• Ingo

Schlüsselerlebnis

Aktualisiert: 13. Feb. 2021

Heute möchte ich von zwei Erlebnissen erzählen, in denen Schlüssel die Hauptrolle spielen.

In den ersten Wochen der "Corona - Krise" nutzte ich die geschenkte Zeit, um meinen Abstellraum aufzuräumen. Dabei entdeckte ich einen Eimer mit unzähligen Schlüsseln. Die hatte mir eine Glaubensschwester vor einigen Jahren aus dem Nachlass ihres Vaters geschenkt. Er hatte sie als Hausmeister im Laufe seiner Arbeit gesammelt. Mit den Worten:


"Mach' was draus, dir und deinen Künstlerfreunden wird schon etwas einfallen!"


Nun hatte ich den Eimer wieder in der Hand. Wegwerfen oder verarbeiten? Am Ende meiner Aufräum-Aktion hatte ich eine Idee. Ich legte die Schlüssel auf einer herumstehenden Ablage aus, sodass einzelne Buchstaben entstanden.


Die Worte VERTRAUE JESUS lagen nun vor mir.


Für mich standen die Schlüssel in diesem Moment für Türen zu, abschließen, keinen herein lassen. Das war das Gebot der Stunde.

Da wollte ich etwas dagegen halten. Meine Sorgen auf Jesus legen, zu dem er seine Nachfolger selbst ermutigt hat.

Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung?
Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid? Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern. Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung?
Seht euch an, wie die Lilien auf den Wiesen blühen! Sie mühen sich nicht ab und können weder spinnen noch weben. Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine von ihnen. Wenn Gott sogar die Blumen so schön wachsen lässt, die heute auf der Wiese stehen, morgen aber schon verbrannt werden, wird er sich nicht erst recht um euch kümmern? Vertraut ihr Gott so wenig? Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: "Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?"
Nur Menschen, die Gott nicht kennen, lassen sich von solchen Dingen bestimmen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht. Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.
Deshalb sorgt euch nicht um morgen – der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt. -Matthäus 6,25-34-

Gedacht - getan. In den nächsten Tage schweißte ich die Schlüssel zu Buchstaben zusammen. Und die einzelnen Buchstaben dann auf einen Stahlstab.



So entstanden die beiden Worte.



Das fertige "Kunstwerk" steht nun in meinem Vorgarten.




Ein paar Wochen später verlor ich den Schlüssel der Schließanlage des Gebäudes meiner neuen Arbeitsstelle. Wie peinlich. Am dritten Tag passierte mir so eine Unaufmerksamkeit. Ich erlebte eine unruhige Nacht. Und die Sorge kam auf, dass der Austausch der Schließanlage teuer wird.

Trotzdem war ich mir relativ sicher, dass ich den Schlüssel wiederfinde. Die Verlustorte konnte ich ganz gut eingrenzen. Ich suchte also alles zum dritten Mal ab. Kein Schlüssel.


Nach der Arbeit versuchte ich mich zu beruhigen. Ich bemerkte, wie diese Unruhe sich sogar negativ auf meinen konzentrierten Blick auswirkte. Ein Gebet sollte helfen. Ich sprach zu Gott und Jesus und bat sie um Gelassenheit:

"Bitte findet mit mir den Schlüssel!"


Ich merkte wie ich mich beruhigte. Ich stand auf und ging zu meinem nächsten Termin. Hinter meiner Haustür dachte ich wieder an den Verlust. Aber diesmal anders. Ich sagte mir, dass ich ja schon noch die Augen aufhalten müsse. So ging ich dann die paar Schritte zu meinem Auto und schaute wieder nach links und nach rechts. Und siehe da, der Schlüssel lag auf einer Pflanze in einem Beet. Ich dachte sofort an mein Gebet und sagte zu meinen Helfern:

"Das ging schnell!"

D A N K E


Nachtrag

Für die Vorbereitung dieses Blogs und nach diesen Erlebnissen habe ich natürlich auch einmal in die Bibel geguckt und nach dem Begriff "Schlüssel" gesucht. In diesem Fall ganz analog mit einer Bibelkonkordanz. Es gibt ein paar Stellen in der Bibel, wo der Begriff vorkommt. Die nachfolgende fand ich passend und möchte sie hier am Ende mit euch teilen:

Als Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: "Für wen halten die Leute eigentlich den Menschensohn?" Die Jünger erwiderten: "Einige meinen, du seist Johannes der Täufer. Manche dagegen halten dich für Elia und manche für Jeremia oder einen anderen Propheten von früher." "Und ihr – für wen haltet ihr mich?", fragte er sie.
Da antwortete Simon Petrus: "Du bist der Christus, der von Gott gesandte Retter! Du bist der Sohn des lebendigen Gottes."
"Du kannst dich wirklich glücklich schätzen, Simon, Sohn von Jona", sagte Jesus. "Diese Erkenntnis hat dir mein Vater im Himmel gegeben; von sich aus kommt ein Mensch nicht zu dieser Einsicht.
Ich sage dir: Du bist Petrus. Auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und selbst die Macht des Todes wird sie nicht besiegen können. Ich werde dir die Schlüssel zu Gottes himmlischem Reich geben. Was du auf der Erde binden wirst, das soll auch im Himmel gebunden sein. Und was du auf der Erde lösen wirst, das soll auch im Himmel gelöst sein."
Darauf verbot er seinen Jüngern streng, jemandem zu sagen, dass er der Christus sei. -Matthäus 16,13-20-

Hier spricht Petrus sozusagen die "Schlüsselerkenntnis" aus. Jesus ist der Christus, der von Gott gesandte Retter! Jesus ist der Sohn des lebendigen Gottes. Diese Sätze zu hören, zu erkennen und zu glauben war sozusagen das Schlüsselerlebnis für mich in meinem Leben. Ganz nach unserem umgedrehten Motto.


einfach biblisch leben

In diesem Sinne wünsche ich euch, dass dieser Geist in euch aufgeht!

Ingo

Die Bibelzitate sind aus der Übersetzung Hoffnung für Alle® (HFA)


Ingo Tauchert

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