• Lisa

Dankbar durch die Quarantäne

Mai 2022. Nach über zwei Jahren ohne Corona hat es uns dann doch erwischt. Wie? Wir wissen es nicht. Ist ja aber im Grunde auch egal. Fakt ist, wir sitzen gerade in Quarantäne fest und dürfen nicht raus. Das ist schon relativ bescheiden, vor allem mit einem Baby und einem Kleinkind zu Hause und in einer Wohnung ohne Garten (dafür mit Mini-Balkon). Aber ich möchte mich hier bewusst nicht beschweren! Ich denke vielmehr, es geht uns immer noch relativ gut und es gibt viele schöne Dinge auch in dieser Zeit. Deswegen haben mein Mann und ich mal gesammelt, für was wir dankbar sind in der Zeit des „Nicht-Raus-Dürfens“ und das würde ich heute gerne mit euch teilen. Vielleicht ermuntert es ja den ein oder anderen ebenfalls, die Dinge positiv zu sehen.


Sonnenschein: Die Sonne scheint jeden Vormittag so schön in unser Wohnzimmer. Man kann sich auf den warmen Boden setzen (oder wie unsere große Tochter gerne: legen) und die Sonnenstrahlen können einem den Rücken oder das Gesicht wärmen. Es fühlt sich auch sehr viel besser an, bei gutem Wetter „eingesperrt“ zu sein als bei schlechtem. So können wir jederzeit die Fenster öffnen und der Sonnenschein macht gute Laune. Wenn wir nicht raus dürfen, lassen wir das gute Wetter halt rein!


Unser Balkon: Die Sonne und das schöne Wetter können wir auch auf unserem, wenn auch sehr kleinen, Balkon genießen. Es passt nicht viel auf den Balkon, aber immerhin zwei Stühle und ein kleiner Tisch. An dem Balkongeländer ist ein Sonnenschirm befestigt sowie zwei große Kästen mit Erdbeerpflanzen, die unfassbar gut blühen dieses Jahr. Für unsere Große konnten wir einen Mini-Wasserspielplatz mit der Babybadewanne unserer kleinen Tochter aufbauen und sie hat es geliebt. 😊 Den Balkon haben wir jetzt in dieser Zeit auf jeden Fall noch mehr zu schätzen gelernt. Ein kleines Stück Urlaub wortwörtlich direkt vor der Tür!



Milder Verlauf: Es hat uns – Gott sei Dank – nicht schlimm erwischt. Wir waren am ersten Tag schon ziemlich angeschlagen, aber das hat sich sehr schnell wieder gebessert. Das Schöne war, dass es meinem Mann und mir nicht gleichzeitig schlecht ging. Den ersten Tag über lag mein Mann komplett flach und hat eigentlich nur geschlafen. In der Zeit war ich halbwegs fit und konnte mich um die Kinder kümmern. Nachmittags/Abends ging es mir dann zunehmend schlechter, meinem Mann aber wieder besser, sodass wir tauschen konnten. Einen Tag später konnten wir uns beide schon wieder fast uneingeschränkt und problemlos um die Kinder kümmern. Es hat sich (oder besser wurde) alles sehr gut zusammengefügt. 😊


Gemeinsam einsam: Wofür wir auch wirklich sehr dankbar sind, ist, dass es uns einfach alle auf einmal erwischt hat und wir alle fast gleichzeitig Symptome bekommen haben. So mussten wir nicht versuchen, die Kinder voneinander fernzuhalten oder sonstige Regelungen aufzustellen, damit sich nicht alle anstecken. Hier in unserer kleinen Corona-Kammer können wir einfach wir sein und zusammen Spaß haben, kuscheln, spielen, lesen, singen (soweit es möglich ist), kleine Tanzsessions einlegen und was uns sonst noch so einfällt. 😊


Und zuallerletzt sind wir unglaublich dankbar für all die lieben Menschen, die sich um uns sorgen und kümmern. Liebe Nachrichten und Nachfragen wie es uns geht, Balkongespräche, unendlich viele Hilfsangebote, Botengänge, Besorgungen, Müll runterbringen (was auf einmal problematisch wird, wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt) und eine kleine Schleich-Löwenfamilie als Geschenk gegen die Langeweile für unsere Große.


Es gibt also viele Dinge, für die wir dankbar sind und die uns unsere Situation positiv sehen lassen. Vielleicht ermuntert es euch ja auch, die Dinge einfach mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Mehr braucht es oft nicht, um glücklich zu sein. 😉


„Ein frohes Herz ist die beste Medizin, aber ein niedergeschlagener Geist lässt die Glieder verdorren.“ (Sprüche 17,22)

Eure Lisa ♥

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