50. Blog


Wenn ich richtig gezählt habe, schreibe ich heute meinen 50. Blog. Das ist schon eine stattliche Zahl. Und eigentlich hatte ich mir nach dem letzten Blog einiges vorgenommen. Zur Feier des Tages wollte ich einmal eine Bibelstudie ausarbeiten. Ein Thema war schnell gefunden.
Doch es kam etwas dazwischen.
Und deshalb gibt es heute nochmal einen Bericht aus meinem Leben. Und er knüpft fast nahtlos an meine Urlaubsschilderung vom letzten Mal an.
Ein Schutzengel
Schon während und auch nach dem Urlaub klagte ich über meine Augen. Sie tränten stark und machten sich durch jucken bemerkbar. Besonders das rechte Auge war betroffen. Als Ursache machte ich mein Verhalten bei der Sonnenfinsternis verantwortlich. Ich schaute mehrmals indirekt und eher mit dem rechten Auge in Richtung Sonne. Gleich am nächsten Tag nahm ich meine Beschwerden wahr. Ich hoffte, dass es wieder weniger werden würde. Wurde es aber nicht.
Wieder Zuhause informierte ich mich über die Folgen eines ungeschützten Blicks in die Sonne. Als Aussage stand im Raum, dass die Schäden irreparabel seien und man aber trotzdem zur Abklärung einmal seinen Augenarzt aufsuchen solle. Bis ich meine Trägheit überwunden habe, verging nochmal eine Woche. An einem Montagmorgen rief ich zwei Augenarztpraxen an. Beim zweiten Versuch bekam ich einen Termin in etwa 2 Monaten zugesagt. Nachdem ich einfach weiter meine Beschwerden beschrieb, hieß es plötzlich am Telefon, kommen sie bitte in zwei Tagen.
Bei meinem Termin wurden keine Schäden in Verbindung mit der Sonnenfinsternis festgestellt. Allerdings löste sich an meinem rechten Auge die Netzhaut ab. Sofort wurde es ernst und eine spürbare Anspannung verbreitete sich in der Praxis. Es musste schnell gehandelt werden. Man überwies mich in eine Augenklinik mit den Worten, ihr Auge muss so schnell wie möglich operiert werden. Das wurde dann auch am nächsten Tag in der ausgewählten Klinik gemacht.
Wie ich es bis jetzt einschätzen kann, ist alles gut verlaufen. Der Erfolg der OP wird am kommenden Dienstag, etwas 6 Wochen später, kontrolliert. Ich bin sehr gespannt.
Zwischen Diagnose und OP hatte ich keine Zeit für einen Gedanken. Mein Leben stellte sich um auf „Autopilot“. Erst nach dem einnehmenden Ereignis hatte ich Zeit zum Nachdenken.
Was war passiert?
Die Funktion meines rechten Auges stand auf dem Spiel.
Es war keine Zeit zu verlieren.
Wenn die Ablösung weiter vorangeschritten wäre, hätte das Auge nicht repariert werden können und hätte seine Sehleistung ganz verloren!
Der Gedanke kam mir in den Sinn, warum ich eigentlich den Augenarzt aufgesucht hatte? Der Blick in die Sonne im Zuge der Sonnenfinsternis am Ammersee war der Grund. Unser Urlaub, der schon auf besondere Weise von Gott geführt wurde. Siehe meinen letzten Blog. Im Grunde hatten wir diese Sonnenfinsternis gar nicht auf dem Zettel. Wir waren mitten im Urlaub und hatten keine Nachrichten verfolgt. Nur durch Herbert, unserem Vermieter, hatten wir davon gehört. Uneigennützig wie er war, machte er uns am Tag unserer Ankunft auf das Ereignis aufmerksam. Noch bevor wir bei ihm waren, rief er uns an und schlug uns vor, zuerst die Sonnenfinsternis an der Ostseite des Sees zu beobachten und erst in der Nacht unser Ferienzimmer in seinem Haus aufzusuchen. Das wäre für ihn in Ordnung. Der Code für die Haustür wurde übermittelt. Alles Weitere könnten wir am nächsten Morgen klären. So wurde ich aufmerksam auf mein Augenleiden, dass ich wahrscheinlich schon länger ignorierte. Ich hatte wirklich Glück.
Aus heutiger Sicht ist Herbert für mich ein Engel. Er gab den Anstoß.
Und dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Der Engel des HERRN umgibt alle mit seinem Schutz, die Gott achten und ehren, und rettet sie aus der Gefahr. Probiert es aus und erlebt selbst, wie gut der HERR ist! Glücklich ist, wer bei ihm Zuflucht sucht! (Psalm 34,8+9)
In diesem Sinne wünsche ich dir immer einen Engel an deiner Seite.
Ingo
Anmerkungen und Fragen könnt ihr als Kommentar eintragen.
Oder gern auch direkt an mich:
Ingo Tauchert
Die Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für alle® entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica. Inc.® Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis-Verlag Basel.

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