreden müssen, nichts verbergen.

 

 

Gott sieht uns und unsere Gedanken und Bedenken. Er lädt uns dazu ein, einfach zu ihm zu kommen. Wenn wir uns ihm öffnen, ist er immer für uns da und streckt die Arme nach uns aus.

„Ich habe Pläne des Friedens und nicht des Unheils. Ich will euch Zukunft und Hoffnung schenken. Ihr werdet zu mir rufen. Ihr werdet kommen und zu mir beten, und ich werde euch erhören. Ihr werdet mich suchen, und ihr werdet mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, dann lasse ich mich von euch finden.“ (Jeremia 39,11-14; Basis Bibel)

Außerdem kennt er uns besser als wir uns selbst vermutlich. Sehr schön wird das in einem doch recht bekannten Psalm wie folgt zusammengefasst (es ist ein etwas längerer Ausschnitt, aber ich finde, es lohnt sich 😊).

„Herr, du hast mich erforscht und kennst mich genau. Ob ich sitze oder stehe: Du weißt es. Meine Absicht erkennst du von fern. Ob ich gehe oder ruhe: Du merkst es. Alle meine Wege sind dir bekannt. Noch liegt mir kein Wort auf der Zunge, schon weißt du, Herr, was ich sagen will. Von hinten und von vorn hast du mich umfasst und hast deine Hand auf mich gelegt. Zu wunderbar ist dieses Wissen für mich. Es ist mir zu hoch: Ich kann es nicht begreifen. Wohin könnte ich gehen vor deinem Geist, wohin fliehen vor deiner Gegenwart? Würde ich in den Himmel steigen: Du bist dort. Würde ich mich in der Unterwelt verstecken: Dort bist du auch. Würde ich hochfliegen, wo das Morgenrot leuchtet, mich niederlassen, wo die Sonne im Meer versinkt: Selbst dort nimmst du mich an die Hand und legst deinen starken Arm um mich. Da sagte ich: »Finsternis komme über mich! Nacht soll mich umhüllen wie sonst das Licht!« Doch für dich ist die Finsternis nicht finster, und die Nacht leuchtet so hell wie der Tag: Finsternis ist für dich wie das Licht.“ (Psalm 139,1-12; Basis Bibel)

In Gottes Gegenwart dürfen wir alles ablegen: unsere Masken, unsere Ängste und Sorgen, ja sogar unsere Schuld. Er lädt uns ein, zu ihm zu kommen, so wie wir sind – müde, beladen, unvollkommen.


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Wir müssen nicht perfekt sein, nur ehrlich. Gott kennt uns eh besser, als wir uns selbst und er liebt uns trotzdem bedingungslos. Seht den Beitrag heute vielleicht als kleine Erinnerung, unseren Alltag etwas leichter werden zu lassen mit Gottes Hilfe.

 

Wir könnten diese Woche zusammen versuchen, uns jeden Tag etwas Zeit zu nehmen, um den „Ort der Wahrheit“ aufzusuchen und Gott zu begegnen. Wir können ihn einladen, Teil unseres Alltags zu werden. Auch das muss kein perfektes Gebet sein. Es darf auch ein einziges Wort, ein Hilferuf, ein Seufzer, ein kurzes Innehalten oder ein Schweigen sein. Selbstverständlich auch ein Danke. Vielleicht auch nur das bewusste Hören eines Lobpreis-Liedes.

 

Manchmal ist es wie bei einem Gespräch mit einem guten Freund oder einer guten Freundin: Es muss nicht jedes Wort sehr tiefgründig sein. Es reicht auch mal aus, einfach da zu sein und zu wissen, dass der/die andere da ist und man im übertragenen Sinne im selben Boot sitzt. Wenn euch danach ist, kann es natürlich auch tiefgehendes Bibelstudium sein. Wichtig ist, dass uns bewusst ist, dass wir bei Gott sein dürfen wie wir sind: Unperfekt, aber bedingungslos geliebt und willkommen.

 

Eure Lisa ♥

2 Kommentare


Sophie
17. Nov.

Vielen Dank für die tollen Worte! Das hab ich heute sehr gebraucht..

Gott ist so groß und er kennt all unsere Sorgen und Nöte!!

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Christian
17. Nov.

Liebe Lisa, vielen Dank für deinen ermutigenden Beitrag heute und deine Erinnerung, unseren Alltag mit Gott leichter werden zu lassen. Wir kämpfen in der Regel viel zu viel und vergessen manchmal, dass bei Gott alles nicht nur leichter wird, sondern dass Er aus der Finsternis Licht machen kann, er verwandelt unsere Sorgen so, dass am Ende alles gut wird. Liebe Grüße - Christian

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