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Innerer Frieden

„Das habe ich euch gesagt, damit ihr Frieden habt in mir. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16,33)

Dieser Vers war am Dienstag (7. November) Vers des Tages in meiner Bibel-App. Und was soll ich sagen? Er hat total gepasst, er hat mich, wie man so schön sagt, direkt ins Herz getroffen. Ich habe nämlich am Mittwoch wieder angefangen zu arbeiten. Nach ganzen vier Jahren Elternzeit ging es nun wieder los. Und was soll ich sagen: Ich war verdammt aufgeregt. Mir schwirrten die unterschiedlichsten Fragen durch den Kopf: Wie wird es wohl sein, wieder zu arbeiten? Werde ich noch alle Leute kennen? Werden die Leute mich noch kennen? Habe ich noch alle Namen im Kopf oder habe ich schon welche vergessen? Wen habe ich gedutzt und wen gesiezt? Sind die Programme, mit denen ich gearbeitet habe, noch dieselben? Beherrsche ich diese überhaupt noch? Habe ich nicht generell alles vergessen, was ich für meinen Job brauche?


Diese Fragen und vielleicht auch noch ein paar mehr haben mich in letzter Zeit sehr beschäftigt und mir auch ein wenig Sorgen bereitet. Hinzu kam noch das „weinende Mutterherz“, wie meine Schwiegermutter es so schön umschrieben hat. Umso passender war der oben genannte Vers. ☺️ Kaum dass ich ihn gelesen hatte, konnte ich einmal tief durchatmen und es ging mir schon deutlich besser! Besagter Friede stellte sich bei mir ein. So konnte ich mich besser darauf konzentrieren, dass ich mich auch auf die Arbeit freute. Abends lag ich trotzdem ziemlich aufgeregt und unter Strom stehend im Bett, aber ich habe mir keine Sorgen gemacht. ☺️


Am nächsten Morgen ging es dann tatsächlich mit der Aufregung. Da hatte sich der Frieden noch etwas mehr eingestellt und ich war abgelenkt vom Essen fertig machen und Kinder mit anziehen. Und dann ging’s auch schon zum Kindergarten und weiter zur Arbeit. Sonst waren es immer noch Monate, Wochen, wenigstens ein paar Tage bis es so weit sein sollte, doch schon befand ich mich auf dem Weg zur Arbeit, der mir seltsam fremd und vertraut zugleich vorkam. Bevor ich überhaupt einen Parkplatz gefunden hatte, begegnete mir schon ein bekanntes Gesicht aus meiner Abteilung, dass mir freudig zulächelte, aber gerade auf dem Weg ins andere Gebäude war.



Drinnen wurde ich dann aber auch sehr herzlich empfangen. Alle haben sich an mich erinnert und auch sichtbar gefreut, mich zu sehen! Das war echt total schön. ☺️ Mein Laptop wurde eingerichtet, ich habe kurz allen Hallo gesagt, direkt an einer abteilungsinternen Besprechung teilgenommen, viele neue Dinge erfahren und schon war der ganze halbe Tag wieder vorbei. Alle waren sehr herzlich, ich konnte mich noch an einige Dinge erinnern und alles war wunderbar vorbereitet für mich. Ich habe von meiner Schwägerin erfahren, dass es in ihrer Firma etwas holpriger war, als dort jemand aus der Elternzeit zurück gekommen ist. Das kann ich definitiv nicht behaupten. Ich hätte es mir kaum besser vorstellen können! ☺️


Nicht zuletzt dank Corona hat sich in unserer Firma einiges getan, sodass wir sehr viel papierärmer und Homeoffice freundlicher geworden sind. Das gab’s vorher eigentlich nicht. Für mich also totales Neuland, abgesehen davon, dass mein Mann öfter in Homeoffice sitzt. Trotzdem konnte ich direkt an meinem zweiten Tag am Donnerstag ohne Probleme direkt das Homeoffice testen. Auch das hat alles super funktioniert und das bekannte freundliche Gesicht vom Anfang hat mir noch sehr viel erzählt und sich richtig Mühe gegeben. Die nächsten Schritte sind jetzt erst Mal, dass ich mich wieder in alles einlese und dann werde ich Schritt für Schritt einige Aufgaben übernehmen. Und mittlerweile freue ich mich auch richtig darauf! ☺️

„Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirt, mir mangelt nichts, er weidet mich auf grünen Auen. Zur Ruhe am Wasser führt er mich, neues Leben gibt er mir. Er leitet mich auf Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich. Du deckst mir den Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, übervoll ist mein Becher. Güte und Gnade werden mir folgen alle meine Tage, und ich werde zurückkehren ins Haus des HERRN mein Leben lang.“ (Psalm 23,1-6)

Eure Lisa ♥



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